Zur Startseite

BN nimmt Stellung ...

  • Übersicht
  • Donauausbau
  • Hochwasser
  • Rettenbach
  • Windenergie SR-BOG

Sorgsamer umgehen mit Boden und Natur vor der Haustür

Aktuelle Pressemitteilungen

Pressemitteilungen 2019

Pressemitteilungen 2018

Pressemitteilungen 2017

Pressemitteilungen 2016

Pressemitteilungen 2015

Pressemitteilungen 2014

Kein Grund zur Entwarnung – Als „gute fachliche Praxis“ kann und darf nur die Bio-Landwirtschaft gelten

 Dass die Wasserversorger einen Ausgleich zahlen müssen, damit die Intensivlandwirtschaft ihren Schadstoffeinsatz auch nur etwas vermindert (!), ist geradezu eine Perversion des Verursacherprinzips in Gänze.

Zahlen müssen hierfür über den Trinkwasserpreis nämlich die Allgemeinheit, auch die Biokunden, die für anständig tierschutzgerecht und umweltverträglich produzierte Bio-Lebensmittel auch einen fairen anständigen, sprich höheren Preis zahlen und damit Umwelt, Natur- wie Staatshaushalt vor Belastungen bewahren. Es stellt dieses wie auch die Sozialpflichtigkeit des Eigentums auf den Kopf.

Diese gemeinnützigen Prinzipien gilt es (nicht nur) in Sachen Landwirtschaft einzufordern, endlich einzuführen und sicherzustellen, um die Sache ganz grundlegend wieder vom Kopf auf die Füsse zu stellen.

Jedes Wirtschaften, mithin jede Landbewirtschaftung hat auf eine gesundheits-, sozial- und ökologieverträgliche Art und Weise zu erfolgen, die Kollateralschäden an Gesundheit, Tierwohl sowie den Naturgütern Boden, Wasser und Luft als natürliche Lebensgrundlagen höchstmöglich, also weitestgehend, vermeidet. Das verlangt sogar Art. 141 der Verfassung des Freistaates Bayern. Das erfordert die Umsetzung der jeweils besten ökologischen Praxis. Bei der Landbewirtschaftung kann und darf daher als „gute fachliche Praxis“ nur noch die Bio-Landwirtschaft gelten.

Nachdem die kontrolliert biologische Landwirtschaft die gesundheits-, klima- und umweltverträglichste Form der Landbewirtschaftung und der Erzeugung von Lebensmitteln wie auch von allem anderen nachwachsenden Rohstoffen darstellt! VerbraucherInnen haben dabei von vornherein einen fairen anständigen Preis für anständig tierschutzgerecht und umweltverträglich produzierte Lebensmittel zu zahlen, der Landwirten ein anständiges Auskommen sichert. Ohne nur die fatale Wahl zwischen „Wachsen oder weichen“ zu haben – die verschärft nämlich auch das Artensterben in der Agrarlandschaft, befeuert das Insektensterben. Pseudolösungen für Probleme der agrarindustriellen Intensivlandwirtschaft wie Ausgleichszahlungen, die nach dem Giesskannenprinzip undifferenziert alle treffen, entfallen.

Die durchgängige Ökologisierung der Landbewirtschaftung, d.h. auf der ganzen agrarischen Produktionsfläche, ist ohnehin alternativlose Aufgabe zum Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen als Voraussetzung für Lebensqualität für alle.

Dabei steht die gesamte öffentliche Hand mit vollständig-umfassendem Einkauf gesunder gentechnik-, antibiotika- und giftfrei wie tierschutzgerecht erzeugter Bio-Lebensmittel und -Getränke in besonderer Verantwortung für den Schutz von Grund- wie Trinkwasser genauso wie für höchstmögliches Tierwohl in der Nutztierhaltung und der Fleischproduktion.

Auch soweit sie als Volksfest-Ausrichter und -betreiber fungiert. Als solcher hat sie nämlich die Pflicht, für ein umfassendes gesundes gentechnik-, antibiotika- und giftfrei tierschutzgerecht anständig fair erzeugtes Bio-Lebensmittel- wie Getränke-Angebot zu sorgen.

 

Denn eine Trinkwasserversorgung muss wieder flächendeckend ohne Tiefengrundwasser erfolgen können, das eine „eiserne Reserve“ für die Versorgung der Bevölkerung in besonderen Not- und Krisenfällen darstellt. Darstellen müsste.

Doch mit dem laufenden Anzapfen neuer Tiefbrunnen landauf landab, auch um Straubing herum im Landkreis Straubing-Bogen, passiert immer noch das Gegenteil, weil ja hier auch die agrarindustrielle Intensivlandwirtschaft unvermindert am Laufen ist, um u.a. einen überzogenen Fleisch- und Energiekonsum zu befriedigen.

Das enttarnt jede Entwarnung. nicht umsonst bestraft der EuGH Deutschlands Untätigkeit wegen zuviel Nitrat im Grundwasser.

Im übrigen: Auch der Schutz der Artenvielfalt, von Schmetterlingen, Bienen und Vögeln klappt nicht ohne durchgreifende Ökologisierung der Landwirtschaft sowie die Reduzierung des Flächen- und Energieverbrauchs. Mit Blühflächen allein lässt sich das Insektensterben nicht stoppen, umso mehr, als diese dazwischen auf den Äckern mit grossflächigem Pestizideinsatz weiterhin totgespritzt würden.

Politiker in Bund und Ländern werden, wenn sie sich noch einiges an Glaubwürdigkeit bewahren wollen, nicht um ein grundlegendes ökologisch nachhaltiges Umsteuern herumkommen. Um einen grundlegenden Umbau unseres auf dem Glauben an ein immerwährendes Wachstum beruhenden Wirtschaftssystems zu einer wirklich ökologisch-sozialen Marktwirtschaft, die vom vollständig umzusetzenden Vorsorge- und Verursacherprinzip sowie von Kostengerechtigkeit und Suffizienz (Befreiung vom Überfluss) geprägt ist. In der sich energiesparendes klima- und umweltfreundliches Verhalten aller rentiert und nicht das Verprassen von Ressourcen.