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BN-Kreisvorstand: Praktiziert die Bundesregierung statt dem Atomausstieg den Solarausstieg?

„Wer Photovoltaik blockiert, gefährdet Umwelt, technologischen Fortschritt und Arbeitsplätze“

Photovoltaikanlagen haben bessere Energieausbeute und Energieeffizienz als Monokulturen für die Agrartreibstoffproduktion

Bio- Landbau,  weniger Fleischkonsum und konsequenter Kauf von Bio-Lebensmitteln gewichtiger Beitrag zum Klimaschutz

Mit den Einschnitten der Bundesregierung bei der Solarförderung beschäftigte sich der Kreisvorstand des Bund Naturschutz (BN) bei seiner März-Sitzung. Über die ohnehin im Laufe der Zeit sinkende Einspeisevergütung für Photovoltaikstrom hinaus dürfe es keine weiteren abrupten und für Investoren wie Hersteller- und Installationsunternehmen im voraus unkalkulierbaren Einschnitte geben. Wer die Solarenergie blockiere, gefährde Arbeitsplätze in einem aufstrebenden und zukunftsträchtigen Wirtschaftszweig und schade der Umwelt, weil länger mehr Strom aus umweltbelastenden Gas-, Kohle- und Atomkraftwerken benötigt werde. Die Photovoltaik-Freilandnutzung habe  gegenüber dem Anbau von Monokulturen für die Agrartreibstoffproduktion durch deren hohen energetischen Input in Form von Mineraldünger, Pestiziden, Treibstoff- und Verarbeitungsenergieeinsatz eine weitaus bessere Energieausbeute und Energieeffizienz und bewahre die Böden vor Schadstoffeinträgen, denen sie bei intensiv-landwirtschaftlicher  Nahrungs- oder Agrarsprit-Produktion ausgesetzt wären. Und sie könne rückstandslos wieder zurückgebaut werden.  Den Vorgaben des Landesentwicklungsprogramms zur dauerhaften Sicherung und Wiederherstellung der Naturgüter Boden, Pflanzen- und Tierwelt, zur Sicherung von Lebens- und Teillebensräumen wild lebender Pflanzen und Tiere und der Weiterentwicklung zu Biotopverbundsystemen könne dabei auf Dauer mit Rechnung getragen werden. Dazu muss laut 2. Vorsitzendem Johann Meindorfer ein möglichst grosser Teil der vorgesehenen Gehölzpflanzungen zur Eingrünung der Photovoltaikanlagen dauerhaft auch über die Betriebsdauer der Anlagen hinaus erhalten werden. „Es wäre nicht nachvollziehbar, wenn Gehölze nach nur 20 bis 30 Jahren wieder entfernt werden dürften, wenn sie durch ihr höheres Alter und höheren Wuchs einen höheren ökologischen Wert als die Neuanpflanzung hätten. Dies würde eine Verschwendung der finanziellen und natürlichen Ressourcen darstellen, die für eine nur übergangsweise Bepflanzung aufgewendet würden, ohne dass ein dauerhafter – und für den Lebensraum steigender - Wert erhalten wird,“ kritisiert er das Fehlen entsprechender Vorgaben..

Die notwendige Energiewende sei nicht allein mit neuen und anderen Energieerzeugungsanlagen zu bewältigen, so 1. Kreisvorsitzender Andreas Molz. So müsste zwar gerade in der „Stadt der nachwachsenden Rohstoffe“ die hocheffiziente Energiebereitstellung mittels Ausbau  des Nahwärmenetzes mit gleichzeitiger Erzeugung von Strom und Wärme in Kraft-Wärme-Kopplung aus nachwachsenden Reststoffen vorangetrieben werden. Solche Blockheizkraftwerke, die nach Bedarf Wärme und Strom produzieren, hätten sehr hohe Wirkungsgrade, die weder konventionelle Kraftwerke noch Heizungen alleine erreichten und müssten in allen geeigneten Fällen zum Einsatz kommen. Aber auch auf der Verbrauchsseite müsse sich noch viel tun in Sachen Energiesparen und Energieeffizienz und in Landwirtschaft und Verkehr alle EinsparpotentiaIe ausgeschöpft werden, rückte Vorstandsmitglied Gisela Diergardt die Prioritäten zurecht.  Investitionen und bessere Angebote bei Bus und Bahn seien ein Muss, auf weiteren Fernstrassenbau sei  zu verzichten. Alle Verbraucherinnen könnten durch gezielten Kauf von Bio-Produkten und weniger Fleisch einen wichtigen Beitrag zu Energieeinsparung und Klimaschutz leisten, denn die Bio-Landwirtschaft verursacht durch Verzicht auf energieintensiv hergestellte Industriedünger und Spritzmittel sowie durch schonende Bodenbewirtschaftung mit hoher CO2-Bindung im Humus weniger klimaschädliche Gase. „Weniger Fleisch & Wurst, mehr pflanzliche Kost, dafür aber alles bewusst nur aus Bio-Erzeugung schützen Regenwald, Böden, Klima, Gesundheit und Lebensqualität für alle, Nutztiere eingeschlossen,“ so der BN- Kreisvorstand.

Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer

2. Kreisvorsitzender