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BUND pocht auf Vorrang für Einsatz von Recyclingbaustoff bei staatlichen wie kommunalen Baustellen Grosse Einsatzpotenziale für Recyclingbaustoffe liegen brach und werden sogar für Baustrassen- bzw. Baustellenbefestigung nicht ausgeschöpft

Am Beispiel der staatlichen Baustellen des neuen TUM-Donau-Campus wie auch des NAWAREUMs in Straubing, wo ja laut Eigenwerbung „Nachhaltiker“ ausgebildet werden sollten, wiederholt der BUND Naturschutz (BN) seine Aufforderung zum vorrangigen Einsatz von Recyclingmaterialien bei der gesamten öffentlichen Hand, hier an das Staatliche Bauamt Passau. Dort wurde sogar für Baustrassen- bzw. Baustellenbefestigung ausschliesslich neues Schottermaterial verbaut statt aufbereitetes Bauschuttgranulat, wie es im Sinne eines nachhaltigen Umgangs mit Ressourcenschonung und Einsparung von Deponie-Kapazitäten erfolgen müsste. An kommunalen Baustellen gebe es ebenfalls viel Luft nach oben für den Einsatz von Recyclingbaustoff, verweist der 2. BN-Kreisvorsitzende und
stellvertretende Sprecher des BN-Landesarbeitskreises Abfall / Kreislaufwirtschaft / Ressourcenschonung, Johann Meindorfer auf den Wege-, Parkplatz- und Strassenbau in vielen Städten und Gemeinden über ganz Bayern hinweg, wo Kies oder Schotter als Neumaterial verbaut wurden und werden, obwohl für den jeweiligen Zweck aufbereitetes Recyclingmaterial genauso gut einzusetzen ist bzw. wäre. Viel zu oft noch werde Abbruchmaterial unter Wert in Lärmschutzwällen vergraben, für die genauso gut Aushubmaterial wie Bodenaushub zu verwenden wäre, obwohl man diese wiederverwertbaren Stoffe viel höherwertig alles Ersatzbaustoffe statt Kies oder Schotter verwenden und damit neue Wunden in der Landschaft durch Kiesabbau oder Steinbrüche vermeiden könnte.
Selbst bei dem unter Regie Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten geplanten
„landwirtschaftlichen Kernwegenetzes“ sehe es in Sachen vorrangiger Einsatz von Recyclingmaterialien duster aus, obwohl der BUND beim „Runden Tisch Entsorgung von mineralischen Abfällen und Bodenaushub“ thematisiert hatte.


Bei privaten gewerblichen Bauvorhaben sehe es „ganz krass“ aus, weil verbindliche Vorgaben dazu in den Baubauungsplänen fehlen.

Seit langem schon pocht der BUND Naturschutz (BN) auf den konsequenten Einsatz von Recyclingbaustoffen gerade bei Bauvorhaben im mengenmässig höchst relevanten Tiefbau der gesamten öffentlichen Hand. Dass die Quote für ein hochwertiges Recycling von Bauschutt, mit dem Primärrohstoffe wie Kies oder Schotter aus Steinbrüchen ersetzt werden können, bei nur rund 35 Prozent steckt, ist für den BN untragbar. Denn mit dem Einsatz von Recyclingbaustoffen gerade bei Bauvorhaben im mengenmässig höchst relevanten Tiefbau für Unterbau, Frostschutz- und Tragschichten von Strassen, Wegen und Stellplätzen können wertvolle Lebens- und Naturräumen mit ihrer Biodiversität vor Eingriffen durch weitere Kiesabbauflächen oder Steinbrüche bewahrt werden.
ebenso durch Einsparung von Deponieraum-Kapazitäten, was dem Erhalt von landschaftlichen und Naturschönheiten zugutekomme. Der BUND fordert von der gesamten öffentlichen Hand Gesetzesvollzug mit bestmöglicher und vollumfänglicher vorbildhaft-umweltverträglicher Beschaffungspraxis ein. „Dazu gehört, dass sie alle Einsatzpotenziale von Recyclingmaterialien auszuschöpfen haben, mit denen sehr oft hohe Energiesparpotenziale verbunden sind,“ erneuert Meindorfer eine grundlegende Forderung zum dauerhaft vorbildlichen Wirtschaften alle öffentlichen Stellen. „Das gilt für alle Bereiche der Beschaffungspraxis, von Recyclingbaustoffen bis Recyclingkunststoffen und Recyclingpapier aus 100 % Altpapier – da besteht in ganz Bayern erheblicher Handlungs- und Nachholbedarf“. Das Landwirtschaftsressort verweigere den Einsatz von Recyclingpapier aus 100 % Altpapier weitgehend, die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) komplett. Dabei ist bzw. wäre das eine der einfachsten Handlungsmöglichkeiten zur Energieeinsparung und angesichts des mengenmässig hohen Papierbedarfs der Staatsverwaltung höchst bedeutsam wie wirksam: wird doch für umweltverträgliches Recyclingpapier rund 60 % weniger Energie und Frischwasser benötigt als für die umweltbelastenden Frischfaserpapiere.

Fehlanzeige auf der ganzen Linie gebe es überdies bei der umfassenden Verwendung von Lebensmitteln und Getränke aus gentechnikfreier kontrolliert biologischer Erzeugung im Verpflegungsbereich bei allen staatlichen und kommunalen Einrichtungen und solchen mit kommunaler Beteiligung wie Kindergärten, Schulen, Seniorenheime, Kliniken, Theater, Stadthallen oder bei Volksfesten.


Und dies alles, obwohl der BUND sowohl die zuständigen Staatsministerien als auch die Landtagsabgeordneten davon in Kenntnis gesetzt hatte.


Für den BUND als führendem deutschen Nachhaltigkeitsverband steht fest, dass die deutliche Reduktion des absoluten Energieverbrauchs sowie nachhaltigeres Wirtschaften in allen Bereichen gefordert ist. „Nachhaltigkeit betrifft auch alle anderen Bereiche privaten wie öffentlichen Konsum- wie Mobilitätsverhaltens“, betont Meindorfer. "Und, klar, ganz vorne dran muss da die öffentliche Hand ran.“