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Sorgsamer umgehen mit Boden und Natur vor der Haustür

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BN-Kreisvorstand will flächensparende mehrgeschossige Bauweise am Feiertagsacker

Ausbau und durchgehender Halbstundentakt auf der Gäubodenbahn statt weiterer Durchschneidung des Labertals - Bedenken bezüglich Motorboothafen Waltendorf

Stellung für eine flächensparende mehrgeschossige Bauweise am Feiertagsacker für Wohnbebauung wie auch bei den Gewerbebauten bezog der BUND Naturschutz (BN) bei der Kreisvorstandsitzung am Dienstag. „Solange es keine Marktsättigung in einer Branche gibt, können wir nur möglichst objektiv auf jeden Standort bezogen auf die Einhaltung ökologierelevanter Mindeststandards pochen“, erklärte 2. BN-Kreisvorsitzender Johann Meindorfer. „Auch wenn Investoren für Gewerbebauten ein hohes eigenes Risiko tragen, muss vor einem Verdrängungswettbewerb gewarnt werden, der zu Lasten des Naturhaushaltes und der Allgemeinheit Investitionsruinen hinterlassen werde“, sagte BN-Kreisvorsitzender Andreas Molz.

Stadt Straubing darf dem Umgehungsstrassenbau von Geiselhöring ob südlich oder nördlich Haindlings mit einer Nordumfahrung Alburgs keinesfalls Vorschub leisten.

„Und da kommt man dann schnell zu den verheerenden negativen Auswirkungen unserer Wachstums-, Verschwendungs- und Überflussgesellschaft“, führte Meindorfer zum Kippen des deutschen Klimaziels für 2020 durch die Sondierer von Union und SPD über. Schon seit Jahren zeichne es sich ab, dass selbst die offiziell ausgerufenen völlig unambitionierten und halbherzigen Energiewende-, Biodiversitäts- und Klimaschutzziele grandios verfehlt werden, ohne dass dem tatkräftig und wirksam gegengesteuert und entgegengetreten wurde oder wird. Mit dem heute vielfach praktizierten Verkehrs-, Konsum- und Freizeitverhalten könne man sie gewiss ohnehin nicht schaffen. „Stärker als der Wille zum Umsteuern blieben die kurzsichtigen Profitinteressen der Energie-. Luftfahrt- und Automobilkonzerne sowie der Agrar-, Chemie- und Lebensmittelindustrie. Wohl behütet vom Schutzschirm der von ihren Lobbyisten fleissig und oft erfolgreich bearbeiteten und beackerten politischen wie ministeriellen Instanzen,“ so Meindorfer.

Einer weiteren Durchschneidung der Landschaft im Labertal durch eine Ortsumgehung Mallersdorf erteilt der BUND eine klare Absage. Stattdessen will man den Ausbau und einen durchgehenden Halbstundentakt auf der Gäubodenbahn verwirklicht haben und sieht dazu den Einsatz der hiesigen Politik beim Freistaat Bayern, bei der Bayerischen Staatsregierung gefordert. Molz plädierte für geschwindigkeitsdämpfende Umbauten der Ortsdurchfahrten und die Ausschöpfung aller Verkehrsvermeidungs-, Bündelungs- und Verlagerungspotentiale weg vom motorisierten Individualverkehrs (MIV) sowie dessen weitest mögliche Verlagerung auf die umweltverträglichsten Verkehrsträger des Umweltverbundes, Fuss- Rad-, Bahnverkehr und ÖPNV.

Schwere Bedenken hat man beim BN bezüglich eines geplanten Freizeitzentrums mit Motorboothafenanlage in der Gemeinde Niederwinkling im Bereich der alten Fähranlegestelle Waltendorf mit einer Vielzahl an Parkplätzen.