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Rund 100 Teilnehmer lockte die Pilz-Exkursion des Bund Naturschutz am Sonntag 04.10.2009 im Bereich Schiederhof

Der Frage „Welche Pilze wachsen in unseren Wäldern?“ ging die Gruppe unter fachkundiger Führung durch den Pilzexperten Studiendirektor Max Kronfeldner nach. Pilze seien gute Bio-Indikatoren, schickte dieser voraus und erläuterte drei unterschiedliche Strategien in der Pilzwelt, sich zu ernähren: zum einen per Mykorrhizza in einer für beide nützlichen Lebensgemeinschaft (Symbiose) mit einem Baum einer bestimmten Art. Champignons dagegen könnten die Nährstoffe aus jeglichem nährstoffhaltigen organischen Material wie Mist oder Kompost beziehen. Und Parasiten wie Baumschwämme zersetzen lebendes oder totes Holz.

 

Eindrucksvolle am Boden und an Bäumen wachsende Pilze, wie den Zunderschwamm, bekamen die Teilnehmer zu sehen, zu berühren und zu beschnuppern – und waren von den vielfältigen Düften einiger Arten überrascht. An vier Standorten mit unterschiedlichen Lebensraumverhältnissen spannte Kronfeldner einen Bogen vom Hallimasch über den Zunderschwamm an einer großen alten Buche, Pilzvorkommen im feuchten Milieu bis hin zur – mehrfach erfolgreichen – Suche nach Hirschtrüffel im Waldboden. Ein großes herbstliches Pilzbüffet – allerdings auch mit einigen ungeniessbaren und giftigen Arten – ergab sich bei der Auswertung der Funde der Teilnehmer an einem großen Tisch mit Hilfe des Experten. Er betonte, dass eine gute Artenkenntnis die Grundlage der nötigen Sicherheit bei der Pilzbestimmung sei, da sich in etlichen Fällen Speisepilze und ihre giftigen Verwandten sehr stark ähnelten. Da hatten die Sammler mit Steinpilzfunden und Maronerl gleich für ihr Mittag- oder Abendessen gesorgt…