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BN-Kreisvorstand für starken Zubau von Dach- und Freiland-Photovoltaikanlagen statt agrarindustrieller Agrogas-Produktion

Dachflächen von Gebäuden in Eigentum oder Besitz der öffentlichen Hand, für Solarenergie- und Stromgewinnung nutzen


Weitaus bessere Energiebilanz als „Bio“gas-“anlagen - Echtes Biogas nur nutzen, wenn Photovoltaik- und Windenergieanlagen keinen Strom liefern - Gasantrieb der Straubinger Stadtbusse muss mit ökologieverträglich erzeugtem echten Biogas erfolgen


Miserable Verkehrspolitik für Verfehlen der Energiewende- und Klimaschutzzielen sowie für Zugausfälle verantwortlich


Bei seiner Novembersitzung am Montag erörterte der Kreisvorstand des BUND Naturschutz (BN) die schlechte Energiebilanz agrarindustrieller Agrogas-Produktion, das landläufig beschönigend als „Bio“gas bezeichnet wird. Deshalb müsste dessen Einsatz auf Bereiche beschränkt werden, wo dieses seine dauerhafte Verfügbarkeit als speicherbare Energieträger ausspielen kann.


Dem wirklich verantwortungsvoll ökologieverträglich gewonnenen Anteil an echtem Biogas müsse die Nutzung in der Zeit vorbehalten bleiben, wenn Photovoltaik- und Windenergieanlagen keinen Strom liefern können, betonte der 2. Kreisvorsitzende Johann Meindorfer. Und deshalb müssten wieder mehr Freiland-Photovoltaikanlagen zugelassen und gebaut und alle geeigneten Dachflächen von Gebäuden der öffentlichen Hand, für Solarenergie- und Stromgewinnung durch Solar- bzw. Photovoltaikanlagen genutzt werden. „So könnte auf gleicher Fläche viel mehr an Energie erzeugt und gleichzeitig dem Rückgang der Artenvielfalt und der Zerstörung von Biodiversität sowie der Schädigung von Grund- wie Trinkwasser entgegentreten werden“, führte BN-Kreisvorsitzender Andreas Molz auf den dauerhaften Schutz der kostbaren Naturgüter über. Es gelte daher auch, die

Eingrünungsflächen von Freiland-Photovoltaikanlagen zur dauerhaften Aufwertung der Landschaft zu nutzen. Daher müsse die Politik Hemmnisse für den Ausbau von Freiland-Photovoltaikanlagen beseitigen.


Weil mit einer Umstellung auf Erdgasantrieb letztendlich gesamtökologisch nichts gewonnen wäre, müsse der beschlossene Gasantrieb der Stadtbusse mit ökologieverträglich erzeugtem echten Biogas erfolgen. In der Sitzung der Nahverkehrskommission sei dies auf Meindorfers Vorbringen eigentlich zugesagt worden.


Der BN-Kreisvorstand konstatierte, dass die langjährige „miserable Verkehrspolitik“ für Verfehlen der Energiewende- und Klimaschutzzielen verantwortlich sei. Dies räche sich nun in Fahrzeug- sowie Personalmangel, der zu etlichen Zugausfällen auch im Straubinger Raum führte.


Statt vorausschauend den umweltverträglichsten Verkehrsträger Bahn samt ÖPNV zur attraktiven Alternative schlechthin zu Flugreisen und Autofahrten auszubauen, die man dringend als ein Rückgrat im Mobilitätssektor zu Klimaschutz brauche, pumpten alle bisherigen CSU-Bundesminister für Verkehr die meisten Finanzmittel weiter in den Fernstrassenausbau. Dabei räume die Klimawissenschaft mit der Hoffnung auf, dass über Informationskampagnen, die in marginalen Änderungen resultieren, die Klimaziele erreichbar sein könnten. Stattdessen sei ein Konsumwandel gefragt, der Strukturen wie auch den Verkehrsbereich umfasst. Die Klimakrise mache schnelles Handeln unverzichtbar.