Durchsuchen Sie unser Wissen

Zur Startseite

BN nimmt Stellung ...

  • Übersicht
  • Donauausbau
  • Hochwasser
  • Rettenbach
  • Windenergie SR-BOG

Sorgsamer umgehen mit Boden und Natur vor der Haustür

Aktuelle Pressemitteilungen

Pressemitteilungen 2019

Pressemitteilungen 2018

Pressemitteilungen 2017

Pressemitteilungen 2016

Pressemitteilungen 2015

Pressemitteilungen 2014

Drei CSU-Minister liessen Vorstoss Stromgewinnung in Einklang Naturraumaufwertung unbeantwortet

Neuer Anlauf: BN wendet sich an stellvertretenden Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber zu Photovoltaikanlagen - Initiative zur Vervierfachung der Photovoltaik erforderlich


Dachflächen von Gebäuden in Eigentum oder Besitz der öffentlichen Hand, für Solarenergie- und Stromgewinnung nutzen - Hemmnisse für den Ausbau von Freiland-Photovoltaikanlagen beseitigen - Vorstoss zum synergetischen Vereinen Stromgewinnung in Einklang mit der Naturraumaufwertung und zur Rettung der Bienen

 

Der BUND Naturschutz (BN) wendet sich an den stellvertretenden Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber, um eine Initiative zur Vervierfachung der Photovoltaik und zum dauerhaften Erhalt von Eingrünungsflächen bei Freiland-Photovoltaikanlagen auf den Weg zu bringen.


Man hatte schon im März 2011 (!) in einem Brief an Dr.Markus Söder, als er noch Bayerischer Staatsminister für Umwelt und Gesundheit war, um die Beseitigung von fachlich irrelevanten Hemmnissen für den Ausbau von Freiland-Photovoltaikanlagen in „ausgeräumten“ intensiv agrarisch genutzten Räumen wie dem Gäuboden gebeten.


Es gingen im März 2011 und auch 2012 Anschreiben an Dr. Marcel Huber, und dessen Nachfolgerin Umweltministerin Ulrike Scharf mit konkreter Bitte um Initiative zur umfassenden Ausnutzung aller geeigneten Dachflächen von Gebäuden in Eigentum oder Besitz der öffentlichen Hand, für Solarenergie- und Stromgewinnung durch Solar- bzw. Photovoltaikanlagen.


Zuletzt im Juni 2018 versuchte man mit einem Schreiben an deren Nachfolger Dr. Marcel Huber ein Tätigwerden der Staatsregierung in der Sache zu erwirken. Er hatte bereits in seiner früheren Amtszeit im April 2012 den diesbezüglichen BN-Antrag erhalten. Alle drei CSU-Minister liessen den Vorstoss zur Stromgewinnung in Einklang mit der Naturraumaufwertung Rettung der Bienen unbeantwortet; Antwort zu irgendeinem Tätigwerden oder dazu veranlassten konkreten Massnahmen bekam man nie. „Das stellt ein absolutes Armutszeugnis Freistaates inclusive der politisch Verantwortlichen in Sachen Energiewende. Klimaschutz und gleichermassen Trinkwasser- und Biodiversitätsschutz dar“; so Meindorfer.


In einem neuen Anlauf BN-Kreisvorstand wendet man sich nun an Bayerns neuen stellvertretenden Ministerpräsidenten

Hubert Aiwanger und den neuen Umweltminister Thorsten Glauber von den Freien Wählern.

Wegen der weitaus besseren positiveren Energiebilanz von (auch Freiland-) Photovoltaikanlagen gegenüber der Agrosprit- oder Agrogas-Produktion aus nachwachsenden Rohstoffen aus der agrarindustriellen Intensivlandwirtschaft stelle die Ausweisung und Ausweitung von Flächen als Sondergebiete für Freiland-Photovoltaikanlagen einen höchst bedeutsamen, ja viel bedeutsameren Beitrag zu einer ökologisch nachhaltigen Energiewende dar als der grossflächige „NAWARO“- Anbau, zumal letzterer mit dem Makel der massiven Trinkwasserschäden als Nebenprodukt der nachwachsenden Rohstoffe aus der agrarindustriellen Intensivlandwirtschaft behaftet ist.


Auch sollte, so der 2. BN-Kreisvorsitzende Johann Meindorfer den stellvertretenden Ministerpräsidenten und den Umweltminister, die Staatsregierung „den dauerhaften Erhalt von Teilen der festgesetzten Eingrünungsflächen sowie der darauf vorgesehenen Bepflanzung in größtmöglichem Umfang als Teil eines Biotopverbundes auch durch Flächenerwerb durch die öffentliche Hand sicherzustellen.“ Gemeinden könnten entsprechende Eingrünungs- (Teil)-Grundstücksflächen erwerben und dadurch einen massgeblichen Teil der festgesetzten Eingrünungsflächen sowie der darauf vorgesehenen Bepflanzung als Teil eines Biotopverbundes dauerhaft erhalten.


Die Zulässigkeit einer Entfernung der Gehölze bei Eintritt der Rückbauverpflichtung für die PVA bedeute aber, dass die Gehölze gerade dann wieder entfernt würden, wenn sie durch ihr höheres Alter und höheren Wuchs einen höheren ökologischen Wert als die Neuanpflanzung hätten. Dies könne zum einen aus arten- und naturschutzfachlicher Sicht nicht hingenommen werden und es wäre auch eine Verschwendung der finanziellen und natürlichen Ressourcen, die für eine nur übergangsweise Bepflanzung aufgewendet werden, ohne dass ein dauerhafter den Lebensraum steigernder Wert erhalten werde. Dies sei noch weniger hinnehmbar, weil eben die jeweils festgesetzten Eingrünungs-Maßnahmen den Erfordernissen einer Vielzahl rechtsgültiger Landschaftspläne sowie des Regionalplanes entsprechen würden, die sonst meist gar nicht zur Umsetzung kämen. Erhebliche Teile der Eingrünungs-Maßnahmen seien als Bestandteil linearer Biotopverbundsysteme mit lokalen Aufweitungen gut geeignet.


Es dürfe bei der Energiewende allgemein auch nicht mit dem blossen Austauschen eines Energieträgers gegen einen anderen sein Bewenden haben, zumal die fossilen Energieträger Kohle, Erdöl und Erdgas als Klimakiller bekannt seien. Zudem sei der Anbau nachwachsender Rohstoffe in Form der agrarindustriellen Intensivlandwirtschaft mit Schadstofffreisetzung in Form von massivem Pestizid- und Industriedüngereinsatz mit der Folge von Grund- zu Trinkwasserverschmutzung keine Alternative zum Energiesparen und zur deutlichen Erhöhung der Energieeffizienz.


Wegen der weitaus besseren positiveren Energiebilanz von (auch Freiland-) Photovoltaikanlagen gegenüber der Agrosprit- oder Agrogas-Produktion aus nachwachsenden Rohstoffen aus der agrarindustriellen Intensivlandwirtschaft stelle die Ausweisung und Ausweitung von Flächen als Sondergebiete für Freiland-Photovoltaikanlagen einen höchst bedeutsamen, ja viel bedeutsameren Beitrag zu einer ökologisch nachhaltigen Energiewende dar als der grossflächige „NAWARO“- Anbau, zumal letzterer mit dem Makel der massiven Trinkwasserschäden als Nebenprodukt der nachwachsenden Rohstoffe aus der agrarindustriellen Intensivlandwirtschaft behaftet ist. Und deshalb müssten wieder mehr Freiland-Photovoltaikanlagen zugelassen und gebaut und alle geeigneten Dachflächen von Gebäuden der öffentlichen Hand, für Solarenergie- und Stromgewinnung durch Solar- bzw. Photovoltaikanlagen genutzt werden. So könnte auf gleicher Fläche viel mehr an Energie erzeugt und gleichzeitig dem Rückgang der Artenvielfalt und der Zerstörung von Biodiversität sowie der Schädigung von Grund- wie Trinkwasser entgegentreten werden.,


„Dies zusammen, die Vervierfachung der Photovoltaik-Kapazitäten gleichlaufend mit dem dauerhaften Erhalt von deren Eingrünungsflächen würde die Chancen zum schnellsten Erreichen der Biodiversitäts- wie der Klimaschutzziele zur Rettung der biologischen Vielfalt und der natürlichen Lebensgrundlagen, synergetisch vereinen,“ bekräftigt Meindorfer die übergreifende Stossrichtung. Erneuerbare-Energieerzeugung mit Gesundheits-, Boden-, Grund- und Trinkwasserschutz, ja sogar mit einer Bereicherung und Aufwertung des Naturhaushaltes in Einklang zu bringen, was auch als Beitrag zum Stoppen des Vögel- und Insektenschwundes wirke.