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BN fordert: Kein Gift-Cocktail in Kinderspielzeug, Gesetze verschärfen und Hersteller zur Verantwortung ziehen

 Infos auf www.bund-naturschutz.de und www.bund.net/spielzeug

Der Bund Naturschutz in Bayern (BN) warnt vor Kunststoffspielzeug, das mit Schadstoffen belastet ist und die Kindergesundheit auf Spiel setzt. Dieses Spielzeug enthalte häufig hormonell wirksame Stoffe wie Weichmacher, bromierte Flammschutzmittel und Organozinnverbindungen. Die Chemikalien sammelten sich in Kinderkörpern zu einem gefährlichen Giftcocktail an und könnten das fein ausbalancierte Hormonsystem stören. Mögliche Folgen seien Verhaltensauffälligkeiten, Unfruchtbarkeit oder sogar Krebs. Weder die europäische Chemikalienverordnung noch die EU-Spielzeugrichtlinie schützten die Kindergesundheit ausreichend. Selbst das Bundesinstitut für Risikobewertung habe die Spielzeugrichtlinie kürzlich als unzureichend kritisiert.  

Der BN gibt zu bedenken: „Plüschige Teddys, Puppen und Planschtiere sind für unsere Kinder oft gefährliche Lieblinge. Die bisherigen Gesetze bieten nicht genügend Schutz. Hersteller und Händler dürfen nicht vor allem ihren Gewinninteressen folgen, wenn es auf Kosten der Gesundheit der Kinder geht. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner muss handeln: Riskante Chemikalien haben in Spielzeug nichts zu suchen.“ Beim Kauf von Spielwaren empfiehlt der BN auf unabhängige Prüfsiegel etwa des TÜV Rheinland zu achten. Das europäische CE-Prüfzeichen hingegen sei Verbrauchertäuschung, da es sich die Hersteller selbst verliehen. Insbesondere aus Nicht-EU-Ländern importierte Ware müsse effektiver durch die Zoll- und Länderbehörden kontrolliert werden, bevor sie auf den Markt gelange, fordert der BN, der auf den Internet- Seiten www.bund-naturschutz.de und www.bund.net/spielzeug mehr Informationen dazu bereit hält.

Wo im Alltag sonst noch Gefahren durch Chemikalien Im Alltag lauern: zum Beispiel sind in vielen Textilien durch Pestizideinsatz beim Baumwollanbau oder durch synthetische Farbstoffe bedenkliche Chemikalien enthalten, dies sollte ein Grund sein, Produkte aus Bio-Baumwolle zu kaufen. Vor Pestiziden in Nahrungsmitteln aus der Intensiv-Landwirtschaft warnt der BUND ebenfalls: Reste der giftigen Spritzmittel bleiben auf den Früchten oder dem Gemüse haften, und die isst man dann mit. Viele dieser Pestizide seien aber nicht nur für Pflanzen oder Insekten giftig, sondern auch für die Menschen. Etliche krebsauslösende Pestizide sind zwar im Inland verboten, finden sich aber manchmal in Produkten aus dem Ausland. Aber es gebe auch bei uns erlaubte Spritzmittel, die als krebs- oder allergieauslösend im Verdacht stünden. Ausserdem gelangen die Gifte auch in die Umwelt und ins Trinkwasser. Dem könne man durch Kauf von Lebensmitteln aus kontrolliert biologischer Erzeugung vorbeugen. Das Infopaket „Vorsicht Chemikalien“ inclusive der Faltblätter und Broschüren „Endstation Mensch - Chemikalien Im Alltag“ und „Wieviel Chemie braucht die Mode“, „Öko-Textilien haben Stil“ sowie dem Beitrag „Chemie im Saft“ über Druckchemikalien, die sich in kartonverpackten Säften finden gibt es gegen Spende beim Bund Naturschutz, Ludwigsplatz 14 (Eingang Albrechtsgasse), 94315 Straubing, Tel. 09421/2512, Fax 09421/963910, Mail straubing@bund-naturschutz.de. Es wird gegen 5 € als Schein oder in Briefmarken oder gegen Vorabüberweisung  auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 mit vollständiger Absenderangabe auch gerne  zugesandt.  Enthalten ist darin auch das Magazin „Lebenslust Pur“ mit dem Essay „Bekleidung für Biofans“ und dem Beitrag „Stimmt die Chemie“ aus dem Magazin „Schrot & Korn. Die Öffnungszeiten beim BN sind von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr,  Samstag  bis 14 Uhr.

Mit freundlichen Grüßen

Johann Meindorfer