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Grossflächige Grund- und Trinkwasserschäden durch agrarindustriellen Intensivlandwirtschaft in bedeutenden Teilen Bayerns nicht mehr ernsthaft zu verleugnen

Ich bin auch nicht dumm,“ sagte die CSU-Europaabgeordnete Monika Hohlmeier, die Tochter des langjährigen CSU-Chefs und Bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß, der uns dereinst die WAA als "nicht gefährlicher als eine Fahrradspeichenfabrik" unterjubeln wollte und ehemalige bayerische Kultusministerin, die uns vor 13 Jahren das G 8 als künftiges "Erfolgsmodell" angepriesen hatte, laut Bericht also. Im Leute-für-dumm-Verkaufen scheint die Frau sogar recht schlau, gewieft halt, wie das Zitat zur Nitratbelastung zeigt, dass die „Probleme eher in anderen Bundesländern … entstünden“. Fortführung der Strauß-/ Hohlmeierischen Familientradition? Die Probleme in den Grundwasserkörpern Bayerns können jedoch schwerlich in anderen Bundesländern entstanden sein. Die Schadstoffeinträge, die durch massiven Pestizid- und Düngereinsatz nicht nur die Biodiversität, den Boden, das Klima, die menschliche Gesundheit und auch über die Massentierhaltung das Grundwasser stark geschädigt haben und immer noch weiter in Gefahr bringen, erfolgen jeweils vor Ort. Auch in anderen Bundesländern. Aber eben auch in Bayern. Auch in einem bedeutenden Teil Niederbayerns mit intensiver Landwirtschaft. Grossflächige Grund- und Trinkwasserschäden durch agrarindustriellen Intensivlandwirtschaft in bedeutenden Teilen Bayerns zu verleugnen, ist nicht mehr ernst zu nehmen.


Jedoch hätten Frau Hohlmeier als Europaabgeordnete und die CSU durch Tätigwerden auf Europäischer und Bundesebene wie auch in Bayern zu Problemlösungen längst beitragen können: bei der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU, die bisher völlig verfehlte Anreize für LandwirtInnen wie auch mittelbar für VerbraucherInnen gibt. In Europa ist eine grundlegende Transformation der Agrarpolitik notwendig. Die in den kommenden Jahren zu beschließende neue Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU muss klare Anreize für eine umwelt- und sozialverträgliche sowie tiergerechte Landwirtschaft setzen. Die Zahlungen der ersten Säule sind öffentliche Gelder, die momentan nach dem Gießkannenprinzip verteilt werden. Die Kappung dieser Direktzahlungen ist seit langem gefordert, denn diese begünstigen die Agrarriesen, die Grossstrukturen, eben die agrarindustrielle Intensivlandwirtschaft


Mit ihren Subventionen, einer allein von der bewirtschafteten Fläche abhängigen Prämie, befördert die EU-Agrarpolitik daher die Intensivierung, Monokulturen auf Tausenden Hektar. Grossstrukturen in der tierquälerischen Massentierhaltung im Gefolge. Hohlmeier und die CSU hätten in, ja sogar weit über Bayern hinaus mit einem aktiven Tätigwerden und Einschreiten gegen die katastrophalen Fehlentwicklungen und Missstände in der Intensivlandwirtschaft inclusive tierquälerischer Massentierhaltung beherztem Einsatz viel Nötiges ausrichten können. Müssen! Doch nichts dergleichen kam von Ex-Agrarminister Christian Schmidt. CSU. Er hat sich gegen eine höhere Mittelumschichtung von der Ersten in die Zweite Säule ausgesprochen. „Die Landwirtschaft ist nicht die abgeleitete Funktion der Umweltpolitik“, erklärte Schmidt 2016. Was kam dazu von Hohlmeier? Hohles Negieren bis Verleugnen ohnehin weithin bekannter Missstände, um sich vor dem nötigen Tätigwerden zu drücken. Zu dumm (!): neue Tiefbrunnen landauf landab enttarnen, ja widerlegen jedwede Schönrednerei. Grossflächige Grund- und Trinkwasserschäden durch agrarindustriellen Intensivlandwirtschaft in bedeutenden Teilen Bayerns sind ausserhalb von CSU-Versammlungen nicht mehr ernsthaft zu verleugnen.