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BN nimmt Stellung ...

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Dass eine dritte Trasse Geiselhöring-Straubing unnötig und widersinnig bleibt, bekräftigte der Bund Naturschutz-Kreisvorstand in seiner April-Sitzung. Ganz allgemein müsse man feststellen, dass Umgehungsstrassen allein kein Verkehrsproblem lösen, sondern dass es eine wirkliche Verkehrsentlastung nur geben, wenn unnötige Fahrten mit PKW und LKW unterbleiben und vorrangig öffentliche Verkehrsmittel wie Bus und Bahn benutzt werden. Neue Strassen führten erfahrungsgemäss zu einem insgesamt höheren motorisierten Verkehrsaufkommen. Für das Labertal und auch die Anbindung Straubings an Landshut und München seien Ausbau und Beschleunigung der Gäubodenbahn mit durchgehendem Stundentakt am Wochenende und Halbstundentakt in den Schul- und Berufsverkehrszeiten werktags dringendst nötig, um eine deutliche Verkehrsverlagerung auf den umweltverträglicheren Verkehrsträger Bahn zu erreichen. Mandatsträger wie auch die Gemeinden an der Strecke sollten diese Forderung bei der Bayerischen Staatsregierung massiv vortragen.  Zur Umgehung Geiselhöring könne der BN nur eine Lösung mit einer Trassenführung über Feldkirchen und einer „kleinen“ Umgehung von Hainsbach akzeptieren. Die unterschiedliche Verkehrsbedeutung verschieden klassifizierter Strassen dürfe nicht daran hindern, die vorhandenen Strassennetz-Teile (einschliesslich des Umgehungsstrassenstücks von Geiselhöring) zur Aufsplittung von Verkehrsströmen zu nutzen, die bisher zur Überlastung der Ortsdurchfahrten auf der bisherigen Staatsstraße 2142 führen. Daher unterstreicht der BN das Anliegen, staatliche Strassenbaumittel auch für die Anbindung der Kreisstrasse 2 mit einer flächenschonenden Umgehung Hainsbachs an das Umgehungsstrassenstück von Geiselhöring einzusetzen, wodurch der erheblich höhere Flächen- und Mittel-Bedarf für eine dritte Strassenverbindung von Geiselhöring nach Straubing eingespart und zur Ertüchtigung der Labertalbahn verwendet werden kann. Die baulichen Entwicklungen gerade in der Stadt Straubing mit schwerpunktmässigen Arbeitsplatzansiedlungen in Straubing-Ost und der Fertigstellung des Südringes lassen offenkundig ein mehr auf die Regionaltrasse tendierendes Fahrverhalten erwarten als im Ist-Zustand. Damit verbunden ergebe sich eine Entlastung der bisherigen Staatsstrassen-Trasse, natürlich auch unter der Voraussetzung, dass weiteres massives Wachstum des motorisierten Individualverkehres durch ein besseres Bahn- und ÖPNV-Angebot vermeidbar wird. Weitere Umgehungen dürften nur unter strengen Massgaben von geringstem Flächenverbrauch und geringsten Eingriffen in Natur und Landschaft erfolgen.