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BN-Kreisvorstand: Biologische Vielfalt der Arten ist auf umweltverträglichste Landbewirtschaftung angewiesen

Aktionen gegen Neophyten erfolgreich und weiter notwendig - örtliche CSU soll für Atomausstieg eintreten

Dass der Erhalt von Naturparadiesen und die gezielte Nachfrage nach ökologisch erzeugten Lebensmitteln in Bio- Einkaufsparadiesen unmittelbar zusammenhängen, stellte der Kreisvorstand des Bund Naturschutz (BN) bei seiner August-Sitzung fest. Dies auch deshalb,weil der Einsatz von chemischen Spritzmitteln in der konventionellen Landwirtschaft die Zahl der Arten ungefähr halbiert, wie Untersuchungen ergaben. Somit seien der Bio-Landbau und der gezielte Kauf von Bio-Produkten wichtige Beitrage zum Artenschutz und damit zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Dass das komplexe Zusammenwirken der Naturgüter wiederum auch die menschliche Lebensgrundlage darstellt und der schon seit einiger Zeit zu beobachtende Artenschwund ganze Nahrungsketten und Ökosysteme verändert, muss laut BN Grund genug sein, auf eine mögllichst umwelt- und naturverträglichste Landbewirtschaftung nach den Kriterien des kontrolliert-biologischen Landbaus hinzuwirken. Die Bio-Landwirtschaft verursache über ihren Beitrag zum Artenschutz hinaus durch Verzicht von energieintensiv hergestellten Industriedüngern und Spritzmittel sowie durch schonende Bodenbewirtschaftung mit hoher CO2-Bindung im Humus eine deutlich geringere Freisetzung von klimaschädlichen Gasen, und bewahre Boden und Grundwasser vor Schadstoffeintrag. Einen Infostand im Juli am Straubinger Stadtturm bewertete der Vorstand als erfolgreich, wie die Reaktionen der meisten Angesprochenen bewiesen. Eine Info-Aktion an Haushalte soll zur gezielten Nachfrage nach Bio-Produkten weiter animieren.

Die mehrfachen Aktionen gegen die sogenannten Neophyten, also eingewanderten Pflanzenarten dem stark aufgekommenen Indischen Springkraut, die heimische Arten verdrängen, auf BN-Grundstücken wie auch in Kooperationen mit anderen wurden ebenfalls als erfolgreich und weiter notwendig bewertet. Diesen zu Leibe zu rücken stelle gerade im heurigen Jahr der Biodiversität einen Beitrag zum Schutz der heimischen biologische Vielfalt der Gene, Arten und Ökosysteme dar, so BN-Kreisvorsitzender Andreas Molz. Neben dem Bio-Landbau und Anti- Neophyten-Aktionen seien öffentliche wie private Grundstückseigentümer zu naturnaher Gestaltung und Pflege ihrer Liegenschaften aufgerufen, um die Artenvielfalt zu erhalten. Gerade Hausgärten sollten naturnah gestaltet werden und ohne Pestizideinsatz gepflegt werden. Zur Diskussion über die Verlängerung der Atomkraftwerks-Laufzeiten stellt die BN-Kreisgruppe fest, dass der Protest der örtlichen CSU in Landshut gegen die Gefährdung durch die Kernkraftwerke an der Isar auch von deren Mandatsträgern im Raum Straubing unterstützt werden müssten. „Wir liegen im unmittelbaren Gefährdungsbereich, wenn dort ein Atomunfall passiert“, so Molz. Angesichts bereitsstehender gefahrloser Alternativen zur Stromversorgung, die stärker gefördert und nicht blockiert werden müssten, sei am Atomausstieg festzuhalten.

Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer

2. Kreisvorsitzender