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Über 40 Igelfreunde bauten mit dem BN Ast- und Laubhaufen als Unterschlupfmöglichkeiten im Straubinger Stadtpark

Bester Schutz für den Igel: Naturnaher Garten ohne Zaunsockel, Laubsauger und Laubgebläse - Keinesfalls Milch geben!

Über 40 Igelfreunde fanden sich am Samstag im Stadtpark ein und bauten mit dem Bund Naturschutz (BN) Bau von Ast- und Laubhaufen als Unterschlupfmöglichkeiten für Igel. Leiterin der BN – Kindergruppe „Entdecker“ Lisa Heinicke und Diplom-Biologe Dr. Martin Werneyer leiteten grosse und kleine Tierfreunde an und gaben Tipps, wie man vor allem mit einem igelfreundlichen Garten dem Wildtier Igel Schutz und Hilfe leisten kann: Durch naturnahe Gartengestaltung und Anlage von Laub- und Reisighaufen. Durchlaufende Zaunsockel und Gartenmauern hindern den Igel an seinen Streifzügen durch die Gärten und zwingen ihn oft wieder auf die Strasse zurück, wo er oft Opfer des Autoverkehrs wird. Deshalb sollte gerade bei Neubauten auf Zaunsockel verzichtet werden, so der BN. Schädlich für den Igel ist der Einsatz von Laubsaugern oder -bläsern. Durch Schallpegel und  Abgase werden nicht nur die Nachbarn belästigt und die Gesundheit der Benutzer geschädigt. Auch die Boden-Biologie wird gravierend beeinträchtigt; sie saugen mit den welken Blättern auch Kleintiere wie Spinnen und Insekten auf, häckseln und töten sie dabei. Die am Boden lebenden Kleintiere wie Würmer, Insekten, Spinnen und Kleinsäuger, so der Igel, verlieren Nahrung und Lebensraum, der Boden wird der Deck-Schicht beraubt, die ihn vor Austrocknung und bei extremer Kälte schützt. Laubrechen und –besen kommen dagegen ganz ohne schädliche Emissionen aus und sorgen für gesunde Bewegung in frischer Luft und ohne Lärm. Das welke Laub sollte auf Beete und unter Gehölze verteilt werden, wo es während des Winters langsam verrottet, Boden und Kleintieren als Schutz dient und im Frühjahr als natürlicher Dünger in den Boden eingearbeitet werden kann. Im Herbstlaub finden auch Vögel Nahrung in Form von Würmern und Käfern. Auf Wegen und Straßen kann das Laub schonender und energiesparender mit einem Besen zusammengekehrt werden, erklärt der BN.

Grundsätzlich sollte Herbstlaub liegenbleiben, dort wo es zu sehr stört sollte man es zu Haufen zusammentragen, an schattigen Plätzen angelegte Laubhaufen mit Ästen und Totholz sind ein tolles Winterquartier für den Igel. Auch Erdkröten und Blindschleichen schätzen solche Laubhaufen. Ganz besonders ist zu beachten, dass Igel Wildtiere sind und nur offensichtlich geschwächten Tieren bei Bedarf Katzenfutter angeboten,  auf keinen Fall aber Milch gegeben werden darf, da es sonst zu akuten Problemen mit der Verdauung kommen kann. Ein Infopaket Igel mit genauen Tipps kann beim BN in der Albrechtsgasse 3 in 94315 Straubing abgeholt oder unter Telefon 09421/2512, Fax 09421/963910 oder straubing@bund-naturschutz bestellt werden. Die Versandkosten von 3 €, sollen postalischen Bestellungen in Briefmarken beigelegt werden. Bei Mailbestellungen ist parallel eine Vorab-Überweisung von 3 € auf das Konto des BN, Nr. 461251 bei der Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 mit vollständiger Adressangabe im Mail und auf der Überweisung erforderlich.  Der BN hat Öffnungszeiten Montag bis Freitag von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr, samstags bis 14.00 Uhr. Im Internet sind die Igel-Artenschutz-Tipps abrufbar unter www.bund-naturschutz.de/oekotipps/tiere/igel.html.

Mit freundlichen Grüßen

Johann Meindorfer