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Es besteht wirklich kein Grund zur Entwarnung - Bio-Landwirtschaft als einziger Ausweg

Dass die Leiterin des Ernährungsreferates der Verbraucherzentrale Bayern „keinen Grund zur Panik“ sieht, weil „nur in einer kleinen Charge von 22000 Eiern ganz geringe Mengen des gefährlichen Stoffes [Dioxine] festgestellt wurden und das auch nur bei weiterverarbeiteten und nicht bei Schaleneiern“, stimmt schon sehr bedenklich. Aufgedeckt wurde ein Fall von Futtermittelgepansche in der industriellen Massentierhaltung, Futter- und Nahrungsmittelindustrie, einer unter vielen nie entdeckten Fällen. Und dass ein Grossteil der Dioxin-Eier nicht mit der Schale in einer Schachtel im Regal angeboten wird, sondern weiterverarbeitet versteckt in Nudeln, Kuchen, Mayonaise und anderen Fertigprodukten aus der konventionellen Nahrungsmittelindustrie oder aus Bäckereien die sich etwa mit Massenhaltungs-Flüssigeiern oder deren Bestandteilen beliefern lassen.  

Einziger Ausweg ist die Umstellung auf eine Bio-Landwirtschaft, die achtsam mit den Naturgütern Wasser und Boden sowie mit den Lebewesen bzw. Geschöpfen umgeht. Mit den Nutztieren und mit den Menschen, deren Gesundheit sie vor schädlichen Einwirkungen schützt durch Verzicht auf Chemikalien/Pestizide, gentechnisch veränderte Organismen und Futtermittel aus industriellen Abfällen. Nachdem die kontrolliert biologische Landwirtschaft die gesundheits-, klima- und umweltverträglichste Form des Landbaus und der Erzeugung von Lebensmitteln wie auch von allem anderen nachwachsenden Rohstoffen darstellt, muss diese vor allen anderen gefördert werden. Dies gerade in volkswirtschaftlicher Hinsicht, um Folgeschäden an Klima, Boden, Grundwasser und tierischer wie menschlicher Gesundheit von vornherein zu vermeiden, was in jedem Fall günstiger kommt als nachträgliche Reparaturversuche mit ungewissem Ausgang. Dringend erforderlich dabei: das gezielte Angebot von Lebensmitteln und Getränken aus kontrolliert biologischer Erzeugung bei der Verpflegung in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kliniken, Schulen oder Kindergärten. Da haben Staat, Landkreise, Städte und Gemeinden die gesundheitliche Vorsorge- und Vorbildfunktion der öffentlichen Hand zu erfüllen. Das gilt insbesondere für die Schulverpflegung.

Den Weg der einzelnen privaten VerbraucherInnen in den Bioladen oder zumindest zu den Bio-Sortimenten des herkömmlichen Lebensmittelhandels müssen diese jeweils selber gehen. Aus Einsicht, dass sie damit etwas für den Tier-, Klima- und Umweltschutz gleichermassen wie für den Schutz der eigenen Gesundheit und ihr Wohlbefinden tun. Und dass sie nur auf diesem Weg dem Risiko vieler meist unaufgedeckter Belastungen entgehen,

die mit der industriellen Massentierhaltung und Nahrungsmittelindustrie verbunden sind mit oft weiten und nicht nachzuvollziehenden Transportwegen von Futtermitteln oder auch Fleisch etwa aus Südamerika nach Deutschland und damit wiederum mit unnötigen Transportenergieverbrauch. Jede Vegetarierin und jeder Vegetarier, jede Bio-Kundin und jeder Bio-Kunde erspart nicht nur den Tieren entsprechendes Leiden, egal ob sie nach einem trostlosen tierungerechten Dasein zum Verzehr oder auf Grund sporadisch mal festgestellter Schadstoffbelastung zur „Entsorgung“ getötet werden. Sondern auch der Umwelt, denn weniger Fleischkonsum trägt zum Klimaschutz bei und ist gesundheitlich vorteilhaft . Biolandbau für mehr Lebensqualität.

Bund Naturschutz Kreisgruppe Straubing-Bogen

Johann Meindorfer

Stellv. Kreisvorsitzender