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Amphibienwanderung im Landkreis in vollem Gange - BUND Naturschutz an vielen Stellen im Einsatz für Kröten, Frösche und Molche

Mit den frühlingshaften Temperaturen ist die Amphibienwanderung nun auch im Landkreis in vollem Gange. Und der BUND Naturschutz ist an vielen Stellen mit freiwilligen Helferinnen und Helfern im Einsatz für Kröten, Frösche und Molche. Mit der unverzichtbaren Hilfe der Bauhöfe des Landkreises und der Stadt Bogen, sowie von ehrenamtlichen BN-Mitgliedern wurden bereits Anfang März ca. 1.500 m Amphibienschutzzäune entlang von Gemeinde- und Kreisstraßen in 5 verschiedenen Gemeinden des Landkreises Straubing-Bogen errichtet, die seither täglich kontrolliert und betreut werden müssen. Später Schnee, kalte Nächte und geringer Niederschlag sorgten für einen zögernden Beginn der alljährlichen Wanderung aus den Überwinterungsgebieten zu den Laichgewässern. Regen in der Nacht auf Gründonnerstag und nächtliche Temperaturen über 5°C sorgten dann für den ersten größeren Ansturm vor allem von Erdkröten und Grasfröschen. Die BetreuerINNEN der Zäune haben seither alle Hände voll zu tun. Ohne die arbeitsintensiven Schutzvorrichtungen wären vor allem Erdkröten, die als Weitstreckenwanderer bis zu mehrere Kilometer zwischen Winterquartier und Laichgewässer zurücklegen, in besonderem Maße vom Straßentod betroffen.

 

Der BUND bittet alle Autofahrer um besondere Vorsicht und Rücksichtnahme an den Amphibienzäunen, die durch entsprechende Hinweisschilder zusätzlich gekennzeichnet sind. „Achten Sie an Straßenabschnitten, an denen Amphibienzäune errichtet sind, auf die HelferINNEN, die am Straßenrand Tiere einsammeln und auf die andere Straßenseite bringen. Reduzieren Sie Ihr Tempo auf Straßen, die an Teichen oder Feuchtgebieten vorbeiführen, auch wenn keine Warnhinweise aufgestellt sind“, so Karin Meindorfer, die die Amphibienschutzprojekte der Kreisgruppe Straubing-Bogen des BUND Naturschutz und die HelferINNEN koordiniert und betreut.

 

Lebensgefahr für die Amphibien durch den Straßenverkehr besteht auch nach dem Abbauen der Schutzzäune. Denn nach erfolgreichem Ablaichen erfolgt die Wanderung der Tiere zurück in ihre Sommerlebensräume. Haben sie diese überlebt, drohen weitere Gefahren: Pestizideinsatz auf den oftmals zu durchwandernden landwirtschaftlich genutzten Flächen, Verschmutzung und Verfüllen von Laichgewässern, Lebensraumverlust aufgrund von Baumaßnahmen und Klimawandel machen den empfindlichen, faszinierenden und im Netzwerk der Natur unverzichtbaren Tieren zunehmend zu schaffen.

 

Gemeinsame Bemühungen von Politik und Bürgern werden nötig sein, damit unsere Amphibien eine Zukunft haben.

 

Ein Infopaket Amphibienschutz gibt es beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel. 09421/2512, Fax 963910 oder straubing@bund-naturschutz.de gegen einen Kostenbeitrag von  3 €  in Briefmarken oder gegen Vorabüberweisung auf das Konto 461251 des BN bei der Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000, IBAN DE03 7425 0000 0000 461251, SWIFT-BIC BYLADEM1SRG mit vollständiger Absenderangabe und Stichwort „IP Amphibien“ .

 

Spenden auf dieses Konto für die Arbeit der BN-Kreisgruppe Straubing-Bogen werden ebenfalls dankbar angenommen.