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Gentech-Soja in Form der Monsanto-Sojasorte „Roundup Ready“ bald in der EU?

BN warnt vor der weiteren Ausbreitung der Hochrisikotechnologie Gentechnik in der Landwirtschaft!

Wie ein aktueller Beitrag des Magazins „Schrot & Korn“, das in vielen Naturkost-Gechäften ausliegt, warnt auch der Bund Naturschutz (BN) vor der weiteren Ausbreitung der Hochrisikotechnologie Gentechnik in der Landwirtschaft. Nachdem die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, EFSA, Ende Juni grünes Licht für den Anbau von gentechnisch verändertem Soja in Europa gegeben hat, macht er auf noch bestehende, gravierende Mängel im Zulassungsverfahren aufmerksam. Den Antrag zur Zulassung habe der US-Konzern Monsanto gestellt, der seine „Roundup Ready“-Saat auch in Europa verkaufen will. Diese Sojasorte ist gegen das umstrittene Pflanzenspritzmittel Glyphosat resistent und darf bisher nur nach Europa importiert werden. Der BN tritt ein für gentechnikfreie Lebensmittel und Landwirtschaft. „Keine Freisetzung, kein kommerzieller Anbau und keine Verfütterung gentechnisch veränderter Pflanzenteile“. Und er hält umfassende Antworten parat: Woran man gentechnikfreie Bio-Lebensmittel erkennt , warum sie besser schmecken, fair und gesünder für alle sind. In der EU darf nur mit „bio“ bezeichnet werden, was tatsächlich der EU-Öko-Verordnung entspricht. Auf die Frage „Schmeckt Bio besser?“ gilt dabei: Obst und Gemüse schmecken oft intensiver, weil sie durch den Verzicht auf Kunstdünger weniger Wasser enthalten. Vollkornprodukte schmecken durch ihren Schalenanteil kerniger. Verarbeitete Lebensmittel kommen fast alle ohne zugesetzte Aromen aus. Sie schmecken dadurch echter und damit besser. Um wirklich hieb- und stichfest beweisen zu können, dass Bio gesünder ist, müsste man jahrelang viele 100-prozentige Bio-Esser mit einer Gruppe vergleichen, die sich konventionell ernährt. Außerdem müssten die beteiligten Personen sich in anderen Lebensbereichen „gleich“ verhalten – ähnlich viel Sport treiben, ähnlich viel oder wenig Fleisch essen. Es gebe inzwischen viele Untersuchungen, die darauf hinweisen, dass Bio-Produkte gesünder sind: Sie enthalten mehr gesundheitsfördernde sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, Bio-Milch enthält 15 bis 80 Prozent mehr Vitamine A und E sowie 40 bis 90 Prozent mehr mehrfach ungesättigte Fettsäure.

Bio-Bauern schützen das Grundwasser vor Pestiziden und Nitraten. Sie fördern mit ihrer Arbeit die Artenvielfalt und steigern die Fruchtbarkeit des Bodens, so der BN. In Entwicklungsländern trägt der Öko-Landbau dadurch zu mehr Ernährungssicherheit bei. Er gibt Kleinbauern die Chance, für sich selbst und die lokalen Märkte genug Lebensmittel zu produzieren, ohne die Böden auszulaugen. Zudem verbrauchen Bio-Bauern für die Erzeugung von einem Kilogramm Nahrungsmittel weniger Energie als ihre konventionellen Kollegen. Sie tragen damit zum Klimaschutz bei.Zum Thema Allergien und Unverträglichkeiten heisst es, dass Bio-Hersteller auf problematische Zusätze wie Hyperaktivität fördernde Farbstoffe oder allergieauslösende Sulfite bei der Verarbeitung verzichten. Dies helfe Menschen, die an Unverträglichkeiten leiden. Außerdem informiert die im Bio-Laden übliche Volldeklaration auf der Verpackung über sämtliche Inhaltsstoffe. Ein breites Sortiment an glutenfreien Lebensmitteln hilft Menschen, die dieses Getreideeiweiß nicht vertragen. (Kuh-)Milchallergiker finden zahlreiche pflanzliche Alternativen sowie Schaf- und Ziegenmilchprodukte. Und Bio-Tieren gehe es besser als anderen, denn sie müssen so gehalten werden, dass sie ihre natürlichen Verhaltensweisen ausleben können. Kühe wollen auf die Weide, Hühner müssen scharren und picken, Schweine wollen wühlen. Deshalb schreiben die Öko-Regelungen artgerechtes Futter, genug Platz im Stall und Auslauf vor. Die Öko-Regelungen schließen überdies Gentechnik in Anbau und Verarbeitung völlig aus. Auch dort, wo sie bei konventionellen Lebensmitteln erlaubt ist und nicht deklariert werden muss – etwa beim Tierfutter oder bei Zusatzstoffen. Mit aufwendigen Maßnahmen und Analysen versuchen die Hersteller, jede gentechnische Verunreinigung zu verhindern.

Für alle, die sich über die Gefahren der Hochrisikotechnologie Gentechnik näher informieren vollen, gibt es von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr, Samstag von 9 bis 14 Uhr. ein Infopaket „Gentechnik“ beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel. 09421/2512, Fax 09421/963910, Mail straubing@bund-naturschutz.de gegen einen Kostenbeitrag von 3 € in Briefmarken oder gegen Vorabüberweisung auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „IP Gentechnik“. Weitere Infos gibt es im Internet unterwww.bund-naturschutz.de und über Verflechtungen von Gentechnik-Lobby, Politik und Aufsichtsbehörden auch unter www.biotech-seilschaften.de.vu.

Johann Meindorfer

2. Kreisvorsitzender