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BN-Kreisvorstandssitzung: Elektroautos nur bei Leichtbauweise, höchster Energieeffizienz und Öko-Strom sinnvoll – Neophyten an der Donau

„Keine Freisetzung, kein kommerzieller Anbau und keine Verfütterung gentechnisch veränderter Pflanzen in Deutschland“

Der praktische Naturschutz kam bei der Mai-Vorstandssitzung des Bund Naturschutz mit den weiteren Planungen zur Biotoppflege der Donau-Insel Entau zur Sprache, auf der man die letztes Jahr begonnene Beseitigung von Neophyten demnächst fortsetzen will. Am 19.Juni soll die Insel der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Gegen den Neophytenaufwuchs des Indischen Springkrauts will man am 3. Juli auch noch im Menachtal vorgehen. Ins Veranstaltungsprogramm für 2010 nahm der Vorstand noch eine Nationalparkexkursion für den Herbst auf, da sich diese immer grosser Beliebtheit erfreuten und der Nationalpark Bayerischer Wald das Motto „Natur Natur sein lassen“ in die Tat umsetze.

Die seitens der Politik propagierten Elektroautos sind laut BN nur dann sinnvoll, wenn ihr Energieverbrauch durch Gewichtsreduzierung und energieeffizienteste Technik gegenüber den heutigen Kraftfahrzeugen deutlich reduziert ist und sie mit echtem umweltverträglich erzeugtem Ökostrom aus regenerativen Energiequellen betrieben werden. Im Betrieb emissionsfrei seien sie nur, weil die Emissionen an anderer Stelle, den Standorten von Kohle-, Öl-, Gas- oder Atomkraftwerken freigesetzt werden, wenn nicht Strom aus regenerativen Energiequellen verwendet wird. Der geringe Wirkungsgrad konventioneller Großkraftwerke von meist unter 35% führt sogar zu einem höheren Primärenergieverbrauch von Elektroautos, weil dadurch im Endeffekt nur ein Drittel des Energieinhalts der fossilen Energieträger für deren Antrieb genutzt wird. Der Rest verpuffe als ungenutzte Abwärme, nicht ohne trotzdem für entsprechenden CO2-Ausstoss zu sorgen.

Erforderlich sei neben dem Einsatz der energieeffizientesten und leichtesten Fahrzeuge, dass die öffentliche Hand wie Städte, Landkreise, Kommunen, aber auch Haushalte und gewerbliche Stromverbraucher auf 100 Prozent echten Ökostrom umsteigen. Das müsse bei einem zertifizierten Öko-Stromversorger erfolgen, der zusätzlich zu bisherigen Anlagen die Nachfrage nach Ökostrom zum Bau neuer Energieerzeugungsanlagen mittels Photovoltaik, Windkraft, ökologisch verträglich erzeugter Biomasse etc. nutzt und damit den umweltschädlichen Atom- und Kohlestrom ersetzt. Mehr Stromverbrauch durch eine Million Elektro-Autos abzudecken dürfe nicht auf Kosten der Umwelt gehen.

„Keine Freisetzung, kein kommerzieller Anbau und keine Verfütterung gentechnisch veränderter Pflanzen in Deutschland“, so lautete die einstimmig beschlossene Forderung der Landesdelegiertenversammlung des BN an die Politik, berichtete Kreisvorsitzender Andreas Molz, der daran teilgenommen hatte. Aktueller Anlass für die Gentechnikkritik und die Forderungen des BN ist die Zulassung der Genkartoffel „Amflora“ durch die EU. Der Bund Naturschutz wird auch mit rechtlichen Schritten die Zulassung der gentechnisch veränderten Kartoffeln bekämpfen, die vor wenigen Tagen auf 15 Hektar Fläche ausgebracht wurden. Für alle, die sich über die Gefahren der Hochrisikotechnologie Gentechnik näher informieren wollen, halte der BN ein Infopaket zur Gentechnik bereit.

Mit freundlichen Grüßen

Johann Meindorfer

2. Kreisvorsitzender