Zur Startseite

Umweltbildung

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen 2019

BN nimmt Stellung ...

  • Übersicht
  • Donauausbau
  • Hochwasser
  • Rettenbach
  • Windenergie SR-BOG

BN-Kreisvorstand fordert von Staatsministern Einsatz für mehr Geld für Energiewende: Energiewende muss zwingend Agrar- und Verkehrswende enthalten, Volksfest muss klimafreundlicher werden

Dass die notwendige Energiewende zwingend eine entsprechende Agrar- und Verkehrswende enthalten muss, diese Überzeugung vertrat der Kreisvorstand des Bund Naturschutz (BN) bei seiner Oktobersitzung. Wenn laut Bundesregierung die Treibhausgasemissionen bundesweit bis zum Jahr 2020 um 40 % gegenüber 1990 reduziert werden sollen, betreffe dieses Minderungsziel alle Sektoren und damit auch Landwirtschaft und Verkehr. Im Verkehrssektor seien Investitionen und Angebote bei Bus und Bahn ambitioniert auszubauen und auf weiteren Fernstraßen bau zu verzichten. Um den motorisierten Individualverkehrs zu verringern, müssten  umwelt- und sozialverträglichere Fortbewegungsarten wie Gehen, Radfahren, Bus- und Bahnbenutzung gefördert und attraktiver gemacht werden. Für Stadt und Landkreis Straubing-Bogen gelte es, den Nachholbedarf beim Busangebot gegenüber vergleichbaren Regionen aufzuholen und eine ÖPNV-Mobilität für die Bewohner zu gewährleisten, die auf PKW-Fahrten zumindest zu den meisten Anlässen verzichten lasse. Ergänzend seien weitere Lückenschlüsse mit sicher geführten und attraktiven Radwegen erforderlich.

Im Hinblick auf die Zielsetzung der Bundesregierung zur Reduzierung des CO2-Ausstosses könnten auch Veranstaltungen wie Gäubodenvolksfest und Ostbayernschau nicht außen vor bleiben, so die BN- Kreisvorsitzenden Andreas Molz und Johann Meindorfer. Dazu müsse der Energieverbrauch von Fahrgeschäften und anderen Beschickern ebenso reduziert werden wie der des  Besucherverkehrs.  Die Verminderung der verkehrsinduzierten CO2-Emissionen und Abgasbelastungen erfordere ein restriktives Parkplatz-Management mit Reduzierung der Parkplatzflächen im Bereich ökologisch wertvoller Flächen und den weiteren Ausbau des ÖPNV-Angebotes während des Volksfestes bis zu einem Halbstundentakt der städtischen Volksfestbusse in den Hauptbesuchszeiten und weitere Fahrten der  Landkreis-Busse.

Absolut kontraproduktiv in Sachen Klimaschutz und Energiewende seien dabei unvertretbare Geldverschwendungen der Bayerischen Staatsregierung. So die vom Bund der Steuerzahler dokumentierte Subventionierung des Flugplatzes Hof mit 7,4 Mio Euro, für jedes Ticket 200 Euro, während bei der energetischen Sanierung der Polizeiinspektion Straubing am Theresienplatz das erneuerungsbedürftige Heizungssystem aus Kostengründen ausgespart bleiben soll. 

Schatzmeisterin Roswitha Schanzer bilanzierte den 19. Ökomarkt vom September auf dem Gelände der Bioland-Gärtnerei Justland als vollen Erfolg. Alle Lose der beliebten Tombola seien verkauft worden, der verregnete Sonntag sei durch einen überragenden Zuspruch am Samstag wettgemacht worden. Die Kooperation mit „POWER trotz HANDICAP“,  „Tierrechte jetzt e.V.“ und Greenpeace für einen wöchentlichen „Veggie-Tag“ in Straubing gründe auf den gesundheitlichen, ökologischen und Tierschutz-Vorteilen von weniger Fleischkonsum und mehr vegetarischer Ernährung. Damit könne wie durch gezielten Einkauf von Bio-Lebensmitteln ein gewichtiger Beitrag zum  Klimaschutz geleistet werden.

Mit freundlichen Grüssen

Johann Meindorfer

2. Kreisvorsitzender