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BN-Infopaket „Vorsicht Chemikalien“: Erfahren wo die Gefahren lauern - Riskante Stoffe vermeiden

Gesundheitsgefahren durch Chemikalien in Kleidung, Wasch- und Putzmitteln, Getränkekartonverpackungen

Vor Chemikalien im Alltag und riskanten Stoffen in vielen Textilien warnt der Bund Naturschutz. (BN), der bayerische Landesverband des BUND. Wo im Alltag Gefahren durch Chemikalien Im Alltag lauern Gefahren durch Chemikalien, darüber gibt eine gleichnamige Broschüre des BUND Auskunft. Dass zum Beispiel in vielen Textilien etwa durch Pestizideinsatz beim Baumwollanbau oder durch synthetische Farbstoffe bedenkliche Chemikalien enthalten sind, sollte ein Grund sein, auf Produkte aus Bio-Baumwolle zurückzugreifen. Auch ein Beitrag der Greenpeace-Kampagne „Detox“ mit der die Entgiftung der Sortimente vieler grosser Textil- und Sportartikelhersteller eingefordert wird, ist im BN-Infopaket „Vorsicht Chemikalien“ enthalten. Diese lässt auch die Jeans-Produktion im Auftrag westlicher Modefirmen in China in ein einem schlechten Licht erscheinen. Doch immer noch bestehen auch verschiedene Plastik-Spielsachen aus PVC und enthalten Weichmacher. Auch Flammschutzmittel können enthalten sein ebenso wie Formaldehyd in billigen Holzpuzzles. Der BUND rät zu Spielwaren aus unbehandeltem Holz und bei Kunststoff-Ware zu Plastiksorten wie Polyethylen oder Polypropylen. Waren ohne Kennzeichnung der Kunststoffsorten, insbesondere aus Ländern mit keinen oder niedrigen Umweltauflagen sollte nicht gekauft werden. Vor Pestiziden in Nahrungsmitteln aus der Intensiv-Landwirtschaft warnt der BUND ebenfalls: Reste der giftigen Spritzmittel bleiben auf den Früchten oder dem Gemüse haften, und die isst man dann mit. Viele dieser Pestizide seien aber nicht nur für Pflanzen oder Insekten giftig, sondern auch für die Menschen. Etliche krebsauslösende Pestizide sind zwar im Inland verboten, finden sich aber manchmal in Produkten aus dem Ausland. Aber es gebe auch bei uns erlaubte Spritzmittel, die als krebs- oder allergieauslösend im Verdacht stünden. Ausserdem gelangen die Gifte auch in die Umwelt und ins Trinkwasser. Dem könne man durch Kauf von Lebensmitteln aus kontrolliert biologischer Erzeugung vorbeugen. Dies gilt ähnlich für Textilien: Bevor sie über den Handel in die Haushalte gelangen, werden die Materialien an den verschiedensten Stationen der Produktionskette mit einer Vielzahl von chemischen Hilfsstoffen in Kontakt gebracht. Nach Schätzungen des Umweltbundesamtes wurden 1986 in der deutschen Textilindustrie 100.000 Tonnen Textilhilfsmittel, 100.000 bis 280.000 Tonnen sonstige Chemikalien und 11.000 Tonnen Farbstoffe verbraucht. 90% davon gelangen direkt ins Abwasser, die restlichen 10% verbleiben auf den Fasern und verhelfen der Kleidung zu den gewünschten Eigenschaften. Neben der Tatsache, dass vor allem die Arbeiter der Textilindustrie mit diesen, zum Teil giftigen Chemikalien in Berührung kommen, sollte man sich auch bewusst sein, dass einige dieser Stoffe hautreizend, allergen oder sogar krebserregend wirken können. Darüber hinaus belasten diese Chemikalien nicht nur den Menschen an sich, sondern auch die Umwelt. Da viele Textilchemikalien unbrauchbar sind, wenn sie ihren Zweck erfüllt haben, gelangen sie zu einem großen Teil ins Abwasser und dadurch früher oder später auch in den gesamten Stoffkreislauf. Auch wenn Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern bezüglich der Textilindustrie relativ gut abschneidet, gilt es trotzdem zu versuchen, die Menge an benötigten Chemikalien zu senken - sowohl beim Herstellungsprozess, aber auch später im Haushalt, indem die Menge an Waschmitteln, Weichspülern oder Bleichmitteln reduziert wird. Mit der Zertifizierung von Living-Crafts durch Naturland wurde 2009 erstmals eine komplette Textilkette mit dem derzeit höchstem Öko-Standard ausgezeichnet. Neben der ökologisch angebauten Baumwolle werden dabei auch alle Verarbeitungsstufen überprüft. So sind Merzerisieren und optisches Aufhellen bei Naturland verboten. Somit hat der Verbraucher bei Naturland-Textilien eine große Auswahl an Damen-, Herren- und Babybekleidung aus ökologisch und sozial einwandfreier Produktion.

Das Infopaket „Vorsicht Chemikalien“ gibt es Montag bis Freitag von 9 bis 17,  Samstag  bis 14 Uhr beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel. 09421/2512, Fax 09421/963910, Mail straubing@bund-naturschutz.de, gegen 3 €  in Briefmarken oder gegen Vorabüberweisung  auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „IP Chemikalien“.  

Mit freundlichen Grüßen

Johann Meindorfer