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BN nimmt Stellung ...

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BN-Kreisgruppe zum geplanten Hochwasserschutz der Straubinger Kläranlage:

Deich zwischen Kläranlage und Aitrachmündung zurückzubauen und Retentionsflächen für die Donau schaffen

Eindeichung der Kläranlage zusammen mit bestehenden Hochwasserschutzdeichen Öbling und an der  Aitrach  ausreichend

Zusätzliche Retentionsflächen für die Donau, in denen Hochwasser schadlos aufgefangen kann, fordert der Bund Naturschutz (BN) gegenüber der Stadt und dem Wasserwirtschaftsamt im Rahmen des Verfahrens zum geplanten Hochwasserschutz der Straubinger Kläranlage. Dass die Kläranlage vor Hochwasser mit einem höheren Deich geschützt werden muss, steht für den BN dabei ausser Frage, allerdings müssten auch dabei ein Zuviel an parallelen Wegebauten vermieden werden und eine Beeinträchtigung der Auwaldreste unterbleiben. Im Zuge der Baumaßnahme müssten alle dort aufgekommenen  Neophyten wie Eschen-Ahorne mit den Wurzelstöcken beseitiget und zuverlässig ohne Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ihr Neuaufwuchs wie auch der von Goldrute, Springkraut, Berufskraut oder Staudenknöterich unterbunden werden.

„Die langfristig ökonomischste und ökologischste Hochwasserschutzmaßnahme ist allein die Schaffung natürlicher Rückhalteräume (Deichrückverlegung) im Einzugsbereich der Donau“, stellt der BN fest. Auch im Verlauf der Donau entlang der unbebauten Bereiche von unterhalb (östlich) der geplanten Eindeichung der Kläranlage bis zur Aitrachmündung müsse vorrangig zusätzlicher Retentionsraum geschaffen werden. Im Zusammenspiel mit dem ebenfalls schon geschaffenen Deich entlang der Aitrach und der erfolgten Hochwasserschutzmassnahme Öbling wären dann die bebauten Gebiete geschützt, die unbebaute landwirtschaftlich und für Naturschutzfunktionen prädestinierte Fläche könnte auch bei Wasserständen unter der Deichhöhe „30jähriges Hochwasser“ überschwemmt werden, entsprechende Wassermengen aufnehmen und gleichzeitig wieder an der Auendynamik teilhaben. „Der dazu nötige Flächenerwerb bzw. finanzielle Ausgleich für die Landwirtschaft bei Grünlandnutzung dieser dann öfter überfluteten Bereiche ist in der Gesamtschau nachhaltiger Hochwasserschutzmaßnahmen im gesamten Donauabschnitt Straubing – Vilshofen keineswegs unzumutbar“, konstatiert der BN. Vielmehr sei er der Gesamtmassnahme dienlich und für diese erforderlich. Entsprechende Alternativplanungen bzw. Alternativenprüfungen fehlten in den übersandten Planunterlagen der Rhein-Main-Donau-Wasserstrassen-GmbH, womit den Donau-Anliegern wieder eine realisierbares Stück Hochwasserschutz vorenthalten werde. Dies sei nicht hinnehmbar und entsprechende Alternativplanungen seien dringend erforderlich.

Mit freundlichen Grüßen

Johann Meindorfer

 2. Kreisvorsitzender