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BN bietet Infopaket „Artenschutz Säugetiere“ an: Schutz für Wolf, Luchs, Wildkatze und Biber

Wolf, Luchs, Wildpferde und Urrinder mit der Waldbahn besuchen im Haus zur Wildnis mit Tierfreigelände im Nationalpark Bayerischer Wald  - Abfahrt in Straubing stündlich zur Minute 27

Warum die Wiederansiedlung von Säugetierarten wie Wildkatze und Biber wichtige Mosaiksteine für die Artenvielfalt und das Netzwerk des Lebens darstellt, wird im Infopaket „Artenschutz Säugetiere“ des Bund Naturschutz (BN) dargelegt: die Störung der biologischen Vielfalt der Gene, Arten und Ökosysteme mit dem Ausfall einzelner Arten kann Nahrungsketten und Ökosysteme gravierend verändern und ihre Stabilität gefährden, auch zum Schaden des Menschen. Die Europäische Wildkatze ist eine eigene Art und nicht mit verwilderten Hauskatzen zu verwechseln. In Deutschland gibt es nur noch etwa 5.000 bis 7.000 Exemplare dieser scheuen Tiere. Sie leiden sehr unter dem Verlust ihres Lebensraums, der Wälder. Der BUND arbeitet zum Schutz der Wildkatze und anderer Waldtiere bereits seit 2004 an einem Waldverbund. Grüne Korridore aus Bäumen und Büschen sollen die isolierten Waldgebiete Deutschlands wieder miteinander verbinden. Die Europäische Wildkatze ist wohl eine der heimlichsten Bewohnerinnen in Deutschlands Wäldern, auch Experten bekommen sie nur in seltenen Fällen in der freien Wildbahn zu Gesicht. Lange Zeit wurden die Wildkatzenbestände vor allem durch die Jagd dezimiert. Heute steht die Wildkatze unter ganzjähriger Schonzeit. Das größte Problem für die Wildkatze ist heute die immer intensivere Nutzung der Landschaft durch Verkehr, Siedlungsgebiete und  Landwirtschaft. Dadurch wurden die Tiere auf wenige Restlebensräume zurückgedrängt. Diese letzten Rückzugsgebiete liegen nunmehr verstreut wie Inseln im Meer. Die dort lebenden, vereinzelten Wildkatzenpopulationen sind sehr klein und entsprechend anfällig gegen Inzucht und Krankheiten. Die Besiedlung neuer Lebensräume ist den Wildkatzen jedoch nicht möglich, weil ausgeräumte Landschaften ihnen keinerlei Deckung bieten. Einzelnachweise in bisher unbesiedelten Waldgebieten zeigen jedoch die hohe Wanderbereitschaft vor allem junger Kater. Die vielen Totfunde an Straßen belegen die Gefahr bei diesen Wanderungen. Korridore zwischen den isolierten Waldgebieten würden die sichere Wanderung ermöglichen. So könnten neue Populationen entstehen und sich untereinander austauschen. Der BN setzt sich seit über 20 Jahren für die Rückkehr der Wildkatze in die bayerischen Wälder ein. In den Zucht- und Auswilderungsstationen in Schloß Wiesenfelden und Rothenbuch wurden seitdem über 600 Tiere auf das Überleben in der Wildnis vorbereitet und in verschiedenen Auswilderungsgebieten in die Freiheit entlassen.

Der Wolf ist in ein Land gekommen, in dem einige Nutztierhalter und Politiker vor Ort hartnäckig behaupten, es sei kein Platz für bestimmte wilde Lebewesen: zu viele Landnutzer, zu viele Schafe, zu viele Touristen. Sie sagen das auch beim Luchs, beim Biber, beim Fischotter. Der Wolf kam in ein Land, dessen Bewohner von Tierfilmen begeistert sind und in ihrem Urlaub weltweit gerne die letzten Flecken Wildnis entdecken. Doch dieses zuviel an »Wildnis«, sei ihnen nicht zuzumuten, meinen die Politiker. Dem setzt der BN fachliche Informationen zum Schutz verschiedener Säugetierarten entgegen, diese gibt im Infopaket „Säugetiere“ gegen Spende beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel. 09421/2512, Fax 09421/963910, Mail straubing@bund-naturschutz.de. Gegen einen Kostenbeitrag von  3 € auch in Briefmarken oder gegen Vorabüberweisung  auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „IP Säugetiere“ wird es auch gerne zugesandt.  Die Öffnungszeiten beim BN sind von Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr,  Samstag von 10 bis 14 Uhr.

Einen persönlichen Besuch kann man dem Wolf, dem Luchs, Wildpferden und Urrindern Haus zur Wildnis mit Tierfreigelände im Nationalpark Bayerischer Wald abstatten mit eigenem Haltepunkt „Ludwigsthal“ an der Waldbahn. Erreichbar ist das Haus der Wildnis ab Regensburg um 9:09, 10.01 Uhr usw. ab, in Obertraubling ab 9:07, 10.07 Uhr usw. in Sünching ab 9:16, 10.16 Uhr usw. in Radldorf ab 9:20, 10.20 Uhr usw. und in  Straubing jeweils zur Minute 27, Strasskirchen jeweils zur Minute 35 mit Umstieg in Plattling in die modernen Waldbahn-Dieseltriebwagen mit Abfahrt dort zur Minute 07. In Plattling besteht auch Anschluss aus den Richtungen Passau sowie München – Freising - Landshut– Dingolfing – Landau. In Deggendorf kann man zur Minute 17 zusteigen. Die Rückfahrt ist ebenfalls im Stundentakt möglich. Die genauen Fahrzeiten aller Züge sind in streckenbezogenen Fahrplanauszügen der DB enthalten. Auch die aktuelle Fahrplanauskunft der Bahn im Internet enthält selbstverständlich alle Bahnverbindungen ab Straubing unter www.bahn.de. Telefonisch ist die kostenlose Bahnauskunft unter 0800 1507090 erreichbar, der kostenpflichtige DB-Reiseservice unter 0180 5 996633. Für Fahrten von Montag bis Freitag ab 9:00 Uhr und an Samstagen, Sonn- und Feiertagen ohne zeitliche Begrenzung empfiehlt der BN das Bayernticket für 29 € für bis zu 5 Personen oder für Familien bzw. das Bayernticket Single für 21 € für Einzelreisende. Diese Preise gelten bei Fahrkartenkauf im Internet und anden Fahrkartenautomaten der DB, bei Kauf am Schalter sind die Preise um je 2 € höher. Den neuen Waldbahn-Fahrplan, die Streckenfahrpläne der Gäubodenbahn Bogen–Straubing – Neufahrn,   Regensburg – Straubing - Plattling – Passau, Passau - Plattling - Landshut– München, Ingolstadt - Regensburg – Landshut  und Ausflugstipps mit dem Bayernticket sowie Unterlagen zum Nationalpark Bayerischer Wald enthält das BN-Infopaket .

Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer