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BN bietet Infopaket „Artenschutz Säugetiere“ an: Schutz für Luchs, Wildkatze und Biber

Warum die Wiederansiedlung von Säugetierarten wie Wildkatze und Biber wichtige Mosaiksteine für die Artenvielfalt und das Netzwerk des Lebens darstellt, wird im Infopaket „Artenschutz Säugetiere“ des Bund Naturschutz (BN) dargelegt: die Störung der biologischen Vielfalt der Gene, Arten und Ökosysteme mit dem Ausfall einzelner Arten kann Nahrungsketten und Ökosysteme gravierend verändern und ihre Stabilität gefährden, auch zum Schaden des Menschen. Der BUND sucht zudem einen Namen für sein Wildkatzen-Maskott-chen. Das noch namenslose Wildkätzchen soll den BUND zukünftig bei der Rettung seiner Artgenossen und anderer Waldtiere unterstützen. Vorschläge können ganz einfach über www.bund.net bis zum 14. April gemacht werden. Zu gewinnen gibt es einen Traumschwinger, einen besonders bequemen Hängestuhl im Wert von 150,00  € aus FSC-Holz und Biobaumwolle. Unter allen TeilnehmerInnen verlost der BUND außerdem vier Ferngläser und fünf 20-€- Gutscheine für den BUNDladen.
 
Die Europäische Wildkatze ist eine eigene Art und nicht mit verwilderten Hauskatzen zu verwechseln. In Deutschland gibt es nur noch etwa 5.000 bis 7.000 Exemplare dieser scheuen Tiere. Sie leiden sehr unter dem Verlust ihres Lebensraums, der Wälder. Der BUND arbeitet zum Schutz der Wildkatze und anderer Waldtiere bereits seit 2004 an einem Waldverbund. Grüne Korridore aus Bäumen und Büschen sollen die isolierten Waldgebiete Deutschlands wieder miteinander verbinden. Die Europäische Wildkatze ist wohl eine der heimlichsten Bewohnerinnen in Deutschlands Wäldern, auch Experten bekommen sie nur in seltenen Fällen in der freien Wildbahn zu Gesicht. Lange Zeit wurden die Wildkatzenbestände vor allem durch die Jagd dezimiert. Heute steht die Wildkatze unter ganzjähriger Schonzeit. Das größte Problem für die Wildkatze ist heute die immer intensivere Nutzung der Landschaft durch Verkehr, Siedlungsgebiete und  Landwirtschaft. Dadurch wurden die Tiere auf wenige Restlebensräume zurückgedrängt. Diese letzten Rückzugsgebiete liegen nunmehr verstreut wie Inseln im Meer. Die dort lebenden, vereinzelten Wildkatzenpopulationen sind sehr klein und entsprechend anfällig gegen Inzucht und Krankheiten. Die Besiedlung neuer Lebensräume ist den Wildkatzen jedoch nicht möglich, weil ausgeräumte Landschaften ihnen keinerlei Deckung bieten. Einzelnachweise in bisher unbesiedelten Waldgebieten zeigen jedoch die hohe Wanderbereitschaft vor allem junger Kater. Die vielen Totfunde an Straßen belegen die Gefahr bei diesen Wanderungen. Korridore zwischen den isolierten Waldgebieten würden die sichere Wanderung ermöglichen. So könnten neue Populationen entstehen und sich untereinander austauschen. Der BN setzt sich seit über 20 Jahren für die Rückkehr der Wildkatze in die bayerischen Wälder ein. In den Zucht- und Auswilderungsstationen in Schloß Wiesenfelden und Rothenbuch wurden seitdem über 600 Tiere auf das Überleben in der Wildnis vorbereitet und in verschiedenen Auswilderungsgebieten in die Freiheit entlassen. Informationen zum Schutz verschiedener Säugetierarten gibt im Infopaket „Säugetiere“ gegen Spende beim Bund Naturschutz, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel. 09421/2512, Fax 09421/963910, Mail straubing@bund-naturschutz.de. Gegen einen Kostenbeitrag von  3 € auch in Briefmarken oder gegen Vorabüberweisung  auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „IP Säugetiere“ wird es auch gerne zugesandt.  Die Öffnungszeiten beim BN sind von Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr, Samstag von 9 bis 14 Uhr.
 
Mit freundlichen Grüssen
Johann Meindorfer