Zur Startseite

Umweltbildung

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen 2019

BN nimmt Stellung ...

  • Übersicht
  • Donauausbau
  • Hochwasser
  • Rettenbach
  • Windenergie SR-BOG

Güterverkehr vermeiden und auf die Bahn verlagern statt Staustufenbau und Fernstrassenausbau!

In die Donauausbau-Diskussing klinken sich Staustufenlobbyisten nun auch unter der Firmierung „OWWC“ ein und beklagen, dass ohne die von ihnen geforderte Ausbaulösung „der zusätzliche Verkehr auf den jetzt schon überlasteten Strassen landen“ wird. Wenn dieser „Wirtschaftsclub“, wirklich Güterverkehr von der Strasse auf einen umweltverträglicheren Verkehrsträger verlagern wollte, stünden ihm auf der Schiene dazu alle Möglichkeiten offen: sofort und ohne einen Meter Gleis neu zu verlegen könnten grosse Gütermengen auf die Bahn verlagert werden. Auf dem vorhandenen Bahnnetz ohne kostspielige Neubauten und ohne Umweltzerstörung. Wenn man dann die Strecken auch noch ausbauen würde, durch eine neue Strecken- und Signaltechnik, könnte der Schienenkorridor noch um einiges mehr an Fracht aufnehmen. (Nebenbei bemerkt würde das auch dem Personenverkehr dienen.) Damit kann ohne gravierende Eingriffe in die Natur Verkehr schon jetzt und kurzfristig vom LKW auf die Bahn verlagert werden, und dies einfacher und realistischer als es mit einer Verlagerung vom LKW auf das Binnenschiff auf der Donau jemals möglich wäre. Und dies mit einer vielfach besseren Flächenerschliessung, als sie die Schifffahrt jemals haben wird können. Und tiefere Ursachen einer überbordenden Güterverkehrslawine müssen natürlich auch angegangen werden. Dazu möge man die Zahl und Verteilung von Häfen mit derjenigen von Güterbahnhöfen und Gleisanschlüssen vergleichen. Verbilligung von Transporten mit zusätzlichem Verkehr als Resultat darf sowieso kein Politikziel mehr sein, sondern die Vermeidung überflüssiger Transporte ist in der Zeit des menschengemachten Klimawandels ein lohnendes Politikziel. Dazu muss „die Politik“  „der Wirtschaft“ die richtigen Rahmenbedingungen setzen. Durch ein intelligentes steuerndes Steuersystem, das den Energie- und Ressourcenverbrauch verteuert und damit auch die Kosten überflüssiger Transporte. Das dagegen regional sinnvolle Produktion fördert, ebenso wie den Einsatz des ökologisch verträglichsten Verkehrsträgers Bahn vorrangig vor dem LKW-Fernverkehr.

Bund Naturschutz Kreisgruppe Straubing-Bogen

Johann Meindorfer

Stellv. Kreisvorsitzender