Zur Startseite

Umweltbildung

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen 2019

BN nimmt Stellung ...

  • Übersicht
  • Donauausbau
  • Hochwasser
  • Rettenbach
  • Windenergie SR-BOG

Im Abfall steckt mehr Energie als nur der Heizwert

Getrennt Wertstoffe sammeln ist Beitrag zum Energiesparen - BN fordert Bestandsschutz für eingespielte kommunale Wertstoffhof-Bringsysteme mit sortenreiner Erfassung undunterstützt Vorstösse des ZAW - Alu-Recycling spart 95 % Energie gegenüber Neuherstellung - Recyclingpapier aus 100% Altpapier mehr als zwei Drittel

Die effektive Erfassung von Wertstoffen erfordert eine getrennte Sammlung und die Bereitschaft der Bevölkerung, bei dieser mitzumachen, ist der Bund Naturschutz (BN) überzeugt und ruft dazu auf, diese sortenrein getrennt zu sammeln und möglichst zu den vorhandenen Wertstoffhöfen zu bringen. Auf diesem Wege werden diese Wertstoffe mit hoher Sortenreinheit erfasst, was sich günstig auf die werkstoffliche Verwertung auswirkt. Bei der getrennten Erfassung der Leichtverpackungen auf Wertstoffhöfen entstehen kaum Sortierreste, und die effektiven Verwertungsquoten sind hoch. Dadurch lassen sich Rohstoffe und Energie in beträchtlicher Menge einsparen, gerade auch im Vergleich mit der Verbrennung.

Ein Nebeneinander von öffentlich-rechtlicher und privater Sammlung von Wertstoffen sei dabei kontraproduktiv. Daher ruft der BN die Politik auf, bei der Regelung der Verpackungsentsorgung zum Bestandsschutz für eingespielte kommunale Wertstoffhof-Bringsysteme mit sortenreiner Erfassung auf. Man begrüßt dabei auch, dass die beiden kommunalen Spitzenverbände ihre Bereitschaft ausgedrückt haben, mit der privaten Entsorgungswirtschaft zusammenzuarbeiten. Kommunen können nach Auffassung des BN durchaus Dritte mit der Durchführung der Sammlungen beauftragen, tragen aber die Verantwortung für die Abfallsammlung als Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Insofern unterstützt die BN-Kreisgruppe Straubing-Bogen auch die Vorstösse des ZAW gegen eine unnötige Konkurrenzierung des von diesem aufgebauten Bringsystems durch private Entsorger. Eine weitere Wertstofftonne sei nicht nötig, allerdings die zusätzliche getrennte Sammlung und Verwertung von stoffgleichen Nichtverpackungen, also Gebrauchsgegenständen aus Kunststoff auf den Wertstoffhöfen. Auf die Notwendigkeit, dass Papier/Pappe/Karton, Altglas und Bioabfälle auf jeden Fall getrennt voneinander und von anderen Abfallfraktionen zu erfassen sind, da anderenfalls durch die Vermischung dieser Abfallfraktionen Verschmutzungen nicht zu vermeiden sei, weist der BN auch hin.

Alle BürgerInnen ruft der BN dazu auf, Kunststoffverpackungen wie Joghurtbecher aus PS/PP ebenso wie gekennzeichnete PE-Behälter oder PE-Folien, Styroporteile und Verpackungschips, aber auch nicht näher gekennzeichnete „Mischkunststoffe“, Weißblechdosen, Aluminium und Alu-Verbunde getrennt zu sammeln und zu den Wertstoffhöfen zu bringen. Gebrauchte Verpackungen aus Aluminium und Alu-Verbunden wie Joghurtbecherdeckel, Fischdosen, Alu-Kunststoff-Tüten oder Alu-Haushaltsfolie sein nicht nur wertvolle Sekundär-Rohstoffe für neue Alu-Produkte. Auch enthalten Sie eine enorme Herstellungsenergie, die beim Recycling ausgenutzt werden kann: Für die Erzeugung von einem Kilogramm Primäraluminium sind heute rund 13,5 Kilowattstunden Strom erforderlich. Die einmal eingesetzte Energie bleibt im Metall gespeichert und wird im Recyclingprozeß "reaktiviert". Aufgrund des niedrigen Schmelzpunktes (660° C) sind nur fünf Prozent der ursprünglich eingesetzten Energie beim Recycling von Aluminium erforderlich, so Johann Meindorfer vom BN. Daher lohne sich die Wiederverwertung von Aluminium und Alu-Verbunden auch energetisch, weil sie gegenüber der Neuherstellung rund 95 % der Herstellungsenergie einspart. Für Recyclingpapier aus 100% Altpapier etwa werde nur ein Drittel an Energie und ein Sechstel an Frischwasser benötigt wird als für die umweltbelastenden Frischfaserpapiere. Daher gebe es eine klare Aufforderung zum Einsparen von versteckter Energie: „wir müssen die Einsatzpotentiale von Recyclingpapier ausreizen“.  Ein Infopaket zu Wertstoffen und Elektronikschrott gibt es beim BN gegen Briefmarken oder Vorab-Überweisung von 3 € auf das BN-Konto 461251 bei der Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 mit genauer Absenderangabe und Kennwort „IP Wertstoffe“. Bestellung ist möglich unter Tel. 09421/2512, Fax 09421/963910 oder unter straubing@bund-naturschutz.de. Gegen Spende erhältlich sind die Broschüren bei Abholung beim Bund Naturschutz, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr sowie Samstag von 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr.

Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer

2. Kreisvorsitzender