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Über Lebensadern und Lebensquellen – Lebendige Quellen, Flüsse und Auen – Fülle und natürliche Vielfalt

Infopaket "Gewässer" und Film "Donauzeiten im Straubinger Land" beim BN erhältlich

Welchen Wert als Lebensraum Quellen, Flüsse und Auen haben, könne man mit den Begriffen „Lebensadern und Lebensquellen“ gut beschreiben, so der Bund Naturschutz (BN). Quellen seien sehr unterschiedlich, das Spektrum reichr von unscheinbaren und oft unbeachteten Sickerquellen bis hin zu den Naturschauspielen der Fallquellen in den Alpen, so lassen sich für Bayern 14 Quelltypen abgrenzen. Für alle aber gelte, dass ein umfassender Quellschutz nötig sei. Der BN sieht wie das Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU) auch, etliche Gefährdungsquellen für Quellen, denn sind Quellbiotope seien „aufgrund der geringen Größe der einzelnen Teillebensräume einer Quelle, der relativen Artenarmut und der Spezialisierung vieler Quellbewohner auf den Lebensraum Quelle sehr anfällig gegenüber Störungen“ (LfU). Zudem haben Quellen meistens eine isolierte Lage, so dass die Neubesiedlung nach einer Störung schwierig ist.

Gefährdungen gibt es durch eine Vielzahl von Eingriffen, wie die Einfassung von Quellen, wodurch oft die gesamte Quelle zerstör werde, weil das Wasser dann zur weiteren Nutzung abgeleitet wird und dadurch auch er Quellbach verschwindet. Verrohrung, Verlegung und Verfüllung von Quellen oder gar Verfüllung mit Bauschutt, Müll oder Schnittgut führten zu einem Nährstoff- und Schadstoffeintrag kommen. Aber auch die Bepflanzung des Quellbereiches mit standortfremden Gehölzen wie Fichten führe durch dauerhafte Beschattung zum Absterben der Quellvegetation, zur Versauerung des Quellwassers und des Bodens. Durch Intensive Teich- oder landwirtschaftliche Nutzung im Umfeld der Quellen mit starken Düngergaben oder Einsatz von Pestiziden komme es zu einer starken Belastung des Quellwassers. Starkes Algenwachstum und die Verdrängung der Quellorganismen. Abwassereinleitund in Quellen sei unzulässig und es sollte das zuständige Landratsamt bzw. Wasserwirtschaftsamt umgehend informiert werden, wenn man dies feststelle. Sinnvolle Massnahmen für Gemeinden wie für Private seien der Rückbau von Quellfassungen nach Beendigung der Wassernutzung, die Beseitigung von Rohren an Wegquerungen, um so die Durchgängigkeit des Gewässers wieder herzustellen, etwa durch Furten oder unten offene Durchlässe. Selbstverständlich müssten Verfüllungen, Ablagerungen von Müll oder Bauschutt entfernt sowie Puffer zur landwirtschaftlicher Fläche geschaffen werden.

Dies und warum Flüsse ausreichenden Raum brauchen, damit Menschen und ihre Siedlungen Schutz vor Hochwasser haben können, kann man einem Infopaket Gewässer/Donau vom BN entnehmen. Es handelt vom Wert von Quellen und Flüssen und informiert mit einem darin enthaltenen Heft „Wasserland Bayern“ über die Notwendigkeit von Naturschutz am Puls der Lebensadern. Interessantes erfährt man auch über die Selbstreinigungskraft eines Flusses und seine Bedeutung für die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung. Auch erfährt man, welche Erfordernisse die Donauanrainerländer Bayern und Rumänien verbinden. Eine Ausgabe der Zeitschrift „Natur & Umwelt“ widmet sich unter dem Titel „Hoffnung für die Donau“ den wachsenden Chancen, den letzten lebendigen Flussabschnitt 70 Kilometer freifliessender Donau zwischen Straubing und Vilshofen zu erhalten und vor weiteren Staustufen zu bewahren. Auch der Film "Donauzeiten im Straubinger Land" von Karl-Heinz Hammer ist als DVD zeigt in beeindruckenden Tier-, Pflanzen- und Landschaftsaufnahmen das wertvolle Potential der Donaulandschaft.

Die Infos gibt es gegen 5 € für das Infopaket "Gewässer" und 20 € für die DVD inclusive Infopaket in Briefmarken, Geldschein oder Vorab-Überweisung auf das Konto des BN 461251 bei der Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 unter genauer Absenderangabe mit Kennwort „IP Gewässer“ bzw. „DVD Donau“, beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing von Montag bis Freitag von 9 bis 17, samstags bis 14 Uhr, Tel. 09421/2512, Fax 09421/963910, straubing@bund-naturschutz.de.

Mit freundlichen Grüßen

Johann Meindorfer