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Erweiterten Stadtbus-Halbstundentakt als Beitrag zu mehr Lebensqualität erhalten

Für Gesundheits- Umwelt- und Klimaschutz ist zentral wichtig, dass praktikable Alternativen zum ausufernden Autoverkehr angeboten werden durch ein ÖPNV-System, das für möglichst viele Zwecke durch ausreichende Betriebszeiten und Fahrtenangebote die Autonutzung überflüssig macht. Dazu gehört für eine Stadt der Größe Straubings als Oberzentrum  ein Fahrtenangebot im Halbstundentakt im Stadtbusverkehr. Insofern ist der seit Mitte September geltende auf den ganzen Nachmittag erweiterte 30-Minuten-Taxt der Stadtbuslinien 1 und 2 ein Fortschritt. Mit dem jetzigen Fahrplanangebot kann man so flexibel wie noch nie in Straubing unterwegs sein. Täglich 138 und im Jahr 35000 Fahrgäste mehr nach nur wenigen Monaten Probephase und ohne intensive Marketingkampagne erreicht zu haben, zeigt: einerseits honorieren zusätzliche Fahrgäste das verbesserte Angebot. Andererseits wären sicher nach einer längeren Zeit, in der die Taktverdichtung sich noch mehr rumspricht und bekannter wird, unterstützt durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit, noch mehr „Umsteiger“ auf den Bus zu erreichen. Ich persönlich kann auf etliche Infostand-Gespräche mit Passanten verweisen, die erst durch gezielte Ansprache von der Taktverdichtung erfuhren und sich höchst erfreut zeigten. Einige Anwohner der Linien 3 und 4 dagegen reagierten enttäuscht, dass dies nicht auch „ihre“ Linien betrifft. Für ein fahrgastfreundliches dichtes Stadtbusangebot ist auf jeden Fall gerechtfertigt, städtische Finanzmittel einzusetzen, wie es für den Autoverkehr selbstverständlich ist: alle kostenlosen Parkplätze sind defizitär für die Stadt, wenn man den Bau- und Erhaltungsaufwand und den Verzicht auf Gebühreneinnahmen berücksichtigt. Es steht zu befürchten, dass der selbst zu den Haupt-Geschäftszeiten kaum angenommene neue provisorische gebührenpflichtige Großparkplatz am ehemaligen Danner-Gelände ein finanzielles Verlustgeschäft für die Stadt wird.

Ein gut ausgebauter ÖPNV ist dagegen ein sozialer und ökologischer Gewinn für die gesamte Bevölkerung, den man sich auch etwas kosten lassen sollte. Insofern appellieren wir an die Stadträte, den erweiterten Stadtbus-Halbstundentakt als Beitrag zu mehr Lebensqualität dauerhaft zu erhalten – und schrittweise weiter auszubauen.

Bund Naturschutz Kreisgruppe Straubing-Bogen

Andreas Molz

1. Kreisvorsitzender

Ludwigsplatz 14

94315 Straubing