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Staatliche Auszeichnungen müssen der besten nachhaltig-ökologischen Praxis vorbehalten bleiben: FAIR, REGIONAL, SAISONAL & BIO = OPTIMAL

Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat am 11. Mai zum 100jährigen Bestehen des Freistaats 54 Orte, Städte und Gemeinden als bayerische Genussorte in Bayern ausgezeichnet; insgesamt sind es 100.


Schade, dass die Auswirkungen der Art bzw. Qualität der landwirtschaftlichen Urproduktion auf die Umweltmedien / Naturgüter Pflanzen- und Tierwelt, Klima, Boden, Grund- wie Trinkwasser bei den besonderen „Spezialitäten und kulinarischen Schätzen“ keine Rolle dabei spielen. Dabei sollte heute, in einer Zeit, wo das Umweltbundesamt mit seiner Jahrespublikation deutlich macht, dass die heutige konventionelle Landwirtschaft eine ernstzunehmende Belastung für die Umwelt darstellt. Ob Boden, Gewässer, Luft, Tiere oder menschliche Gesundheit – auf all diese Bereiche wirkt sie sich negativ aus.


Man will mit dem Slogan „Bayern – das Land der Genüsse“ angeblich eine „Erhöhung der Nachfrage für regionale Premium-Produkte beim Verbraucher“.


Die beste nachhaltig-ökologische Praxis, die umweltverträglichste Art der landwirtschaftlichen Urproduktion ist jedoch klar die Landbewirtschaftung nach den Kriterien des kontrolliert biologischen Landbaus. Bitter nötig, um die bekannten Missstände und Auswüchse der konventionellen agrarindustriellen Intensivlandwirtschaft einschliesslich der Intensivtierhaltung zu beenden.


Darauf gilt es den Focus zu richten, wenn staatliche Auszeichnungen vergeben werden. Sie müssen strikt der besten nachhaltig-ökologischen Praxis vorbehalten bleiben.


Dabei soll es bei der „Premiumstrategie für Lebensmittel“, keine Rolle spielen, ob die besonderen „Spezialitäten und kulinarischen Schätze“ umfassend aus qualitätsvollen glyphosat-gift- tierqual-, antibiotika- und gentechnikfreien gesundheitlich unbedenklichen fair erzeugten und gehandelten Bio-Lebensmitteln und -Getränken hergestellt wurden?


Das erinnert an die inflationäre Verteilung der Auszeichnung als „Umweltschulen“ des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz. Beides Politshows, die vom eigenen Schleifenlassen bei den wirklich wichtigen Erfordernissen in Sachen Ökologisierung von Landbau und Lebensmittelerzeugung, Energiewende und Klimaschutz ablenken soll


Die Bayerischen Staatsministerien für Umwelt und für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten wollen dadurch ihr zu wenig- bis Nichtstun zu einer reellen Problemlösung beschönigen, verschleiern, vertuschen,


Beschönigendes Ausblenden der bekannten Missstände soll die Bayerische Staatsregierung vor dem nötigen – ja gegenüber den Lobbyisten des „Weiter-so“ auch lästigen Tätigwerden zur vorsorgenden Schadensvermeidung bewahren, so offenbar das ministerielle Kalkül dieser Friede-Freude-Eierkuchen-Botschaften und -Verleihungen. Gepaart mit dem inflationären Gebrauch positiv belegten Begriffen wie „nachhaltig“, „klimaneutral“ oder „biologisch abbaubar“, „kompostierbar“ für "Bio“-Plastiktüten, was nur seltenst wirklich berechtigt ist .


Da wird ja immer wieder auch die Vorsilbe "Bio“ strapaziert für Produkte, die in einer allen Kriterien des kontrolliert biologischen Landbaus zuwiderlaufenden Strukturen und Anbauweisen produziert werden: „Bioplastik“, „Bioenergie“, „Biogas“ oder „Biosprit“ haben mit biologischer Landbewirtschaftung rein gar nichts zu tun. Denn der „Bio“-Begriff ist nur für Bio-Lebensmittel und -Getränke EU-rechtlich geschützt wird aber immer häufiger für mit Pestiziden und Insektiziden behandelte konventionelle Nonfood-Produkte verwendet, weil er gut klingt, gut eingeführt und eben positiv belegt ist.


Und damit; mit solcher bewusst betriebenen Sprachverwirrung wie sie auch die Premiumstrategie für Lebensmittel ohne Bio-Standard und damit ohne Anspruch an glyphosat-gift- tierqual-, antibiotika- und gentechnikfreie gesundheitlich unbedenkliche fair erzeugten und gehandelte Ware ein Stück weit weiterführt, werden ernsthafte Anstrengungen zu wirksamem Klimaschutz, zu wirklicher sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit oder hier konkret zu wirklicher Ökologisierung von Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung entwertet. Wird die wertvolle Basis-Arbeit unserer Biobauern entwertet, indem man in der „Premiumstrategie für Lebensmittel“ Lebensmittel aus heutiger konventionelle Landwirtschaft zu „hochwertige Lebensmitteln“ erklärt, nur weil sie „regional“ erzeugt wurden. „Regional“ können jedoch auch die Eier oder die Masthähnchen aus der 20 Kilometer entfernten Geflügel-Intensivhaltung, das Brot oder Bier aus x-mal gespritztem Getreide von 10 Kilometer entfernten Äckern etc. sein. „Regional“ allein kann daher kein Qualitätskriterium staatlicher Auszeichnungen sein.


Diesen Anspruch hat man an den wohlklingenden und daher gern verwendeten Begriff „klimaneutral“ zu stellen. Der wird wie der ebenfalls positiv belegte Begriff „Nachhaltigkeit“ inzwischen für alles Mögliche gerne und inflationär verwendet und


Sollte es dann doch einmal aufkommen bzw. sollte draufkommen, lässt sich ja praktischerweise alles irgendwie irgendwo fernab „kompensieren“ …


Bio-Landwirtschaft sowie glyphosat-gift- tierqual-, antibiotika- und gentechnikfreie gesundheitlich unbedenkliche fair erzeugten und gehandelten Bio-Lebensmittel und -Getränke müssen zur Normalität. zum Normalfall werden.


Das haben Politik, Bundes- wie Bayerische Staatsregierung und Behörden, zu fördern, zu befördern. Mit ernsthaftem engagiertem Einsatz für hinreichende Verteilungsgerechtigkeit. ökologisch-soziale Kostenwahrheit und Kostengerechtigkeit sowie das Vorsorge- und Verursacherprinzip über ein Intelligentes ökologisch-soziales Steuersystem, das zu ressourcen- und energiesparendem umweltverträglichem Konsum- und Verkehrsverhalten anspornt.


Vor allzu breit gestreuten staatlichen Auszeichnungen und der Vorsilbe "Bio“ also immer auf der Hut sein!

Dem Gentechnik-, Glyphosat- und sonstigem Gift-Risiko entgehen kann man allerdings mit Bio-Lebensmitteln und -Getränken, da ist das Bio-Siegel ein verlässliches aussagekräftiges Qualitätskriterium. Deren Angebot wie Absatz zu fördern wäre eigentliche Aufgabe der Politik, MinisterInnen, ihrer Ministerien und Behörden. Und dafür Sorge zu tragen, dass die gesamte öffentliche Hand einschliesslich aller Schulen ihrer Verpflichtung zur durchgängig umfassenden umweltfreundlichen und fairen Beschaffung nachkommt, auch was glyphosat-, gift- tierqual-, antibiotika- und gentechnikfreie gesundheitlich unbedenkliche fair erzeugten und gehandelten Bio-Lebensmittel und -Getränke betrifft.