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Stadt soll Ortsumfahrung Alburg fallen lassen, um Durchschneidung der Landschaft im Labertal keinen Vorschub zu leisten Politik muss durchgehenden Halbstundentakt im Regionalverkehr auf den Zulaufstrecken von und nach Straubing einfordern

BUND strikt gegen Leid von „Nutztieren“ - Bericht vom Erörterungstermin am Landratsamt zur Hähnchenmaststallerweiterung


Die weitere Durchschneidung der Landschaft im Labertal hat der Kreisvorstand des BUND Naturschutz (BN) bei seiner Sitzung am Montag als weitere massive Landschafts- und Naturzerstörung klar abgelehnt. Damit dieser nicht noch weiter Vorschub geleistet werde, müsse die Stadt Straubing die von ihr bisher gewollte Ortsumfahrung Alburg fallen lassen. Kreisvorsitzender Andreas Molz plädierte für geschwindigkeitsdämpfende Umbauten der Ortsdurchfahrten und die Ausschöpfung aller Verkehrsvermeidungs-, Bündelungs- und Verlagerungspotentiale weg vom motorisierten Individualverkehrs (MIV) sowie dessen weitest mögliche Verlagerung auf die umweltverträglichsten Verkehrsträger des Umweltverbundes, Fuss- Rad-, Bahnverkehr und ÖPNV.


Dazu sei generell ein durchgehender Halbstundentakt im Regionalverkehr auf den Zulaufstrecken von und nach Straubing nötig. „Den muss die hiesige Politik die Bevölkerung Straubings und des Landkreises Straubing-Bogen vehement einfordern, so. 2. Kreisvorsitzender Johann Meindorfer. Die Gäubodenbahn müsse Anschlüsse mit kurzen Umsteigezeiten von allen und in alle ALEX-, Regionalexpress (RE)- sowie agilis-Regionalzügen, die in Neufahrn halten bzw. zukünftig durch die erweiterte Flughafenanbindung halten werden, erhalten.


Er berichtete vom Erörterungstermin am Landratsamt zur Hähnchenmaststallerweiterung in Strasskirchen. Die Schweiger Agrar GbR hatte 83.500 Mastgeflügelplätze in der konventionellen bzw. 60.500 Tierplätze in der Haltungsform „Privathof-Geflügel“ beantragt. Nun wolle sie nur noch 60.500 Tierplätze in der Haltungsform „Privathof-Geflügel“, wo immerhin mehr Platz pro Tier zugestanden würde. Für den BUND Naturschutz müssten die Haltungsbedingungen mindestens den Vorgaben der EU-Bio-Verordnung für eine durchgängig tiergerechtere Haltung von Nutzvieh vor als in der konventionellen Landwirtschaft entsprechen hielt Meindorfer die BN-Einwendung beim Erörterungstermin aufrecht.


Doch als Kompromisslinie bestünde seitens des BUND Einverständnis mit der weiteren Flächeninanspruchnahme für zusätzliche Gebäude, wenn für den Tierbestand in der vorhandenen Grössenordnung zusätzliche Gebäude errichtet würden, die mit einer Besatzdichte von maximal 24 kg/ m² das Platzangebot für jedes einzelne dort gehaltene Individuum nahe an den EU-Bio-Mindeststandard deutlich erhöhen und dabei zusätzlich ein Auslaufbereich geschaffen würde, um zumindest eine tendenzielle Verbesserung für den Tierbestand der vorhandenen Mastanlage zu erreichen. Es gehe nicht an, dass Nutztiere in der industriellen Massentierhaltung unter artwidrigen Umständen gehalten werden, um einen weit übertriebenen bis sogar gesundheitsschädlichen Fleischkonsum in weiten Teilen unserer Gesellschaft aufrechtzuerhalten. Dieser heize zusammen mit Futtermittelimporten aus weit entfernten Weltregionen wie von Soja, das häufig auf Flächen angebaut wird, für die vorher Regenwald gerodet wurde, und Fleischresteexporten aus Massentierhaltungsanlagen in ärmere Weltregionen, Klimawandel und Fluchtursachen mit an.