Zur Startseite

Umweltbildung

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen 2019

BN nimmt Stellung ...

  • Übersicht
  • Donauausbau
  • Hochwasser
  • Rettenbach
  • Windenergie SR-BOG

Hygiene-Standard im Schlachtbereich nützt den„Nutztieren“ wenig

Nur selten gelingt es, in den Medien die alltäglichen Rohheiten und Brutalitäten der Massentierhaltung zu dokumentieren, wie jüngst wieder. Dann vergeht etlichen zu Recht der Appetit auf Produkte aus der einschlägigen Geflügelindustrie. Im übrigen nützt es den diesem System wehrlos ausgelieferten Tieren nichts, wenn sie die dokumentierte „Behandlung“ nicht von „Wiesenhof“-eigenen Mitarbeitern erleiden müssen, sondern von solchen von Subunternehmern oder Zulieferern. Diese ethisch unverantwortliche Tier-„Produktion“ wird auch nicht durch den gepriesenen Hygiene-Standard im Schlachtbereich vertretbarer. Notwendig ist, den Fleischkonsum insgesamt  zu verringern, als Beitrag zu Gesundheits-, Tier- und Klimaschutz gleichermaßen und Tiertragödien durch tierquälerische Massentierhaltung Einhalt zu gebieten. Da sind die politisch und behördlich Verantwortlichen genauso gefordert wie  jede Verbraucherin und jeder Verbraucher: denn wo endet das Intensiv- und Massenhaltungstier nach seiner unsäglichen „Lebens“-Zeit und ihrer Reise sattelzugweise in Transportboxen zu den Großschlächtereien: am Grill, im Kochtopf, in der Bratröhre in viel zu vielen Küchen des „christlich-abendländischen“ Bayerns, Deutschlands, Europas. Global gesehen ist nur eine Landwirtschaft nach den Grundsätzen des Bio-Landbaus zukunftsfähig. Und lokal vor Orten ist der Einkauf von Bio-Lebensmitteln ein wertvoller Beitrag zum verantwortbaren und nachhaltigen Umgang mit unserer Mit- und Umwelt, „Nutztiere“ inbegriffen. Mit Bio-Genuss tut man nicht nur sich selbst etwas Gutes.

Bund Naturschutz Kreisgruppe Straubing-Bogen

Johann Meindorfer, Stellv. Kreisvorsitzender