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BN Beste Voraussetzungen für flächensparendes Bauen auch beim Bebauungsplan Feiertagsacker / Westpark nutzen

BUND Naturschutz will verdichtete mehrgeschossige Bebauung auch bei Wohnbebauung und deutlich weniger Parkplätze


Gebot zu Bodenschutz und Flächenressourcenschonung hohe Beachtung schenken- ÖPNV-Erreichbarkeit durch ganztägigen Halbstundentakt auf Stadtbuslinie 3 sicherstellen


Wie es der BUND Naturschutz (BN) beim Bebauungsplan Breslauer Strasse / Donaumarkt kritisiert hatte, werden auch beim Bebauungsplan Feiertagsacker / Westpark die Möglichkeiten der Flächenressourcenschonung nicht ausgenutzt.


Hier wie dort baut ein und derselbe Investor mehrere Einkaufsmärkte und daneben, quasi am selben Standort, mehrgeschossige Praxen- und Bürogebäude. Bessere Voraussetzungen für flächensparendes Bauen seien kaum denkbar, die Geschäfte dort ebenerdig unterzubringen. die Praxen und Büros zum schonenden Umgang mit Grund und Boden aber in mehreren Obergeschossen über den Einkaufsmärkten anzuordnen statt daneben in Extra-Gebäuden mit zusätzlicher Flächeninanspruchnahme anzuordnen.


„Wenn Flächenressourcenschonung, flächensparendes Bauen auch nur irgendwie ernst genommen würde, wäre dies zu erwarten, damit an anderer Stelle zusätzliche Flächeninanspruchnahme vermieden wird“, so 2. BN-Kreisvorsitzender Johann Meindorfer.


Nachdem der Bebauungsplan auch eine Vielzahl von Parkplätzen vorsieht und auch hierdurch im städtischen Bereich ein enormer und nicht vertretbarer Flächenverbrauch verbunden wäre, sollten die Parkplätze entweder als Tiefgarage unter den oder als Parkdecks über den Gewerbegebäuden angeordnet werden. Für Verkehrs- Lager- und Abstellflächen, sofern dort kein Umgang mit wassergefährdenden Substanzen erfolgt, sowie in den wenig befahrenen Bereichen von Seitenstreifen und Wendeplatten solle eine wasserdurchlässige Bauweise mit einem Abflussbeiwert von maximal 0,6 verbindlich vorgegeben und deren Vollversiegelung durch Asphaltierung ausgeschlossen werden. Zudem müsse beim Unterbau von Strassen, Wegen und Stellplätzen aufbereitetes und gereinigtes Bauschutt-Granulat umgesetzt werden, damit Primärrohstoffe möglichst geschont werden können.


Als zwingendes Ausgleichserfordernis zum Schutz des Schutzgutes Wasser sieht man die Sicherstellung des Zubaus ausreichend dimensionierter Regenwasserzisternen für den Rückhalt und die Nutzung des anfallenden Dachflächenwassers anstelle von (auch energie-) aufwändig aufbereitetem Trinkwasser. „Die Notwendigkeiten zur Gefahrenabwehr und Schadensvermeidung sowie der Umsetzung des Vorsorge- und des Verursacherprinzips wurden durch die jüngsten Hochwasserkatastrophen vor Augen geführt. Dies erfordert bei jeglicher Neu- oder Wiederbebauung für den Verlust von versickerungsfähiger Fläche zumindest den Zubau ausreichend dimensionierter Regenwasserzisternen für den Rückhalt und die Nutzung des anfallenden Dachflächenwassers anstelle von energieaufwändig aufbereitetem Trinkwasser“, so der BUND.

 

Zur bestmöglichen Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln sei das Fahrtenangebot der Stadtbuslinie 3 zum ganztägigen Halbstundentakt zu verdichten. Dabei könnte die Linie in ihrem Westteil für die dann zusätzlichen Kurse in zwei Linienäste aufgeteilt werden, die halbstündlich versetzt den ganzen Bereich Alburg inclusive der Geiselhöringer Strasse bedienen könnten, so Meindorfer. Dazu müsse man auch den Bereich des südlichen Stadtgrabens, Am Platzl und Theresientor erschliessen.


Die Energieversorgung der Gebäude, soweit über erneuerbare Energien wie insbesondere Solarenergie hinaus erforderlich solle durch den Anschluss an ein entsprechendes Nahwärmenetz mit energieeffizienter Kraft-Wärme-Kopplung auf der Grundlage forstlicher Biomasse erfolgen. Dazu sollte die Möglichkeit der Nutzung der am Gebietsrand vorhandenen Geothermie-/Fernwärmeleitung geprüft und auch die mögliche Anbindung der anstehenden Neubebauung des nördlich der Bahnlinie liegenden ehemaligen „Mayr-Geländes“ berücksichtigt werden.