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BN informiert Konsumenten: „Kein Fleisch und kein Ei aus Quälerei “ – Vorn der Nuller steht für Bio-Eier

Anlässlich des zu Tage getretenen neuerlichen Dioxin-Skandals in der Massentierhaltung ruft der Bund Naturschutz (BN) alle VerbraucherInnen auf, beim Eierkauf auf die Ziffern zu achten, die immer an erster Stelle des Erzeugercodes stehen: Nur die 0 steht für Eier aus Öko-Landwirtschaft, 1 für Eier aus Freilandhaltung, 2 für Eier aus Bodenhaltung (dies können jedoch
auch Massentierhaltungsanlagen sein) und 3 für Eier aus Käfighaltung. 

Obwohl die extrem tierquälerische Hühner-Käfighaltung  seit Jahresbeginn 2010 in Deutschland verboten ist, sind  Käfighaltungseier immer noch im Handel: Die Geflügelhaltung ist der am stärksten industrialisierte Zweig der Landwirtschaft, hier herrscht die Massentierhaltung vor. Es werden noch immer rund 7 Millionen Eier aus tierquälerischer Massen-Käfighaltung nach Deutschland importiert. Und auch die im Inland seit Anfang 2010 vorgeschriebene Gruppen-Käfighaltung ist nicht „das Gelbe vom Ei“ für die eingesperrten Tiere, so der BN. Er ruft die VerbraucherInnen auf, Bio-Eier von anerkannten Bio-Anbauverbändes zu kaufen: Biokreis, Naturland, Bioland, Demeter, GÄA, Verbund Ökohöfe und Biopark machen ihren Eiererzeuger Vorgaben, die teilweise weit über die EU-Öko-Verordnung hinausgehen. Sie regeln den Auslauf genauer und schreiben Wintergärten vor, damit die Tiere auch bei schlechtem Wetter an die frische Luft kommen. Die Tiere bekommen dort zum Picken ganze Körner gestreut. Auch dürfen pro Hektar Betriebsfläche nur 140 statt 230 Hühner gehalten werden, damit nicht zu viel Hühnermist auf die Äcker kommt. Und die Massenhaltungs-Eier finden sich nicht nur in den Eierschachteln wieder, sondern auch als Flüssig-Ei in den Nudeln, im Fertigkuchen aus dem Supermarkt.   Es gelte: kein Ei aus Quälerei, auch keines in Fertigprodukten! Das gelinge durch den gezielten Einkauf von Bio-Lebensmitteln. 


Auch bei Fleisch- und Wurstprodukten aus Bio-Erzeugung müssen alle landwirtschaftlichen Zutaten zertifizierte Bio-Produkte und eine artgerechte Haltung in der umweltverträglichen Biolandwirtschaft gewährleistet sein. Wie bei der Geflügelhaltung entgehe man beim Fleischkauf allgemein den nicht nachvollziehbaren und kaum kontrollierten Futtermittel- und Tierhaltungs-Grosstrukturen sowie in Übersee schon massenhaft eingesetzten gentechnisch veränderten Organismen am besten durch den Kauf von Bio-Produkten der anerkannten Bio Anbauverbände. Dort ist der Gentechnik-Einsatz tabu, zusätzliche behördliche und Verbandskontrollen sorgen für die Einhaltung der hohen Öko-Standards. Und ein bewussteres Ernährungsverhalten mit weniger Fleischkonsum könne einen weiteren Grossteil klimaschädlicher Emissionen von Methangas einsparen, das in der Nutztierhaltung und der Fleischproduktion entsteht. Damit würde viel Energie in der Nahrungsmittelproduktion eingespart, da der direkte Verzehr von pflanzlichen Lebensmitteln energieintensive „Veredelungsprozesse“ etwa von Getreide in Fleisch vermeidet, die gerade in der industriellen Massentierhaltung und Nahrungsmittelindustrie oft mit weiten Transportwegen von Futtermitteln oder auch Fleisch etwa aus Südamerika nach Deutschland und damit wiederum mit unnötigen Transportenergieverbrauch verbunden sind. Jede Vegetarierin und jeder Vegetarier, jede Bio Kundin und jeder Bio-Kunde erspart nicht nur den Tieren entsprechendes Leiden, sondern auch der Umwelt Schäden – und trägt zum Kimaschutz bei, so der BN. Wozu die weiten und verschlungenen Transportwege und industriell-landwirtschaftlichen Großstrukturen führen, zeige der neuerliche Dioxin-Skandal.

Ein Bio-Infopaket  „Eier und Fleisch- und Wurstwaren“ gibt es beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel. 09421/2512, Fax 09421/963910, Mail  straubing@bund-naturschutz.de. Gegen einen Kostenbeitrag von  3 €  in Briefmarken oder gegen Vorabüberweisung auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 mit vollständiger Absenderangabe wird es gerne auch zugesandt. Öffnungszeiten
von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr.


Mit freundlichen Grüssen
Johann Meindorfer