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BN fordert von Staatsministern Einsatz für mehr Geld für Energiewende: „Keine Halbheiten bei Sanierung der Polizeiinspektion Straubing – energieeffiziente Heizungssystem nötig“

An die drei Bayerischen Staatsminister Dr. Joachim Herrmann (Inneres), Martin Zeil (Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie) und Markus Söder (Umwelt und Gesundheit) wenden sich die beiden

Kreisvorsitzenden des Bund Naturschutz, Andreas Molz und Johann Meindorfer nach dem Bericht, dass bei der energetischen Sanierung der Polizeiinspektion Straubing am Theresienplatz das erneuerungsbedürftige Heizungssystem aus Kostengründen ausgespart bleiben soll.  Sie zeigen sich darin befremdet, dass hier nur Halbheiten angegangen würden. Angesichts der notwendigen Energiewende müsse der Freistaat Bayern den Notwendigkeiten und seiner gebotenen Vorbildfunktion, bei seinem Gebäudebestand zur Energiewende beizutragen, stärker nachkommen. „Der baldmöglichste Ersatz der hochriskanten Atomausstieg sowie der nötige Klimaschutz erfordern, dass mit hoher Priorität Finanzmittel für Investitionen in Sachen Energiesparen und Energieeffizienz bereitgestellt werden. Vorrangig jedenfalls auch vor dem Mitteleinsatz für Projekte, die diesen Zielen zuwiderlaufen wie weiterer ungebremste Strassen- und Flughafenausbauvorhaben,“ schreiben sie den Kabinettsmitgliedern. Solche Investitionen würden sich durch geringeren Energieverbrauch über die Jahre für den Staatshaushalt und damit für Bayerns BürgerInnen auszahlen.

Dabei wäre in der „Stadt der nachwachsenden Rohstoffe“ die hocheffiziente Energiebereitstellung mittels Anschluss an das in der Neustadt vorhandenen städtischen Nahwärmenetz mit gleichzeitiger Erzeugung von Strom und Wärme in Kraft-Wärme-Kopplung aus nachwachsenden Reststoffen ein wünschenswertes Signal, dass die Energiewende mit ihren Teilzielen Energiesparen und Energieeffizienz sowie verstärkter Einsatz nachwachsender Rohstoffe auch in die Tat umgesetzt wird. Solche Blockheizkraftwerke, die nach Bedarf Wärme und Strom produzieren, hätten sehr hohe Wirkungsgrade, die weder Kraftwerke noch Heizungen alleine erreichten und müssten in allen geeigneten Fällen zum Einsatz kommen. „Bitte setzen Sie sich daher gemeinsam für ausreichende Finanzmittel ein, die im Zuge der begonnenen Sanierung des Dienstgebäudes der Polizeiinspektion Straubing auch die energiesparende und energieeffiziente Erneuerung des Heizungssystems in diesem Sinne ermöglichen,“ so der BN-Appell an die Minister. Der BN erinnert diese auch nochmals daran, die Blockade des weiteren Ausbaus von Freiland-Photovoltaikanlagen aufzugeben, wo in Straubing-Alburg/Harthof, ein überdimensioniertes Vorranggebiet für den Lehmabbau die Nutzung umweltverträglicher erneuerbarer Energien verhindere. Damit die von Bundes- und Staatsregierung angekündigte Energiewende wirklich erfolgen könne, seien deutlich stärkere Impulse nötig und mehr Geld sowie finanziellen Rahmenbedingungen, bei denen  sich energie- und ressourcenschonendes Investieren und Wirtschaften in Haushalten sowie privaten wie öffentlichen Unternehmen lohne: Ein ökologisch ausgerichtetes Steuersystem müsse  durch Steuern in die richtige Richtung steuern und diene dem Erhalt und der Schaffung zukunftsfähiger Arbeitsplätze, weil sich damit Energieeinsparen mehr rentiere als die „Einsparung“ von Arbeitsplätzen. Es versetze den Staat auch in die Lage, genügend Mittel für Investitionen in Energiesparen sowie die effizienteste Energiebereitstellung einzusetzen.

Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer

2. Kreisvorsitzender