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Folgen intensiv-industrieller Landwirtschaft mit Pestizideinsatz und Massentierhaltung nicht zu verleugnen

Die erschreckenden Pestizidfunde in "konventionellem" Obst und Gemüse und die aktuellen Dioxinfunde bei Greenpeace-Recherchen zeigen, welche Folgen intensiv-industrieller Landwirtschaft mit schon üblich gewordenem Pestizideinsatz und Nutztierhaltung in tierunwürdigen Massentierhaltungsanlagen mitten unter uns zeitigen.

Dass die Regierung von Ethik, christlichen Werten, Nachhaltigkeit und Schöpfungsverantwortung schwafelt und Millionen Nutztiere in trostlosen Massentierbunkern dahinvegetieren, zu deren weiteren Zubau bezahlte Berater der Regierung den Landwirten auch noch raten, das gehört sich nicht, das ist ein himmelschreiender Skandal.

Dass die Massentierbunker als "Landwirtschaft" gelten und damit etliche Vorrechte geniessen wie privilegiertes Bauen im Aussenbereich, Bonus für die Gülle, wenn sie zur Biogasproduktion verwendet wird, dass dem bisher reinrassigen Bundesprogramm Ökologischer Landbau mit geringer Budgetausstattung nun auch noch die Förderung industrieller Tierhaltung, Agro-Gentechnik und Pestizideinsatz untergejubelt werden sollen,  das gehört sich nicht, das ist eine Unverschämtheit.

Tiertragödien durch tierquälerische Massentierhaltung gilt es Einhalt zu gebieten, da ist jede und jeder von uns gefordert: die politisch und behördlich Verantwortlichen, dass sie diese tier-unwürdigen und ethisch verwerflichen Missstände nicht erlauben oder sogar privilegieren, ihr also sogar Vorrechte einräumen. Genauso aber jede Verbraucherin und jeder Verbraucher: denn wo endet das Intensiv- und Massenhaltungstier nach seiner unsäglichen "Lebens"-Zeit und der Reise zu den Grossschlächtereien: am Grill, im Kochtopf, in der Bratröhre in viel zu vielen Küchen des "christlich-abendländischen" Bayerns, Deutschlands, Europas... Und die Massenhaltungs-Eier finden sich nicht nur in den Eierschachteln wieder, sondern auch als Flüssig-Ei in den Nudeln, im Fertigkuchen aus dem Supermarkt  Es gilt: kein Ei aus Quälerei, auch keines in Fertigprodukten! Das gelingt durch den gezielten Einkauf von Bio-Lebensmitteln. 

Nachdem die kontrolliert biologische Landwirtschaft die gesundheits-, klima- und umweltverträglichste Form der Landbewirtschaftung und der Erzeugung von Lebensmitteln wie auch von allem anderen nachwachsenden Rohstoffen darstellt, muss diese vor allen anderen gefördert werden. Dies gerade in volkswirtschaftlicher Hinsicht, um Folgeschäden an Klima, Boden, Grundwasser und tierischer wie menschlicher Gesundheit von vornherein zu vermeiden, was in jedem Fall günstiger kommt als nachträgliche Reparaturversuche mit
ungewissem Ausgang. Dringend erforderlich und angebracht dabei: das gezielte Angebot von Lebensmitteln und Getränke aus kontrolliert biologischer Erzeugung bei der Verpflegung in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kliniken, Schulen oder Kindergärten.

Da haben Staat, Landkreise, Städte und Gemeinden die gesundheitliche Vorsorge- und Vorbildfunktion der öffentlichen Hand zu erfüllen. Das gilt exemplarisch etwa für das aktuelle "Schulfruchtprogramm".


Bund Naturschutz Kreisgruppe Straubing-Bogen
Johann Meindorfer
Stellv. Kreisvorsitzender