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Fast 20 RadlerInnen erkundeten mit dem BUND die fast energieautarke Karmeliten-Brauerei und liessen sich deren Bio-Bier schmecken

Zu einer Führung durch die fast energieautarke Karmeliten-Brauerei mit deren Geschäftsführer Christoph Kämpf radelten am Montag fast TeilnehmerInnen mit dem BUND Naturschutz (BN). Um die ethisch-moralischen Grundsätze der klösterlichen Vorfahren zu leben, zu denen auch der schonende Umgang mit den natürlichen Ressourcen und die ökologische Verantwortung zählen, entwickelte die Karmeliten Brauerei zusammen mit ihren technologischen Partnern das Konzept der energieautarken Brauerei als zukunftsweisendes Modell der Brauerei des 21. Jahrhunderts. Zusammen mit den Arbeitsabläufen der Brauerei mit 30 Mitarbeitern stellte er deren Elemente vor:

Die Aufnahme der Kälte aus den Wärmepumpensystemen per Absorbertechnologie ist ergänzt um ein System zur technischen Erzeugung von Schnee, zur Gewinnung und Speicherung von Kälte aus der Atmosphäre (Ice Age). Herzstück des Verfahrens ist die Speicherung der Naturkälte in Form von technisch erzeugtem Schnee. Der Schnee erzeugt durch das Abschmelzen Kaltwasser, das Kaltwasser versorgt die Verbraucher innerhalb der Brauerei mit Kälteenergie.  

„Bei Ice Age wird der technische Schnee mit so genannten Schnee- oder Schneilanzen erzeugt. Diese Lanzen beschneien sehr energieeffizient und funktionieren auch noch bei Außentemperaturen über -2°.C. Nicht zuletzt sind Schneelanzen einfach im Aufbau, nahezu wartungsfrei und dementsprechend weniger kostenintensiv als Schneekanonen“, so Kämpf. Eine Mikrogasturbine als kompaktes Stromversorgungssystem generiere Wärme und Strom und reduziert die Spitzenlasten deckt die elektrische Grundlast ab. Sie bietet einen flexiblen Betrieb mit Biogas, Erdgas oder Mischung aus beiden.

Als Vorteile zeigte der Geschäftsführer die dezentrale Lösung mit viel dem eigenen Grundstück gewonnener Energie, hocheffiziente Technik, maximale Brennstoffausnutzung, minimale Emissionen sowie die deutliche Verringerung des CO2-Ausstosses auf.

Der Abfüllanlage bis zu 22000 Mehrwegflaschen pro Tag ist eine mehrstufige Reinigungs- und Prüfanlage vorgeschaltet, die durch sensorgesteuerten Abgleich mit Referenzbildern neuer Flaschen die dann noch äusserst wenigen unsauberen oder beschädigten ausschleust. Dass Karmeliten anders als die konzerngeführten Grossbrauereien auf das umweltverträgliche Mehrwegsystem setzt, hält den ökologischen Fussabdruck zusätzlich in Grenzen, genau wie der Vertrieb nur im 30-Kilometer- Umkreis.

Auf Nachfragen von drei Teilnehmern, wo denn Karmeliten-Bio-Bier erhältlich sei, verwies Kämpf auf etliche Edeka-Märkte in Straubing und Umgebung. „An der Karmeliten-Brauerei scheitert es gewiss nicht“; antwortete der Karmeliten-Chef auf das Vorbringen von 2. BN-Kreisvorsitzendem Johann Meindorfer, dass dieses Bio-Bier doch in den Bierzelten auf dem Straubinger Gäubodenvolksfest ausgeschenkt werden solle. Nachdem die kontrolliert biologische Landwirtschaft die gesundheits-, klima- und umweltverträglichste Form der Landbewirtschaftung und der Erzeugung von Lebensmitteln wie auch von Getränken darstelle, müsse das Bio-Angebot dort massiv ausgeweitet werden.

Der von Karmeliten-Brauerei auf ihrem Weg zur Energieautarkie angenommenen Vorreiterrolle im Klimaschutz zollten Meindorfer und BN-Kreisvorsitzender Andreas Molz hohe Anerkennung. Desto mehr als Karmeliten als regionaler mittelständischer Betrieb dafür viel längere finanzielle Amortisationszeiträume in Kauf nehme als es Brauereikonzerne je täten, wie Kämpf von bundesweiten Fachtagungen zu berichten wusste.

Infopakete zu Bio-Bier sowie zu umweltfreundlichem energiesparendem Bauen gibt es beim BN, Albrechtsgasse 3, Tel.: 09421/2512 oder straubing@bund-naturschutz.de gegen einen Kostenbeitrag von je 5 €  in Briefmarken oder gegen Vorabüberweisung auf das Konto des BN bei der Sparkasse Niederbayern Mitte, IBAN DE03 7425 0000 0000 461251, BIC BYLADEM1SRG mit vollständiger Absenderangabe und Stichwort „IP Bier bzw. Energiesparen / Bauen Gewerbe“.