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Sorgsamer umgehen mit Boden und Natur vor der Haustür

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BN- und BI-Vertreter einig: Ob Haindling– Süd, weiter oder enger Südring - alle Umgehungstrassen führen zur Zerstörung der idyllischen Gegend von Geiselhöring

Politik und Behörden haben den nötigen Umstieg auf die umweltschonenden Verkehrsträger Bahn und Bus zu organisieren und zu befördern und keine kontraproduktiven unnötigen und schädliche Flächenfrass-Verkehrsprojekte durchzupeitschen,

Bei einer Befahrung per Bahn und Fahrrad der Knackpunkte der geplanten Trassenverläufe des Umgehungsstrassenbaus von Geiselhöring waren sich Vertreter des BUND Naturschutz (BN) und der Interessengemeinschaft (IG) „Gegen Haindling – Süd“ einig: Jede Trassenvariante, ob Haindling– Süd, weiter oder enger Südring - alle Umgehungstrassen führen zur Zerstörung der idyllischen Gegend von Geiselhöring. Diese Idylle um Haindling und den Eiglfurther Bach ist laut Josef Schweinböck unersetzbarer Teil der Naherholungsgebiete für die Geiselhöringer Bürger.

Er sowie Anti-Umgehungsstrassenaktivistin Angela Ramsauer wiesen auf die nötigen massiven Eingriffe in Naturhaushalt und Landschaft und Flächenverbrauch mit hohen Aufschüttungen bzw. tiefen Einschnitten hin, die das Landschaftsbild um Geiselhöring wie Haindling komplett veränderten. „Auch den Pilgerweg Via Nova zu den Haindlinger Kirchen“, ergänzte Schweinböck.

 

„Der BUND Naturschutz wird sich solcher Natur- und Landschaftszerstörung vehement entgegenstemmen“, sagte BN-Kreisvorsitzender Andreas Molz. Auch die Stadt Straubing dürfe dem mit einer Nordumfahrung Alburgs keinesfalls Vorschub leisten. Bei aktuell neu nachzuweisendem Bedarf sei einzig vertretbare Alternative die Optimierung der Regionaltrasse mit kleiner Umgehung von Hainsbach zum Verkehrssplitting Straubing von und nach Straubing, womit auch die Ortsdurchfahrt Hirschling entlastet würde. Im Sinne eines umwelt- und zukunftsverträglichen Verkehrssystems, zum erforderlichen Klimaschutz, zur Vermeidung eines unnötigen Flächenverbrauchs mit weiterer Durchschneidung der Landschaft im Labertal und zur Einsparung von Steuergeldern verlangen sie dagegen eine umgehende Sanierung und Beschleunigung der Gäubodenbahn / Labertalbahn mit Verdichtung der Zugfrequenz auf einen durchgehenden Halbstundentakt zur Verlagerung von entscheidenden Verkehrsanteilen von der Straße auf die umweltverträglichere Bahn.

Eine umgehende Sanierung und Beschleunigung der Gäubodenbahn / Labertalbahn auf ein gegenüber dem Autoverkehr konkurrenzfähiges Fahrzeit- und Geschwindigkeitsniveau fehle jedoch nach wie vor. Doch die könnte einige Umgehungsstrassenstücke und damit viel Landverbrauch erübrigen, wenn auch hier auf ökologieverträglich-nachhaltige Konzeptalternativen von Bahn und ÖPNV im Verbund gesetzt würde.

Damit, müsse ein durchgehender Halbstundentakt auf den KBS 930, KBS 931 und auf der Gäubodenbahn KBS 932 mit Anschlüssen an die künftig zweimal stündlich dort haltenden ALEX-, RE- bzw. „Flugha­fen­ex­press“- Züge einhergehen, die unterwegs die Stationen Obertraubling, Köfering, Hagel­stadt, Eggmühl, Neufahrn (Ndb.), Landshut, Moosburg und Freising bedienen werden mit erster Abfahrt in Regensburg gegen 03:15 Uhr am frühen Morgen sein, und letzter Abfahrt am Flughafen nach Mitter­nacht gegen 00:30 Uhr, so 2. BN-Kreisvorsitzender Johann Meindorfer.

Zum Gelingen einer ökologisch nachhaltigen Energiewende und zum Klima-, Lärm- und Gesundheitsschutz bedürfe es bekanntermassen attraktiver Angebote für Bus und Bahn, damit der Bereich der Mobilität durch die Vermeidung motorisierten Individualverkehrs und den Umstieg auf die und vorrangige Nutzung der umweltfreundlichsten Verkehrsträger Füsse, Fahrrad, Bus und Bahn, wo immer möglich, in entscheidendem Umfang zum Energiesparen als Schlüssel zum Klimaschutz beitragen kann.

Politik und Behörden hätten den nötigen Umstieg auf die umweltschonenden Verkehrsträger Bahn und Bus zu organisieren und zu befördern und keine kontraproduktiven unnötigen und schädliche Flächenfrass-Verkehrsprojekte durchzupeitschen, war man sich einig.

„Alle Energiewende, Nachhaltigkeits- und Klimaschutzziele werden gradewegs versemmelt, wie wir es gerade erleben müssen, wenn dabei der massive Umstieg vom Auto auf die umweltschonenden Verkehrsträger Bahn und Bus unterbleibt“, warnte Meindorfer.

Und BI-Frau Ramsauer pflichtete ihm bei: „Klimaschutzziele sind nur mit Elektromobilität allein nicht erreichbar, noch dazu wenn die E-Autos wie beim derzeitigen Strommix grossenteils mit Kohlestrom fahren“. Sie nutzte die Tour, um an die seitens Stadt Geiselhöring versprochene Ersatzbepflanzung der ausgeholzten Allee nach Haindling anzumahnen.