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BN-Kreisvorstand warnt vor Risiken industrialisierter Landwirtschaft und gentechnischer Experimente

Auswüchse der Massentierhaltung Einhalt gebieten - Patente auf Fleisch und Milch verhindern- Hochseilgarten im Straubinger Stadtpark nur, wenn jede Beeinträchtigung von wertvollen Fledermaus-Bäumen unterbleibt

Über sein Schreiben an Oberbürgermeister Markus Pannermayr wegen des im Stadtpark geplanten Hochseilgartens berichtete der Kreisvorsitzende des Bund Naturschutz (BN), Andreas Molz bei dessen November-Sitzung in der Straubinger BN-Geschäftsstelle am gewohnten Ort, aber unter der neuen Adresse Albrechtsgasse 3 am Montag. Der BN könne das Vorhaben nur akzeptieren, wenn jede Beeinträchtigung von Bäumen unterbleibe, die möglicherweise eine Fledermaus-Wochenstube enthalten und
man ohne erhebliche Eingriffe nach dem Naturschutzrecht auskomme. Im Zweifel sei vor Genehmigung oder Vertragsabschluss eine spezielle Artenschutz-Prüfung notwendig. Die Stadt habe bisher keine Entscheidung von Umweltausschuss und Naturschutzbeirat zu dem Vorhaben veranlasst, bemängelte der BN-Kreisvorstand. Den Auswüchsen der Massentierhaltung und den Begehrlichkeiten von Konzernen auf Patente auf Saatgut, Fleisch und Milch müsse dringend Einhalt geboten werden, mahnte der Kreisvorstand. Nach BN-Überzeugung können Massentierhaltungs-Anlagen nicht als Bestandteil umwelt- und tiergerechter landwirtschaftlicher Produktion angesehen werden, wie es leider die von der Agarindustrie-Lobby beeinflusste Politik tue. Deshalb hat der BN einem Brief an die beiden CSU-Bundesminister für Verkehr Bauwesen und Stadtentwicklung, Peter Ramsauer und für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner, eine Änderung der Rechtsvorschriften gefordert. Sie sollten sich für eine klima-, umwelt- und tiergerechte Wirtschaftsweise einsetzen und dabei konkret auch eine Privilegierung von Anlagen tierungerechter Massentierhaltung als zulässige landwirtschaftliche Bebauung im Aussenbereich ausschliessen. In der Kritik stehen im Zusammenspiel mit der Ausweitung tierungerechter Massentierhaltung durch einen im Bau befindlichen Hähnchenmaststall in Strasskirchen, in dem 39500 Tiere "eingestallt" werden sollen, auch die Erweiterungen der Geflügel-Grossschlächterei in Bogen-Hofweinzier. In der Hähnchenmast beispielsweise teilten sich drei große Unternehmen den deutschen Markt. Landwirte, die Hähnchen mästen, müssten sich oft vertraglich verpflichten, von den Küken über die eingesetzten Futtermittel und Medikamente bis hin zur Schlachtung immer mit derselben Firma zusammenzuarbeiten. Gleichzeitig hat diese regionale Konzentration erhebliche Folgen für die Umwelt. Dort, wo Tiere in großer Zahl gehalten werden, wird die anfallende Gülle zum Entsorgungsproblem. Die Nitratwerte im Grundwasser steigen. Die Abschwemmung von ausgebrachten Nährstoffen lasse Bäche und Flüsse durch Überdüngung umkippen. Durch erhöhte Ansteckungsgefahr könnten auch immer häufiger Tierseuchen ausbrechen. Dass Tierschutz sowie Erhalt von Naturparadiesen und die gezielte Nachfrage nach ökologisch erzeugten Lebensmitteln in Bio- Einkaufsparadiesen unmittelbar zusammenhängen, stellte 2. BN-Kreisvorsitzender Johann Meindorfer klar, der auf erfolgreiche Verteilaktionen der Liste von Bio-Anbietern in Stadt und Land verwies. Man biete in der Geschäftsstelle auch weiterhin die "25 Wahrheiten zu Bio" in einem Bio -Infopaket an.
 
Mit freundlichen Grüssen
Johann Meindorfer
2. Kreisvorsitzender