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BN rät in seinem Infopaket „Vorsicht Chemikalien“:

Gefahren durch Chemikalien vermeiden in Kleidung, Wasch- und Putzmitteln, Getränkekartonverpackungen

Wo im Alltag Gefahren durch Chemikalien Im Alltag lauern Gefahren durch Chemikalien, darüber gibt eine gleichnamige Broschüre des BUND Auskunft. Dass zum Beispiel in vielen Textilien etwa durch Pestizideinsatz beim Baumwollanbau oder durch synthetische Farbstoffe bedenkliche Chemikalien enthalten sind, sollte ein Grund sein, auf Produkte aus Bio-Baumwolle zurückzugreifen. Noch immer bestehen verschiedene Plastik-Spielsachen aus PVC und enthalten Weichmacher. Auch Flammschutzmittel können enthalten sein, ebenso wie Formaldehyd in billigen Holzpuzzles. Der BUND rät zu Spielwaren aus unbehandeltem Holz und bei Kunststoff-Ware zu Plastiksorten wie Polyethylen oder Polypropylen. Waren ohne Kennzeichnung der Kunststoffsorten, insbesondere aus Ländern mit keinen oder niedrigen Umweltauflagen sollte nicht gekauft werden. Vor Pestiziden in Nahrungsmitteln aus der Intensiv-Landwirtschaft warnt der BUND ebenfalls: Reste der giftigen Spritzmittel bleiben auf den Früchten oder dem Gemüse haften, und die isst man dann mit. Viele dieser Pestizide seien aber nicht nur für Pflanzen oder Insekten giftig, sondern auch für die Menschen. Etliche krebsauslösende Pestizide sind zwar im Inland verboten, finden sich aber manchmal in Produkten aus dem Ausland. Aber es gebe auch bei uns erlaubte Spritzmittel, die als krebs- oder allergieauslösend im Verdacht stünden. Außerdem gelangen die Gifte auch in die Umwelt und ins Trinkwasser. Dem könne man durch Kauf von Lebensmitteln aus kontrolliert biologischer Erzeugung vorbeugen. Dies gilt ähnlich für Textilien: Bevor sie über den Handel in die Haushalte gelangen, werden die Materialien an den verschiedensten Stationen der Produktionskette mit einer Vielzahl von chemischen Hilfsstoffen in Kontakt gebracht. Nach Schätzungen des Umweltbundesamtes wurden 1986 in der deutschen Textilindustrie 100.000 Tonnen Textilhilfsmittel, 100.000 bis 280.000 Tonnen sonstige Chemikalien und 11.000 Tonnen Farbstoffe verbraucht. 90% davon gelangen direkt ins Abwasser, die restlichen 10% verbleiben auf den Fasern und verhelfen der Kleidung zu den gewünschten Eigenschaften. Neben der Tatsache, dass vor allem die Arbeiter der Textilindustrie mit diesen, zum Teil giftigen Chemikalien in Berührung kommen, sollte man sich auch bewusst sein, dass einige dieser Stoffe hautreizend, allergen oder sogar krebserregend wirken können. Darüber hinaus belasten diese Chemikalien nicht nur den Menschen an sich, sondern auch die Umwelt. Da viele Textilchemikalien unbrauchbar sind, wenn sie ihren Zweck erfüllt haben, gelangen sie zu einem großen Teil ins Abwasser und dadurch früher oder später auch in den gesamten Stoffkreislauf. Auch wenn Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern bezüglich der Textilindustrie relativ gut abschneidet, gilt es trotzdem zu versuchen, die Menge an benötigten Chemikalien zu senken - sowohl beim Herstellungsprozess, aber auch später im Haushalt, indem die Menge an Waschmitteln, Weichspülern oder Bleichmitteln reduziert wird. Mit der Zertifizierung von Living-Crafts durch Naturland wurde 2009 erstmals eine komplette Textilkette mit dem derzeit höchstem Öko-Standard ausgezeichnet. Neben der ökologisch angebauten Baumwolle werden dabei auch alle Verarbeitungsstufen überprüft. So sind Merzerisieren und optisches Aufhellen bei Naturland verboten. Somit hat der Verbraucher bei Naturland-Textilien eine große Auswahl an Damen-, Herren- und Babybekleidung aus ökologisch und sozial einwandfreier Produktion.

Das Infopaket „Vorsicht Chemikalien“ inklusive der Faltblätter und Broschüren „Endstation Mensch - Chemikalien Im Alltag“ und „Wie viel Chemie braucht die Mode“, „Öko-Textilien haben Stil“ sowie dem Beitrag „Chemie im Saft“ über Druckchemikalien, die sich in kartonverpackten Säften finden gibt es gegen Spende beim Bund Naturschutz, Ludwigsplatz 14 (Eingang Albrechtsgasse), 94315 Straubing, Tel. 09421/2512, Fax 09421/963910, Mail straubing@bund-naturschutz.de. Es wird gegen 5 € als Schein oder in Briefmarken oder gegen Vorabüberweisung  auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 mit vollständiger Absenderangabe auch gerne  zugesandt.  Enthalten ist darin auch das Magazin „Lebenslust Pur“ mit dem Essay „Bekleidung für Biofans“ und dem Beitrag „Stimmt die Chemie“ aus dem Magazin „Schrot & Korn. Die Öffnungszeiten beim BN sind von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr,  Samstag  bis 14 Uhr.

Mit freundlichen Grüßen

Johann Meindorfer