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BN-Kreisvorstand kritisiert Verengung der Diskussion zur Labertal-Anbindung auf Trassenvarianten – „Gäubodenbahn braucht dichteres Zugangebot“ – Kein Ausspielen der beiden gleich wichtigen Erfordernisse Atomausstieg und Klimaschutz

Dass sich die Diskussion zur Verkehrsverbindung aus dem Labertal von Geiselhöring nach Straubing in der Politik nur auf Trassenvarianten verengt, stieß auf Kritik des  Bund Naturschutz (BN) bei seiner April- Kreisvorstandssitzung. 1. Kreisvorsitzender Andreas Molz betonte bei seinem Bericht von der Verkehrskonferenz für Niederbayern, dass  zur Vermeidung eines unnötigen Flächenverbrauchs mit weiterer Durchschneidung der Landschaft im Labertal und zur Einsparung von Steuergeldern vor allem der Ausbau der Gäubodenbahn nötig sei und nur die Regionaltrasse auf weitgehend schon bestehenden Trasse vertretbar sei. Die Gäubodenbahn brauche eine dichtere Zugfrequenz mit Stundentakt am Wochenende und Halbstundentakt in den Schul- und Berufsverkehrszeiten zur Verlagerung von entscheidenden Verkehrsanteilen von der Strasse auf die umweltverträglichere Bahn. Die Stadt Straubing solle nicht  mit einer geplanten Nordumgehung von Alburg weitere Zwangspunkte zur Entscheidung einer zusätzlichen Geiselhöringer Umgehung setzen.

Die Bayerische Staatsregierung soll Straubings Anspruch auf eine vollwertige Hochschuleinrichtung endlich erfüllen, ist Position des BN. Eine Stärkung von Oberzentren mit ländlichem Umfeld wie Straubing mit Ansiedlung einer vollwertigen Hochschuleinrichtung sei aber auch ökologisch und landesplanerisch geboten und mehr als vernünftig, nachdem in den Ballungsräumen eine Überlastung der Verkehrs-Infrastruktur zunehmend zum Problem werde sowie Knappheit an Bauflächen und Wohnraum bestehe und andererseits die Räume außerhalb der Ballungszentren eine Aufwertung und eine Stabilisierung der Bevölkerungszahlen benötigen, führte 2. Kreisvorsitzender Johann Meindorfer aus. Beim gebotenen Hochschulausbau in Straubing sollten gezielt auch Lehrstühle zur Ökobilanzierung nachwachsender Rohstoffe eingerichtet werden, um die ökologisch wirklich verträglichen Pfade in Sachen Biomassenutzung einzuschlagen. Die Notwendigkeit zeige auch die aktuelle Debatte um die ökologische Sinnhaftigkeit des neuen Treibstoffs E 10 mit 10 % Agrarsprit-Anteil.

Vor dem Ausspielen der beiden gleich wichtigen Erfordernisse Atomausstieg und Klimaschutz warnt der BN ebenso. Für eine umsichtig und verantwortungsvoll mit Energie umgehende Gesellschaft seien Atomausstieg, Klimaschutz und Versorgungssicherheit  durchaus zusammen möglich. Dazu sei natürlich eine nachhaltig ökologische Ausrichtung der Gesellschaft in allen Politikfeldern erforderlich, in der sich energiesparendes klima- und umweltfreundliches Verhalten aller rentiere und nicht das Verprassen von Ressourcen. „Dahin steuern  muss der Staat mit einer gerechten ökologisch-sozialen Steuerreform, die eben schonenden Umgang mit der Mitwelt auch finanziell fördert, die Zerstörung derselbigen aber finanziell bestraft und damit verhindert oder zumindest vermindert“, so Molz und Meindorfer. Nicht nur anlässlich des neuerlichen Dioxin-Skandals in der Massentierhaltung ruft der BN alle VerbraucherInnen – zum gezielten Bio-Einkauf auf. Tiertragödien durch tierquälerische Massentierhaltung gelte es Einhalt zu gebieten, appelliert der BN gerade zur Osterzeit und ruft alle VerbraucherInnen auf, beim Eierkauf auf die Ziffern zu achten, die immer an erster Stelle des Erzeugercodes stehen: Nur die 0 steht für Eier aus Öko-Landwirtschaft, 1 für Eier aus Freilandhaltung, 2 für Eier aus Bodenhaltung und 3 für Eier aus Käfighaltung. Obwohl die extrem tierquälerische Hühner-Käfighaltung  seit Jahresbeginn 2010 in Deutschland verboten ist, seien  Käfighaltungseier immer noch im Handel: In der Geflügelhaltung herrsche die Massentierhaltung vor. „Es werden noch immer Millionen Eier aus tierquälerischer Massen-Käfighaltung nach Deutschland importiert. Und auch die im Inland seit Anfang 2010 vorgeschriebene Gruppen-Käfighaltung ist nicht „das Gelbe vom Ei“ für die eingesperrten Tiere“, so Vorstandsmitglied Gisela Diergardt.

Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer

2. Kreisvorsitzender