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Es gibt sie schon flächendeckend, die Milch, die wirklich zu allen fair ist: Bio-Milch und Bio-Milchprodukte

Die Faire Milch – Neues Verkaufskonzept für Hoffnungsschimmer für Milch

Die Milch, die wirklich zu allen fair ist, gibt es praktisch schon flächendeckend in Bioläden und auch in den Kühlregalen einigermassen gut sortierter Supermärkte: zertifizierte Bio-Milch und Bio-Milchprodukte wie Käse, Joghurt, Sahne, Quark und Sauerrahm aus kontrolliert biologischer (ökologischer) Erzeugung. Sie ist fair zur den Tieren durch höhere Tierschutzstandards in der Bio-Landwirtschaft, fair zum Erzeuger durch höheren Milchpreis, der auch den höheren Arbeitsaufwand entlohnt, fair zur Verbraucherschaft und fair zu Umwelt und Natur. Weil die Bio-Landwirtschaft naturschonender produziert, den Einsatz von Gentechnik und Chemikalien vermeidet und dadurch die menschliche Gesundheit, den Boden und das Grundwasser (somit auch unser Trinkwasser) schont und vor Schadstoffeinträgen bewahrt.  Die Begriffe „Bio“ oder „Öko“ sind im Zusammenhang mit Lebensmitteln durch die EG-Öko-Verordnung gesetzlich geschützt. Bei Molkereien und Käsereien, die aufgrund ihrer Mitgliedschaft in einem Bio-Verband zusätzliche Anforderungen erfüllen, werden die Produkte mit einem Logo des entsprechenden Verbandes gekennzeichnet. Gesunde Milchkühe sind die Basis für hochwertige Bio-Milchprodukte. Bio-Futter möglichst vom eigenen  sowie Tiergerechte Lebensbedingungen wie ausreichend Auslauf und Weideflächen sowie viel frische Luft und hoher Stallkomfort tragen dazu bei, die Gesundheit und Fruchtbarkeit der Tiere zu erhalten. Im ökologischen Landbau wird ein möglichst geschlossener betrieblicher Nährstoffkreislauf angestrebt: Viehhaltung und Ackerbau müssen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Alle landwirtschaftlichen Zutaten, die der Milch in der Molkerei bei der Verarbeitung zugegeben werden, sind zertifizierte Bio-Produkte, unter anderem Gewürze, Kräuter und Früchte, etwa bei Fruchtjoghurts. Alle Zutaten werden deklariert; als Aromen sind generell nur natürliche Aromen zugelassen. Naturidentische oder künstliche Aromen dürfen in Bio-Produkten nicht verwendet werden. Die handwerkliche Milchverarbeitung verzichtet auf konservierende Zutaten oder Rindenbehandlungsmittel für Käse wie Natriumnitrat (Salpeter, E251) und Natamycin (E235). Ebenso sind gentechnisch veränderte Organismen und deren Derivate im Öko-Landbau verboten, wie etwa zur Milchgerinnung gentechnisch hergestelltes Labferment. Das sind durchaus entscheidende Unterschiede zur konventionellen Massen-Milchproduktion. Deshalb leistet jede Kundin, jeder Kundin, der von konventionellen zu Bio-Produkten umsteigt, einen Dienst für sich und auch für die Allgemeinheit. Das gilt auch für jede Landwirtin, jeden Landwirt, die oder der den Betrieb auf Öko-Landbau umstellt.

Bund Naturschutz Kreisgruppe Straubing-Bogen

Johann Meindorfer        Stellv. Kreisvorsitzender