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Es wird enger - frühzeitiges Tätigwerden in Sachen Recyclingbaustoffe zahlt sich aus - Nachzügler bleiben auf der Strecke

Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz warnt (!!!)ausdrücklich vor einer in der Mantelverordnung enthaltenen Einschränkung; die es aber dringend als Voraussetzung dafür bräuchte, dass endlich ein möglichst hochwertiges Bauschutt-Recycling voll in Gang kommt. Das geht offenbar nur bei knappem Deponieraum. Solange zu viel Deponieraum-Kapazitäten vorgehalten werden, fehlen Druck auf und Anreize für die Wirtschaft, sich da anzustrengen. Genauso fehlen Druck auf und Anreize für das BayStMUV, das bei der Wirtschaft - und ja sogar bei der gesamten öffentlichen Hand - durchzusetzen, was geboten ist: nämlich dass sie alle Einsatzpotenziale von Recyclingbaustoffen /-materialien auszuschöpfen haben, damit weniger Bauschutt zur Deponierung anfällt und Deponieraum-Kapazitäten möglichst lange vorhalten / ausreichen.


Es wird halt enger - frühzeitiges Tätigwerden zahlt sich aus, Nachzügler nicht nur in Sachen Recyclingbaustoffe bleiben auf der Strecke.


Das ist ein fast schon naturgesetzliches Regulativ, mit dem mal – wenn auch zu selten und spät - diejenigen belohnt werden, die die ihnen zukommende Vorbildfunktion und Vorreiterrolle wirklich wahrnehmen.


Das wird sich in fast allen ökologierelevanten Bereichen zeigen.


Ökologisch interessierten und orientierten Bauherren, die ökologisch unbedenkliche leicht hochwertig wiederverwertbare Baustoffe verwenden, wird das zugutekommen. Auf die anderen kommen neue hohe Kosten zu. Das gilt auch für die öffentliche Hand, die ja schon von Verfassung und Gesetzes wegen eine klare Vorbildfunktion und Vorreiterrolle umweltverträglicher Beschaffung zu erfüllen hätte.


Doch damit ist es nicht weit her, was nicht nur die mickrige Bauschutt-Recycling-/Verwertungsquote von nur rund 35 Prozent zeigt.


Weil man seitens der öffentlichen Hand zu wenig gezielte verbindliche Nachfrage nach Recyclingprodukten durch entsprechende Vorgaben bei Ausschreibung und Vergabe tätigt / auslöst und somit keine ausreichenden Impulse gibt für die Weiterentwicklung von Recycling- bzw. Herstellungsverfahren von Recyclingprodukten, wozu nun mal eine gewisse Mindestmengennachfrage nötig ist, damit sich die dafür nötig Optimierungen von Anlagen wie Verfahren für die jeweiligen Unternehmen rechnen. Recyclingunternehmen werden dann teils bei plötzlich auftretender Nachfrage sehr überrascht und können dann die entsprechenden Qualitäten nicht sofort liefern.


Es fehlt eben seit langem eine verstetigt wachsende Nachfrageentwicklung, mit der das Angebot stetig mitwachsen hätte können.


So wärs richtig: öffentliche Hand ist Vorreiter bei umweltverträglicher Beschaffung, die alle Aspekte und Facetten von Natur- und Umweltschutz sowie sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit inclusive Verteilungsgerechtigkeit und Tierwohl einzubeziehen hat.