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Wieder mehr Freiland-Photovoltaikanlagen in Stadt und Landkreis

BN-Kreisvorstand an Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf: Eingrünungsflächen bei Freiland-Photovoltaikanlagen zur dauerhaften Aufwertung der Landschaft erhalten - monetäre wie ökologische Synergieeffekte nutzen!


In „ausgeräumten“ intensiv agrarisch genutzten Räumen wie dem Gäuboden enthält praktisch jeder Landschaftsplan das Ziel der Durchgrünung der Agrarlandschaft mit linearen Gehölzstrukturen. Nur selten wird dieses Ziel auch durch entsprechende Maßnahmen umgesetzt, zumeist nur in Teilen in Verbindung mit Eingriffen im Rahmen von Bauleitplanungsverfahren, so die Kreisgruppe Straubing-Bogen des BUND Naturschutz (BN) in einem Brief an Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf. Dabei sind im Regionalplan die Vorgaben „Schaffung ökologischer Ausgleichsflächen in landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebieten, insbesondere südlich der Donau“ enthalten. Nachdem derzeit die Zahl der geplanten großflächigen Freiland-Photovoltaikanlagen wieder zunimmt, würden sich die dabei jeweils festgesetzten Eingrünungs-Maßnahmen dazu eignen, einen Teil dieser Funktionen dauerhaft zu übernehmen. Dazu müsste der Bestand zumindest des grössten Teils dieser Eingrünungs-Maßnahmen jedoch dauerhaft über die Betriebsdauer der entsprechenden Photovoltaikanlagen hinaus auch für die Zeit nach deren Rückbau gesichert werden


Die Zulässigkeit einer Entfernung der Gehölze bei Eintritt der Rückbauverpflichtung für die PVA bedeute aber, dass die Gehölze gerade dann wieder entfernt würden, wenn sie durch ihr höheres Alter und höheren Wuchs einen höheren ökologischen Wert als die Neuanpflanzung hätten. Dies könne zum einen aus arten- und naturschutzfachlicher Sicht nicht hingenommen werden und es wäre auch eine Verschwendung der finanziellen und natürlichen Ressourcen, die für eine nur übergangsweise Bepflanzung aufgewendet werden, ohne dass ein dauerhafter den Lebensraum steigernder Wert erhalten werde. Dies sei noch weniger hinnehmbar, weil eben die jeweils festgesetzten Eingrünungs-Maßnahmen den Erfordernissen einer Vielzahl rechtsgültiger Landschaftspläne sowie des Regionalplanes entsprechen würden, die sonst meist gar nicht zur Umsetzung kämen. Erhebliche Teile der Eingrünungs-Maßnahmen seien als Bestandteil linearer Biotopverbundsysteme mit lokalen Aufweitungen gut geeignet.


„Wir bitten Sie daher“, so der 2. BN-Kreisvorsitzende Johann Meindorfer an die Umweltministerin, „den dauerhaften Erhalt von Teilen der festgesetzten Eingrünungsflächen sowie der darauf vorgesehenen Bepflanzung in größtmöglichem Umfang als Teil eines Biotopverbundes auch durch Flächenerwerb durch die öffentliche Hand sicherzustellen.“ Neben der Schaffung und Ausschöpfung entsprechender Rechtsgrundlagen sei durch Zurverfügungstellung von Fördermitteln für die Umsetzung der Ziele bestehender Landschaftspläne im Zusammenhang mit geplanten großflächigen Freiland-Photovoltaikanlagen die Bereitschaft und die Möglichkeiten der Gemeinden zu fördern, dazu beizutragen. So könnten sie entsprechende Eingrünungs- (Teil)-Grundstücksflächen erwerben und dadurch einen massgeblichen Teil der festgesetzten Eingrünungsflächen sowie der darauf vorgesehenen Bepflanzung als Teil eines Biotopverbundes dauerhaft zu erhalten.