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CSU-Wählerfangversuch unter Freunden der Freifließenden Donau jäh gestoppt

Straubing braucht bessere ÖPNV-Anbindung an Erholungsgebiete im Bayerischen Wald – Kein Zurückstehen von Natur- und Landschaftsschutz bei Umgehungsstraße  Laberweinting

Die mangelnde Anbindung Straubings an die Erholungsgebiete in den Landkreisteilen im Bayerischen Wald per Bus nahm der BN-Kreisvorstand zum Anlass, eine durchgreifende Verbesserung der ÖPNV-Bedienung zwischen Stadt und Land insbesondere an den Wochenenden zu fordern. Bei der Ausplanung, Streckenführung und beim Marketing von Wanderrouten wie dem Goldsteig-Wanderweg müsste die Anbindung der Ausgangs- und Zielpunkte für Etappenwanderungen mit Bahn- und ÖPNV berücksichtigt werden. Eine ausreichende ÖPNV-Erschließung des nördlichen Landkreises Straubing-Bogen erfordert darüber hinaus an allen Wochentagen, also auch an Samstagen und Sonntagen eine verdichtete Busbedienung möglichst in einem Taktfahrplan mindestens auf den Achsen (Straubing –) Bogen – Schwarzach - Sankt Englmar – Viechtach, (Straubing –) Bogen – Mitterfels – Konzell und Straubing – Wiesenfelden, damit Urlauber sowohl die Einkaufs-, gastronomischen und touristischen Angebote in Straubing und andererseits Besucher und Bewohner Straubings die touristischen Angebote des Bayerwaldes im nördlichen Landkreis Straubing-Bogen wahrnehmen können.

Dass Freunde der Freifließenden Donau keine Interessensvertretung in der CSU vorfinden, sieht der BN-Kreisvorstand mit dem Zurückpfeifen  von Bayerns Umweltminister Dr. Söder durch die Parteioberen und die niederbayerischen CSU-Funktionäre als bewiesen an. Kreisvorsitzender Andreas Molz bemerkte, dass leider die eine Schwalbe Söder noch keinen Sommer mache. Wenn Vertreter der CSU weiter den Donauausbau mit Staustufen als „ Kompromissvariante und ökologisch besser als bisher„ bezeichne, ist dies  für den Bund Naturschutz nur der verlogene Versuch von Wählerfang unter Freunden der freifließenden Donau. Molz stellte klar, dass an der Donau nur der Erhalt der freien Fließstrecke sein kann umweltverträglich sein kann. Die nur hier anzutreffende Arten sind auf Strömung und Wasserstandsschwankungen angewiesen. Die Verschlechterung der Wasserqualität im Staubereich Straubing zeige deutlich, was bei neuen Staustufen zu erwarten sei: nichts Gutes für die Natur!

Empört zeigte sich der gesamte Vorstand von der Forderung des Bürgermeisters von Laberweinting, Xaver Eckl,  nach einem Zurückstehen von Natur- und Landschaftsschutz bei einer Umgehungsstrasse dort. Eine solche Aussage zeuge von einer Geringschätzung des Naturpotentials im Labertal und nicht von zukunftsweisendem Denken. Der BN empfehle und erwarte von Bürgermeistern, Kreis- und Gemeinderäten dagegen ein geballtes Eintreten für ein zukunftsverträgliches Verkehrssystem im Labertal. Dazu gehöre eine umgehende Beschleunigung der Labertalbahn mit Verdichtung der Zugfrequenz auf einen durchgehenden Stundentakt am Wochenende und einen Halbstundentakt in den Schul- und Berufsverkehrszeiten zur Verlagerung von entscheidenden Verkehrsanteilen von der Strasse auf die umweltverträglichere Bahn. Dies müsse vor allen Straßenneubauten stehen, ebenso wie die die Reaktivierung und Wiederbedienung der Güterverkehrsstellen auf der Labertalbahn im Bahn-Güterverkehr.

Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer

2. Kreisvorsitzender