Durchsuchen Sie unser Wissen

Zur Startseite

BN nimmt Stellung ...

  • Übersicht
  • Donauausbau
  • Hochwasser
  • Rettenbach
  • Windenergie SR-BOG

Sorgsamer umgehen mit Boden und Natur vor der Haustür

Aktuelle Pressemitteilungen

Pressemitteilungen 2019

Pressemitteilungen 2018

Pressemitteilungen 2017

Pressemitteilungen 2016

Pressemitteilungen 2015

Pressemitteilungen 2014

Missstände in Massentierhaltungsanlagen und Schlachtbetrieben gerichtlich bestätigt

Dass es erschreckende Missstände in Massentierhaltungsanlagen und Schlachtbetrieben gibt, wurde zumindest in einem der Wiesenhof-Prozesse am Amtsgericht Straubing gerichtlich bestätigt: die in den Beweisanträgen des im kleinen Sitzungssaal 127 Angeklagten enthaltene Generalabrechnung mit den wohlbekannten Missständen und Praktiken der konventionellen Intensivtierhaltung, in den Schlachtbetrieben sowie in der agrarindustriellen Intensivlandwirtschaft wurden von der Richterin als „in der Sache wahr und zutreffend“ bezeichnet.

 

Auch der Beitrag der weit übermässigen Fleischproduktion und des weit übermässigen Fleischkonsums zum so rasanten Klimawandel und zu irreversiblen Schäden an Grund- wie Trinkwasser sowie an der menschlichen Gesundheit und der natürlichen Biodiversität ist als „in der Sache wahr und zutreffend“ bezeichnet und damit gerichtlich bestätigt worden.

 

Ja sogar die Vorwürfe des völlig unzureichenden politischen Tätigwerdens Sachen Klimaschutz und Gesundheitsschutz sind mit den gleichen Worten quasi gerichtlich geadelt worden.

 

Lahmer und dreister als jahrelanges behördliches wie politisches Nichtstun gegen vielfach dokumentierte Missstände geht`s eben fast nicht. Dass das die Justiz mehr und mehr auch so sieht, ist sehr sehr gut.

 

Diese gerichtliche Würdigung des berechtigten Protests gegen nachgewiesene verheerende gesellschaftliche wie politische Missstände passt nahtlos in die Meldungen neuer wegweisender Urteile, wonach das Filmen grausamer Zustände in Massentierställen grundsätzlich legal ist.

 

Das Oberlandesgericht Naumburg etwa sieht wie zuvor das Amtsgericht Haldensleben und das Landgericht Magdeburg den dabei ggf. begangenen Hausfriedensbruch als legitimes Mittel an, um Tierquälerei und Behördenversagen öffentlich zu machen.

 

Natürlich müssen Politik und Verbraucherschaft ran, um grausame Missstände in Massentierhaltungsanlagen und Schlachtbetrieben zu stoppen: jede Verbraucherin und jeder Verbraucher mit weniger Fleischkonsum: denn wo endet das Intensiv- und Massenhaltungstier nach seiner unsäglichen „Lebens“-Zeit und ihrer Reise sattelzugweise in Transportboxen zu den Großschlächtereien: am Grill, im Kochtopf, in der Bratröhre in viel zu vielen Küchen des „christlich-abendländischen“ Bayerns. Und indem sie nur qualitätvoll und tierschutzgerecht erzeugtes Bio-Fleisch kaufen, das wenigstens die EU-Bio-Mindestkriterien einhält.

 

Die Politik muss die EU-Bio-Mindestkriterien zu Tierwohl-Mindeststandards und damit Mindestanforderungen an die Tierhaltung erheben. Auf geht`s, GroKos!