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BN lobt Wiedereinsatz von Recycling-Baustoff bei städtischem Tiefbauvorhaben am Erletacker

Auch andere Bauträger sollen mineralische Rohstoffvorkommen durch Bauschutt-Recycling schonen

Der Bund Naturschutz lobt den nun wiederholt praktizierten Wiedereinsatz von Recycling-Baustoff bei städtischen Tiefbauvorhaben: wie vom städtischen Tiefbauamt dem BN letztes Jahr zugesagt worden war, wird auch beim Bau des Kreisverkehrs am Erletacker neben verschiedenen schon erfolgten Bauschutt-Recyclingmaterial für den Strassen-Unterbau verwendet.

In einer Umfrage an alle bayerischen Landratsämter, kreisfreien Städte und Abfall-Zweckverbände hat der Arbeitskreis Abfall / Ressourcenschonung des Bund Naturschutz den Stand des Bauschutt-Recyclings und des Wiedereinsatzes von Recycling- Baustoffen bei öffentlichen Bauvorhaben erfragt.

Im Verhältnis zu den nur 23 Antworten befinde sich Straubing inzwischen gut dabei, und dies sei im Interesse von Ressourcenschonung und Einsparung von Deponie-Kapazitäten erfreulich und soll nach Ansicht des BN auch weiterhin und von allen Bauträgern praktiziert werden, gerade vorbildlich von der öffentlichen Hand. Besonders die Praxis  des Staatlichen Bauamtes Passau, das auch für hiesige staatliche Bauvorhaben zuständig ist, lasse da noch sehr zu wünschen übrig.

Dem BN ist zwar aus eigener Kenntnis aus etlichen Städten und Landkreisen bekannt, dass es mehr positive Beispiele gibt, als sich zurückgemeldet haben. Insgesamt bedenklich nimmt man aber die Tatsache auf, dass bei einigen Behörden scheinbar dem Gebot der vorrangigen Verwendung von Sekundärrohstoffen anstelle von Kies oder Schotter aus Steinbrüchen in keinster Weise Rechnung getragen wird. Dies gelte darüber hinaus nicht nur für den kommunalen Bereich, sondern auch für die Praxis in Staatlichen Bauämtern, Autobahndirektionen und Direktionen für ländliche Entwicklung sowie weiteren Staatsbehörden. Neben all diesen bauausführenden oder Aufträge vergebenden Dienststellen sieht der BN aber auch deren Aufsichtsbehörden und Bezirksregierungen in der Pflicht, auf die verbindliche Vorgabe der Verwendung von aufbereitetem und gereinigtem Bauschutt-Granulat anstelle von Kies oder Schotter für den Unterbau von Strassen, Wegen und Stellplätzen – etwa für Frostschutz- und Tragschichten - bei Ausschreibung, Vergabe und Ausführung entsprechender Tiefbauvorhaben hinzuwirken. Leider sei dies bisher nicht einmal bei Planfeststellungsverfahren durch die Bezirksregierungen die Regel. Der mangelnde Vollzug der seit fast 20 Jahre bestehenden abfallrechtlichen Vorgaben zum vorrangigen Einsatz von Recyclingmaterial zeige sich nicht nur beim Bauschutt, sondern ebenfalls etwa bei Recyclingkunststoffen und Recyclingpapier aus 100 % Altpapier. Die Bayerische Staatsregierung sei aus Gründen der Klima-, Umwelt-, Landschafts- und Ressourcenschonung gefordert, auf den umfassend vorrangigen Einsatz von Recyclingmaterialien bei allen nachgeordneten Behörden und Institutionen hinzuwirken, damit diese sinnvolle energie-, flächen-  und rohstoffschonende Vorgabe wirklich in die Tat umgesetzt werde. Dies sei ein unbedingt nötiger Beitrag zu der ökologisch notwendig wie auch inzwischen gesetzlich geforderten Kreislaufwirtschaft.

Statt Schotter will der BN für den Unterbau von Strassen, Wegen und Stellplätzen bei Ausschreibung und Vergabe die Verwendung von aufbereitetem und gereinigtem Bauschutt-Granulat vorgegeben wissen, wie am Beispiel der Baustelle Kreisverkehr Erletacker im Osten Straubings seitens der Stadt praktiziert.

i.A.

Johann Meindorfer