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BN-Landesarbeitskreise Abfall und Energie in der energieautarken Kläranlage Straubing mit Klärschlammvergärung

Pilotprojekte für Energie aus Klärschlamm und Abwasser und Brauchwasseraufbereitung

Vertreter der Landesarbeitskreise Abfall und Energie sowie des Bund Naturschutz-Kreisvorstandes informierten sich in der Kläranlage Straubing über die Pilotprojekte zur Energiegewinnung aus dem Klärschlamm mittels einer Klärschlammvergärungsanlage und nachgeschaltetem Blockheizkraftwerk (BHKW), das die gesamte Prozesswärme sowie zusätzlich Strom erzeugt. Damit sei die Kläranlage Straubing, in der auch Klärschlamm von Gemeinden ausserhalb des Stadtgebietes sowie Schlachtabfälle aus Grossschlächtereien entsorgt werden, mehr als energieautark, liefere die gesamte Prozesswärme und speise noch Strom ins Netz ein. Laut stellvertretendem Anlagenleiter Martin Bergner entstehe mittels Wärmetauschern zur Zeit auch an einem Haupt-Kanalzulauf im Stadtosten eine Wärmegewinnungsanlage aus Abwasser, dessen Temperatur mittels Pumpen auf rund 45 Grad erhöht und zur Wärmeversorgung von rund 100 Wohnungen einer Wohnanlage der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft genutzt werde. Auch den Strom zum Betrieb dieser Pumpen erzeugte das Blockheizkraftwerk. Das Pilotprojekt entstehe in Zusammenarbeit mit dem bayerischen Umweltministerium, dem Straubinger Kompetenzzentrum für nachwachsende Rohstoffe, der Fraunhofer-Gesellschaft sowie dem Umweltcluster Bayern. Zusätzlich seien bis Anfang 2011 eine Klärschlammtrocknungs- und Monoverbrennungsanlage geplant, um umweltbelastende Klärschlammtransporte über weite Entfernungen zu vermeiden. Aus den Rückständen wolle man die Phosphate als landwirtschaftliches Düngemittel gewinnen, womit die energieaufwändige industrielle Düngerproduktion teilweise vermieden wird. Das Problem von Schadstoffen im Abwasser und seinen Überbleibseln könne nicht vollständig im Entsorgungsprozess gelöst werden. Vielmehr müsse der Eintrag von Schadstoffen an deren Quellen verhindert werden, dies gelte auch für feste Fremdstoffe wie Plastikteile, Zigarettenkippen, die nicht in die Toilettenspülung gelangen dürften, sich aber zuhauf im Zulauf jeder Kläranlage wieder finden, wie die Teilnehmer dort sehen konnten. Damit unsere Gewässer und und Böden vor Schadstoffen bewahrt werden, ruft der BN auch zum Verzicht auf aggressive Wasch- und Reinigungsmittel auf. Vielmehr sollten nur im nötigen Umfang gut biologisch abbaubare Saubermacher aus biologisch erzeugten Rohstoffen verwendet werden.

Dass man in der Straubinger Kläranlage zusätzlich aus vorgeklärtem Abwasser Brauchwasser zur Kanalspülung und Fahrzeugreinigung sowie zur Befüllung städtischer Kehrmaschinen ebenso gewinnt wie den von den Kehrmaschinen aufgesammelten Splitt wieder zu Sekundär-Rohstoff aufbereitet, wurde von den BN-Vertretern ebenfalls sehr begrüsst.

Dazu gibt es das Infopaket „Waschen und Chemikalien“ gegen Spende beim Bund Naturschutz, Ludwigsplatz 14 (Eingang Albrechtsgasse), 94315 Straubing, Tel. 09421/2512, Fax 09421/963910, Mail straubing@bund-naturschutz.de. Es wird gegen 3 €  in Briefmarken oder gegen Vorabüberweisung  auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 mit vollständiger Absenderangabe auch gerne  zugesandt.   Die Öffnungszeiten beim BN sind von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr,  Samstag  bis 14 Uhr.

Mit freundlichen Grüßen

Johann Meindorfer