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BN in Stellungnahme zum Bebauungs- und Grünordnungsplan Gäubodenpark

Flächensparende Bauweise auch bei Wiederbebauung bereits bebauter Flächen erforderlich – mehrgeschossige Nutzung  im urbanen Umfeld angezeigt - Südlichen Bahnsteigzugang vom  Gäubodenpark her schaffen!

Dass im Zuge des Bebauungs- und Grünordnungsplans Gäubodenpark die ungenutzten Grundstücke des ehemaligen Böglmüller-Geländes wieder genutzt werden sollen, findet Zustimmung beim Bund Naturschutz (BN) in seiner Stellungnahme an die Stadt Straubing. Auch bei der Wiederbebauung bereits bebauter Flächen müsse eine möglichst flächensparende Bauweise gewährleistet sein, mahnt der BN und plädiert für ein Mindestmass an Höhenentwicklung  mit einer mindestens dreigeschossigen Bebauung, die darüber hinaus dem urbanen Umfeld entspreche und die zentralen Funktionen des Areals unterstreichen würde.  Auch für den Bereich der geplanten Park- & Ride-Anlage sowie den weiteren Parkdecks sei dem Gebot der Flächenressourcenschonung mit einer mindestens zweigeschossigen Bauweise mit übereinander angeordneten Parkdecks oder aber mit Anordnung der Parkplatze in einer Tiefgarage zu entsprechen. Eine rein ebenerdige Anordnung von Stellplätzen sei nicht vertretbar, auch keine ebenerdigen Flachbauten, wie sie an der Schildhauerstrasse entstanden sind und zum Gegenteil von Urbanität beitrügen. „Besieht man sich die vom Güterbahnhof aus, stellen sie höchstens ein Kellergeschoss dar, und das mitten in der Stadt,“ so 2. BN-Kreisvorsitzender Johann Meindorfer zu diesem Negativ-Beispiel an Flächenverschwendung.

Zur kürzestmöglichen fußläufigen Anbindung des Dienstleistungs- und Einkaufszentrums Gäubodenpark und der südlichen Bereiche an den Bahnhof solle ein Bahnsteigzugang von Süden mittels einer Verlängerung der Bahnsteigunter- oder einer Bahnsteigüber-führung geschaffen und das Einkaufszentrum inclusive der Park&Ride-Anlage damit optimal angebunden werden.  Weiter hält der BN eine möglichst gute Radverkehrsanbindung des Dienstleistungs- und Einkaufszentrums Gäubodenpark auch vom Stadtsüdosten her für erforderlich. Dazu solle eine durchgehende Radverkehrsverbindung Südring - Steinweg - Carl-Zeiss-Strasse - Industriestrasse -Landshuter Strasse durch Radstreifen bzw. Angebotsstreifen geschaffen werden vom neuen Südring-Radweg entlang des Steinwegs bis zur Einmündung Carl-Zeiss-Strasse und beiderseitige getrennte Rad- und Gehwege entlang der Industriestrasse von dem aus Richtung Äussere Frühlingstrasse kommenden Radweg bis zur Ampelanlage an der Landshuter Strasse. Statt der Ausweisung gemeinsamer / kombinierter Geh- und  Radwege sollten getrennte Gehwege und Radwege ausgewiesen werden, da bei gemeinsamen Geh- und Radwegen auf Grund der unterschiedlichen Geschwindigkeit der beiden Verkehrsarten und öfter Konflikte bis hin zur gegenseitigen Behinderung der Verkehrsteilnehmer auftreten als bei baulich getrennten Geh- und Radwegen, so Meindorfer. Für anfallendes Dachflächenwasser soll die Nutzung mittels ausreichend dimensionierter Regenwasserzisternen für Freiflächenbewässer-ung und Toilettenspülung sichergestellt werden, dies sei zum Schutz des Schutzgutes Wasser erforderlich und geboten. Die Energieversorgung der Gebäude solle durch Biomasseheizkraftanlagen mit energieeffizienter Kraft-Wärme-Kopplung mittels Hackschnitzelverwertung und am besten durch den Anschluss an ein entsprechendes Nahwärmenetz erfolgen. Dies wäre laut BN auch dem gewollten Ruf der Stadt Straubing als „Stadt der nachwachsenden Rohstoffe“ angemessen und erforderlich. Die Verwendung von aufbereitetem und gereinigtem Bauschutt-Granulat anstelle von Kies oder Schotter beim Unterbau von Strassen, Wegen und Stellplätzen, auch im Zuge des Ausbaus der Industriestrasse möchte der BN bei Ausschreibung und Vergabe verbindlich vorgegeben wissen.

Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer

2. Kreisvorsitzender