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“Salweiden für den Schillerfalter“

Fast 40 Interessierte kamen auf Einladung des Bund Naturschutz am Samstag zu einer Schmetterlingsexkursion  zum Fürstlichen Thiergarten in Bach an der Donau. Der Referent Ralph Sturm konnte nur einzelne Schmetterlinge in der Natur zeigen, weil durch den Klimawandel die Frühlingsarten heuer schon drei Wochen früher ihre Eier abgelegt haben und die schlüpfenden Raupen kaum zu finden sind. Da er aber nicht nur das Aussehen der Schmetterlinge kennt, sondern auch die Futterpflanzen und den Lebensrhythmus der einzelnen Arten, hatte Ralph Sturm einen unerschöpflichen Vorrat an interessanten Geschichten.

Die Kinder durften Schmetterlinge mit Keschern fangen und so wurde z.B. der Himmelblaue Bläuling bestimmt. Eine der Besonderheiten des Fürstlichen Thiergarten ist der Große Schillerfalter, von dem Herr Sturm eine Puppe mitgebracht hatte, die in der Natur wegen ihrer perfekten Tarnung nie zu finden gewesen wäre.

Wenn man die Lebensansprüche des Großen Schillerfalters kennt, weiß man auch warum er so selten ist: Als Futterpflanze für die Raupen bevorzugt er Salweiden im Halbschatten, wie sie im Wald öfter an Forststraßen und am Rand von Kulturen wachsen. Hier werden sie häufig beim Freischneiden von Wegen und bei der Kulturpflege entfernt. Noch seltener  sind alte, andere Bäume überragende Eichen oder Buchen, bei denen sich die Schillerfalter zur Paarung treffen können. Im Thiergarten, der immer noch vor allem für die Jagd genutzt wird, herrscht kein Mangel an Salweiden und alten Baumriesen, wohl aber in den meisten Wäldern und Forsten.

So wurde deutlich, dass der Schutz von Arten nur über den Schutz der Lebensräume funktionieren kann.

 Am Ende konnte der Kreisgruppenvorsitzende Andreas Molz dem Referenten Ralph Sturm im Namen aller Anwesenden für die lehrreichen drei Stunden danken und ihm den Donaufilm überreichen.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Molz

1. Kreisvorsitzender