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BN benennt ökologische Leitplanken bei Umstellung der Busflotte und kommunaler Fuhrparke auf alternative Antriebstechnik

 Nachdem sich nun eine Entscheidung für die Umstellung der Straubinger Stadtbusse und kommunalen Fuhrparks auf Erd- bzw. „Bio“gas-Antrieb abzeichnet, benennt der Bund Naturschutz (BN) ökologische Leitplanken bei Umstellung der Busflotte auf diese alternative Antriebstechnik. In einem Mail an die Entscheidungsträger von Stadt und Stadtwerken Straubing erinnert der 2. BN-Kreisvorsitzende Johann Meindorfer etwas ausführlicher an die Anforderungen in Bezug auf deren ökologische Nachhaltigkeit, die er in einer Sitzung der Nahverkehrskommission der Stadt Straubing bereits skizzierend vorgetragenen hatte;


Wegen der weitaus besseren positiveren Energiebilanz von Freiland- Photovoltaikanlagen gegenüber der Agrosprit- oder Agrogas -Produktion aus nachwachsenden Rohstoffen aus der agrarindustriellen Intensivlandwirtschaft stellen diese einen bedeutsameren Beitrag zu einer ökologisch nachhaltigen Energiewende dar als der grossflächige „NAWARO“- Anbau. Zumal letzterer mit dem Makel der massiven Trinkwasserschäden als Nebenprodukt der nachwachsenden Rohstoffe aus der agrarindustriellen Intensivlandwirtschaft behaftet sei. Die Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen zur Erzeugung von Erneuerbaren Energien solle daher in erster Linie mittels Freiland-Photovoltaikanlagen erfolgen.


Betrieb und erst recht der Ausbau von Agrogasanlagen könnten allenfalls dann als akzeptabel betrachtet werden, wenn sie als echte Biogasanlagen mindestens nach den Kriterien des Grünes Gas Labels (GGL) unter Nutzung ökologisch sinnvoller ökologieverträglich gewonnener, also nach den Grundsätzen des kontrolliert-biologischen Landbaus, der umweltverträglichsten Art der Landbewirtschaftung, hergestellter Substrate bzw. mit zertifiziertem umweltverträglichen echtem Biogas als Biogas-BHKWs mit Abwärme-Nutzung mit flexibler Fahrweise abgestimmt mit Strom aus Wind und Sonne betrieben werden.


Biomasse und echtes Biogas könnten nur dann unter Ausnutzung ihrer Speicherbarkeit, somit ihrer dauerhaften Verfügbarkeit als speicherbare Energieträger ein wichtiger Baustein einer ökologisch nachhaltigen zukunftsfähigen Energiewirtschaft sein, somit nur dann, wenn sie Strom nur dann liefern, wenn Photovoltaik- und Windenergieanlagen nicht genügend liefern können.


Sollte eine Entscheidung für den „Bio“gas-Betrieb der Busflotte inclusive kommunaler Fuhrparke fallen, gälten dazu Mindestanforderungen, damit zukünftige Betrieb der Stadtbusse und kommunalen Fuhrparke wirklich nach der besten ökologischen Praxis erfolgen wird:


Neben der weitestmöglichen Minderung der Treibhausgasemissionen sei der „Bio“gas- Einsatz nur bei Landbewirtschaftung nach ökologischer „Best Practice“ sinnvoll und vertretbar. Daher bedürfe es der Ermittlung der voraussichtlich für den „Bio“gas- Betrieb der Fuhrpark- bzw. Busflotte benötigten Anbauflächen für die Substrate bei Landbewirtschaftung nach den Grundsätzen des ökologischen Landbau als gesundheits-, klima- wasser-, boden- und umweltverträglichster Form der Landwirtschaft.


Der so ermittelte Bedarf sei in dieser Grössenordnung mittels vertraglicher Regelungen mit verlässlichen Substrat-Anbauern bzw. Anlagenbetreibern zu sichern. So müsse sichergestellt werden, dass das für den Betrieb der Fuhrpark- und Busflotte benötigte „Bio“gas als echtes Biogas von diesen so ökologieverträglich wie möglich bewirtschafteten Anbauflächen stammen.