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BN: Grillspass mit Öko-Anspruch bietet Party-Stimmung im grünen Bereich

Porzellan statt Pappe - Holzkohle nur aus heimischer Produktion – Vegetarisches oder Bio-Würstl und Bio-Fleisch auf dem Grill statt Massenware

Gesunde Biokost zählt heute zum Einmaleins der Gastfreundschaft. „Bieten Sie auch genügend fleischlose Gerichte und alkoholfreie Getränke an“, empfiehlt der Bund Naturschutz (BN). „Soll Fleisch dabei sein, meiden Sie Billigware aus dem Selbstbedienungsregal der Discounter, die quasi immer aus Massentierhaltung mit Gentechnikfutter kommt“. Man könne halb und halb gegrilltes Gemüse und Grillfleisch vom Bioladen anbieten und damit in Sachen Tierschutz und Klimaschonung Flagge zeigen. Bio-Getränke in Mehrwegflaschen seien ebenso ein Muss für die Esskultur wie Porzellangeschirr, Gläser, Metallbesteck und Stoffservietten. Wie die Aktion „Rettet den Regenwald“ ruft der BN dazu auf, nur Holzkohle aus heimischer Produktion zu kaufen, die meiste werde nämlich aus den Tropen und aus Osteuropa importiert und hierzulande lediglich abgefüllt,  etwa 200.000 Tonnen jährlich.

Auch oberhalb des Grillrostes sehe es nicht besser aus: Die Grillsteaks stammten ebenso häufig aus Argentinien, Brasilien und Paraguay, die zu den größten Rindfleischexporteuren weltweit gehören. Und Fleisch aus europäischer Produktion sei meist ebenso schädlich, weil die Tiere mit importiertem Sojaschrot gemästet werden, „Für unseren Hunger nach Fleisch fressen sich die Monokulturen immer tiefer in die tropischen Wald- und Savannengebiete hinein“, warnen „Rettet den Regenwald“ und BN. , Wer bei der sommerlichen Grillparty Bio-Würste auflegen möchte, kann in den Kühlregalen der Bio-Läden mittlerweile eine große Auswahl aus ökologisch-verantwortlicher Herstellung finden. Gerade bei agrarindustriellen Grossbetrieben sei eine den Lebewesen Leid zufügende Massentierhaltung an der Tagesordnung, ob in grossen Hähnchen- oder Schweinemastbetrieben oder auch der Legehennenhaltung. Jede Vegetarierin und jeder Vegetarier erspare den Tieren entsprechendes Leiden und der Umwelt durch seinen Fleischverzicht klimaschädliche Emissionen von Methangas und spart ebenso Energie in der Nahrungsmittelproduktion ein, da der direkte Verzehr von pflanzlichen Lebensmitteln energieintensive „Veredelungsprozesse“ etwa von Getreide in Fleisch vermeidet, die gerade in der industriellen Massentierhaltung und Nahrungsmittelindustrie oft mit weiten Transportwegen verbunden ist. Vegetarisch Grillen mit Bio-Soja-Würstchen oder Bio-Gemüse sei daher im Sinne von Mensch und Tier optimal. Und alle Fleisch-Griller sollten statt Billig-Fleisch vom Discounter lieber qualitätvolles und tierschutzgerecht erzeugtes Bio-Fleisch kaufen. Das BN-Infopaket „Party.Grillen“ gibt es mit zehn Tipps für die grüne Party beim BN in der Albrechtsgasse 3 in Straubing gegen eine Spende, Montag bis Freitag von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr, samstags bis 14.00 Uhr. Zugesandt wird es gegen 3 € (auch in Briefmarken) oder Vorabüberweisung von 3 € auf das Konto des BN 461251 bei der Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 mit Kennwort „IP Party/Grillen“ und vollständiger Absenderadresse; Bestellung unter Tel. 09421/2512, Fax 09421/963910 oder straubing@bund-naturschutz.de. Unter www.bund-naturschutz.de gibt es weitere Tipps und Infos, ebenso unter www.regenwald.org, wo man auch einen offene Brief an die Ketten deutschen Supermärkte, Bau- und Gartencenter, Tankstellenbetreiber unterzeichnen kann mit der Aufforderung und Bitte, sämtliche Holzkohle aus dem Verkaufssortiment zu nehmen, die aus (sub)tropischen Ländern stammt.

Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer