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BN-Kreisvorstand zum Hochwasserschutz: Naturnahe durchströmbare Retentionsflächen statt Schlamm-Absetz-Polder in Öberauer Schleife

Erweiterten Stadtbus-30-Minuten-Takt gut nutzen und auf Dauer erhalten – Bauschutt hochwertig verwerten

Weil durch den Donauausbau mit Staustufen Tausende Hektar an natürlichen Rückhalteflächen weggefallen sind, hat die Verbesserung des Hochwasserschutzes große Bedeutung, so der Kreisvorstand des Bund Naturschutz (BN) in seiner Dezember-Sitzung. Vorrang sollte die Wiederherstellung von Auenbereichen haben, in denen sich Hochwasser in unbebauten Gebieten weitgehend schadlos ausbreiten kann und so die Gefahr für bewohnte Bereiche verringert wird und gleichzeitig die Auendynamik wiederhergestellt wird. Deshalb solle man im Zuge der Eindeichung der Kläranlage den Deich zwischen der Kläranlage und der Aitrachmündung zumindest teilweise zurückbauen. Zusammen mit den schon bestehenden Hochwasserschutzdeichen Öbling und am Alterberg seien die besiedelten Gebiete ausreichend geschützt und auf den Wiesen- und Ackerflächen könnte sich die Donau bei Hochwasser schadlos ausbreiten  Hier könne Hochwasserschutz naturnäher in die Tat umgesetzt werden als bei einem technisch ausgerichteten Flutpolder, wie ihn das Wasserwirtschaftsamt für die Öberauer Schleife plane. Wenn nur die Extremhochwasser in die Öberauer Schleife geleitet  und  tagelang ohne Strömung zurückgehalten werden, muss mit schweren Schäden an der Vegetation des Naturschutzgebietes gerechnet werden , so Kreisvorsitzender Andreas Molz. Die ohnehin unbefriedigende Lage der Wiesenbrüter und der seltenen Stromtalpflanzen könne sich weiter verschlechtern, wenn durch abgelagerten Schlamm zusätzliche Nährstoffe eingetragen werden. 

Dass der Stadtbus auf den Linien 1 und 2 jetzt montags bis freitags den ganzen Nachmittag im30-Minuten-Takt verkehrt und alle Linien am Morgen und ab dem mittleren Nachmittag, sei eine positive Entwicklung. Molz konnte an einem Infostand selbst sehr erfreute Rückmeldungen von Passanten wie auch Stadtbus-Fahrgästen dazu entgegennehmen. Dieses neue Angebot solle daher auch über die halbjährliche Probephase hinaus Bestand haben, so der Wunsch des BN an Stadt, Stadträte sowie Stadtwerke.

Dass bei Tiefbau-Vorhaben vorrangig vor Abbau und Verbrauch von Primärrohstoffen wie Schotter, Kies und Sand aufbereitetes und gereinigtes mBauschutt-Granulat eingesetzt wird, ist den Naturschützern ebenfalls ein grosses Anliegen. Denn dadurch könnten Wunden in der Landschaft durch Bauschuttdeponien, Kiesabbau und Steinbrüche verringert werden. Hierbei sollten vor allem die Dienststellen der öffentlichen Hand wie Gemeinden, Landkreise und  Staatliche Bauämter vorbildlich die Möglichkeiten des Bauschutt-Einsatzes von ausschöpfen.

 Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer

2. Kreisvorsitzender