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  • Unsere Gesundheit beruht auf sauberem Boden und Wasser - Zu Grund- und Trinkwasserschutz der Wegweisung „Bio“ folgen! BUND macht mit Europäischer Bürgerinitiative (EBI) gegen Glyphosat Druck auf die EU-Kommission

Unsere Gesundheit beruht auf sauberem Boden und Wasser - Zu Grund- und Trinkwasserschutz der Wegweisung „Bio“ folgen! BUND macht mit Europäischer Bürgerinitiative (EBI) gegen Glyphosat Druck auf die EU-Kommission

Die Folgen intensiv-industrieller Landwirtschaft mit Pestizideinsatz und Massentierhaltung sind nicht mehr zu verleugnen, wenn sie auch von der Chemie- und Agrarindustrie-Lobby gern klein- und schongeredet werden. Neben erschreckenden Pestizidfunden in “konventionellem“ Obst und Gemüse treten sie unweigerlich zu Tage, wenn es um die Qualität von Gewässern, Grund- und Trinkwasser geht. In der Broschüre des Umweltbundesamtes zur Wasserrahmenrichtlinie wird dem Grundwasser in einigen Teilen Bayerns mit intensiver Landwirtschaft nicht die Bewertung „gut“, sondern ausdrücklich „schlecht“ erteilt. Die Tatsache ist auch schon länger bekannt, deshalb wird eine aufwändige Trinkwasseraufbereitung betrieben und werden tiefe Grundwasserschichten angezapft, weil mit Wasser aus oberflächennäheren Bereichen die – ohnehin nicht besonders ambitionierten – Grenzwerte nicht eingehalten werden könnten. Obere Schichten versaut, dann bohren wir halt tiefer und holen zum Quartär- auch noch Tertiärwasser rauf, was soll´s offenbar. So weit hat es die vom Polit-Mainstream immer noch gehätschelte und massiv geförderte agrarindustrielle Intensivlandwirtschaft inclusive tierquälerischer Massentierhaltung gebracht; kritisiert der BUND Naturschutz. Mit Auswüchsen bis hin zum EEG-Bonus für die Gülle, wenn sie zur Biogasproduktion verwendet wird. Statt die Schäden deren Verursachern zumindest monetär anzulasten, erlaubt man denen ein Weiter-So und das Anbieten ihrer Produkte zu Niedrigpreisen bis hin zum Billigfleisch in den Kühltheken der Discounter. Zu Lasten der Allgemeinheit. Dieses alte Prinzip „Gewinne maximieren und privatisieren – ohne Rücksicht auf Verluste in Sachen Biodiversität, Naturhaushalt, Tier- und menschliche Gesundheit – Verluste und Schäden sozialisieren“ feiert fröhliche Urständ`, unterstützt von (insbesondere Fleisch-) Konsumwahn und „Geiz-ist-Geil-Denken“ in Teilen der Verbraucherschaft. Dabei kann man dieser in Gesamtheit, im ureigensten gesundheitlichen Interesse nur raten, stattdessen auf die hochwertige Qualität von Lebensmitteln aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft zu setzen. Bio-Einkauf kommt der menschlichen Gesundheit von Grund auf, von Anfang an, nämlich schon bei der landwirtschaftlichen Urproduktion zu Gute. Nachdem die kontrolliert biologische Landwirtschaft die gesundheits-, klima- und umweltverträglichste Form der Landbewirtschaftung und der Erzeugung von Lebensmitteln wie auch von allem anderen nachwachsenden

Rohstoffen darstellt, muss diese vor allen anderen gefördert werden. Dies gerade in volkswirtschaftlicher Hinsicht, um Folgeschäden an Klima, Boden, Grundwasser und tierischer wie menschlicher Gesundheit von vornherein zu vermeiden, was in jedem Fall günstiger kommt als nachträgliche Reparaturversuche mit ungewissem Ausgang. „Man folge also strikt der Wegweisung „Bio“, denn unsere Gesundheit beruht auf sauberem Boden und Wasser, wie sie der Bio-Landbau garantiert,“ ist der Rat des BUND. Er macht nun mit einer Europäische Bürgerinitiative (EBI) gegen Glyphosat unter www.aktion.bund.net/europäische-bürgerinitiative-gegen-glyphosat Druck auf die EU-Kommission. Glyphosat ist der Hauptwirkstoff im Monsanto-Produkt "Roundup". Das Gift wird auf fast 40 Prozent der deutschen Äcker eingesetzt und ist laut Weltgesundheitsorganisation wahrscheinlich krebserregend. Es ist einer der Hauptverursacher des Artensterbens in unserer Agrarlandschaft. Behörden seien zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher gefordert. Diese müssten sich aber auch über ihr eigene Einkaufsverhalten selbst vor den Gefahren von Pestiziden schützen und gezielt Bio-Produkte kaufen.

. Dabei dürfe aber die Verantwortung von Politik und Behörden keineswegs aussen vor bleiben. Im Gegenteil, sie habe generell im öffentlich-rechtlichen Bereich, ihrer Vorbildfunktion bei der Förderung des kontrolliert ökologischen Landbaus als der gesundheits-, klima- und umweltverträglichsten und damit zukunftsfähigsten Form der Landwirtschaft gerecht zu werden.


Die Europäische Bürgerinitiative (EBI) hat ein Verbot von Glyphosat sowie weitere EU-weite Maßnahmen zum Schutz der Menschen und der Umwelt vor giftigen Pestiziden zum Ziel. So seien Glyphosat-haltige Herbizide zu verbieten. Sie stünden in direktem Zusammenhang mit Krebserkrankungen beim Menschen und schädigen die Ökosysteme. Es gelte auch sicherzustellen, dass die für die offizielle EU-Genehmigung notwendige, Beurteilung von Pestiziden ausschließlich auf publizierten Studien basiert, welche von zuständigen Behörden in Auftrag gegeben wurden und nicht von der Pestizidindustrie. Insgesamt brauche es wie in allen alltäglichen Lebensbereichen eine konsequent ökologisch nachhaltige Ausrichtung auch bei der Landwirtschaft mit EU-weiten obligatorischen Reduktionsziele für den Einsatz von Pestiziden, um das mittelfristige Ziel einer pestizidfreien Zukunft zu erreichen. Wie eingekauft wird, das bestimme massgeblich die Verbraucherschaft. Dabei dürfe aber die Verantwortung von Politik und Behörden keineswegs aussen vor bleiben. Im Gegenteil, sie habe auf das Verbraucherverhalten Einfluss zu nehmen. Sie hat alle ihre direkten Einflussmöglichkeiten auszunutzen durch Steigerung der Nachfrage der öffentlichen Hand nach Erzeugnissen des Öko-Landbaus, so der stellvertretende Sprecher des BN-Landesarbeitskreises Abfall / Kreislaufwirtschaft / Ressourcenschonung, Johann Meindorfer Denn Staat, Landkreise, Städte und Gemeinden haben überdies die gesundheitliche Vorsorge- und Vorbildfunktion der öffentlichen Hand zu erfüllen, auch indem sie gezielt Lebensmittel und Getränke aus kontrolliert biologischer Erzeugung für ihren eigenen Bedarf und bei der Verpflegung in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kliniken, Schulen oder Kindergärten verwenden. „Sie hat Antibiotika, somit Eier und Fleisch aus Massentierhaltung ebenso von den Speiseplänen zu verbannen wie glyphosat- oder sonstwie pestizidbelastete Lebensmittel und Getränke. Und auch Volksfesten, deren Ausrichter oder Veranstalter sie ist“, so die deutliche Forderung.


Die Infopakete „Bio als gute Basis“ und „Vorsicht CHEMIKALIEN“ gibt es beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel 09421/2512, straubing@bund-naturschutz.de gegen je 5 € in Briefmarken oder Vorabüberweisung auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000; IBAN DE03 7425 0000 0000 461251, SWIFT-BIC BYLADEM1SRG mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „IP Bio-Basis“.